MTB User-Story – Sommer, Sonne, Sonnenschein – ready to rock!
Geschrieben von PietAM am 26. April 2011 | Abgelegt unter Biker-Leben
Es war einer dieser Tage…
… an denen mich nichts und niemand von einer spontanen Feierabendrunde auf meiner geliebten Hausrunde mit meinem Bike abbringen kann.
Das Wetter ist wirklich außergewöhnlich gut und die letzten Tage spiegeln eher ausgewachsene Sommertage wieder, als den eigentlich im April anstehenden Frühlingsanfang.
Temperaturen jenseits der 24 Grad und mehr als 10 Sonnenstunden, lassen einem keine andere Wahl, als schon früh am Morgen ans Biken zu denken.
Gesagt, getan plane ich meinen Arbeitstag so, dass ich das Büro etwas früher verlassen kann. Dem Internet sei Dank, kann ich mir einiges an Arbeit mit nach Hause nehmen und am Abend online weiter bearbeiten. Und da sagt nochmals einer, dass die ganze Entwicklung des Internet viel zu schnell geht. Ohne meinen Rechner und mein Smartphone säße ich jetzt noch im Büro und würde mir wahrscheinlich die Augen reiben, während ich meine Arbeit erledige und dabei ab und an draußen die schwankenden, weichen Bewegungen der austreibenden Bäume im Sonnenschein beobachte.
Aber was erzähle ich denn, warum schwelge ich schon wieder in dem was hätte sein können, anstatt mich an dem zu erfreuen, was sich mir heute darbietet?!
Im gleichen Moment öffne ich die Haustüre, drücke die Brühtaste meiner Espressomaschine und während die Kaffeekapsel unter Hochdruck mit heißem Wasser durchströmt wird, fliege ich quasi die Kellertreppe hinab, um mich mit Hilfe meiner Bikeklamotten für die bevorstehende Tour zu rüsten.
Fertig umgezogen, werfe ich einen Träger meines Deuters über die rechte Schulter und greife im Vorbeigehen nach der Espressotasse, um den kleinen Schwarzen mit genüsslichen, kleinen Schlückchen zu geniessen.
Zeitgleich greift die andere Hand nach meinem Garmin und der Daumen schnellt voll automatisiert an die Starttaste um den Track meiner Hausrunde zu laden.
Wie lange ist es her, dass ich meine gut 50Km lange Hausrunde surfen konnte ohne dabei Frostbeulen zu bekommen, die Tour wegen irgendwelcher winterlichen Wetterkapriolen abkürzen oder aber zur vorgerückten Stunde meine Bikelampe anklemmen musste, weil wieder mal die Dunkelheit und nicht die Kondition die Tourlänge vorgab, kann ich nicht genau bestimmen?!
Schon wieder bin ich am schwelgen und ermahne mich innerlich, unverzüglich damit aufzuhören. Aber irgendwie ist da immer noch das latente Gefühl einer bevorstehenden Verhinderung der heutigen Tour.
Denn eigentlich kann ich es kaum glauben, heute meinem Bike die Sporen zu geben und meine Hausrunde zu rocken ohne dabei auf die Uhr zu sehen oder den Grad der einsetzenden Dunkelheit mit meiner Ankunftszeit in Einklang zu bringen.
Aber es ist tatsächlich so. Ich öffne das Garagentor und mein Allmountain-Plus Bike glänzt frisch geputzt und gewartet in der Sonne. Ich kurble los und grinse übers gesamte Gesicht. Das heitere, so lange schon nicht mehr verspürte Gefühl der unendlichen Freiheit breitet sich augenblicklich in mir aus.
Ob es tatsächlich nur an der Tour liegt oder der vor wenigen Minuten noch heiß meinen Hals hinunter gelaufene Espresso einen Teil zu diesem Gefühl beiträgt, kann ich nicht sagen.
Meine Vans verzahnen sich in den Pins meiner neuen Sudpin-III Flatpedals und wie ein Rennradfahrer kurz vor der Ziellinie kurble ich los.
Mein Herz schlägt mir bis zum Hals und als ich in greifbarer Nähe mein geliebtes Gipfelkreuz erspähe, welches von der hinter mir stehenden Sonne angestrahlt wird, mache ich eine Vollbremsung.
Das Bild muss ich für die Ewigkeit fest halten. Ich hole flux die Digicam raus und drücke mehrmals ab. Voller Enthusiasmus knippse ich was das Zeug hält. So als ob ich nach unzähligen Stunden des zermarternden Wartens bei einer Wale-Watching-Tour einen auftauchenden Wal erblicken würde – oder so ähnlich.
Mein Herz rast weiter und schnell versuche ich die Digicam wieder einzupacken, was sich mir aufgrund der sich nun entwickelten Aufgeregtheit eher schwierig gestaltet.
Ich kurble und kurble und während mir ein sommerzartes Windchen um die Nase weht, zirkel ich die geteerte Turmauffahrt bei 4% Steigung mit einem gut 300m langen Wheelie gen Plateau empor, um gleich im Anschluss die Abfahrt durch den Wald, über Sahne-Single-Trails mit kleinen Drops, seichten Anliegern hinab zu pflügen und die ausgetrockneten Wasserrinnen mit ordentlich Speed und abwechselnd mit Bunny Hops oder ausgedehnten Manuels zu queren.
Ich fahre mich in eine Art Rausch und halte den Speed bergab so hoch wie möglich, so dass ich von meinem Haustrack belohnt werde, indem sich der wahre FLOW einstellt. Whow, klasse, ride on!
That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint … Die geliebten Haustrails bei strahlendem Sonnenschein, stahlblauem Himmel und sommerlichen Temperaturen zu rocken, lässt das Bikerherz einen Tango tanzen und macht einem bewusst, warum man das BIKEN so liebt!!!
Ride On!
Tags: Biken, Flow, Freude, Glück, Mountainbike, Singeltrail, Sommer, Sonne, Sonnenschein, Spaß, Wheelie | 2 Kommentare »2 Kommentare zu “MTB User-Story – Sommer, Sonne, Sonnenschein – ready to rock!
Ja, endlich ist es wieder wärmer und ich kann auch mit auf mein Bike schwingen und durch die Landschaft fahren!
Gerade wenn am Wochenende schönes Wetter ist macht es noch mehr Spaß sich auf das Bike zu setzen und einfach eine Tour mit Freunden zu fahren…!
Ach wie geil, echt schönes Wetter. Das erinnert mich wieder an den Raps Geruch bei warmen Tagen
Und natürlich auch an die ganzen Bauernhof Zeugs im Internet


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