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	<title>MB - Blog</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
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		<title>MTB User-Story &#8211; Verdammter Schlamm &#8211; komm doch bitte zurück!</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 12:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Biken Schlammschlacht]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Schlammpackung]]></category>
		<category><![CDATA[Winterbiken]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage &#8230;
&#8230; an denen die Welt mal wieder auf den Kopf gedreht zu sein scheint!
Zum vierten Mal hintereinander treffe ich mich mit einigen Kumpels am heiligen Sonntag, um gemeinsam einige unserer Trails im Bergischen Land zu schredden.
Frühes Aufstehen, getauscht gegen ein nur am Wochenende mögliches Ausschlafen. Früh aufstehen, anstatt den Sonntag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage &#8230;</p>
<p>&#8230; an denen die Welt mal wieder auf den Kopf gedreht zu sein scheint!</p>
<p>Zum vierten Mal hintereinander treffe ich mich mit einigen Kumpels am heiligen Sonntag, um gemeinsam einige unserer Trails im Bergischen Land zu schredden.</p>
<p>Frühes Aufstehen, getauscht gegen ein nur am Wochenende mögliches Ausschlafen. Früh aufstehen, anstatt den Sonntag ganz gemütlich einzuleiten.</p>
<p>Man kreucht schlaftrunken aus dem Bett, pellt sich aus dem Schlafanzug und lässt sich von heißem Wasser der morgendlichen Dusche mit fest geschlossenen Augen irgendwie wecken.</p>
<p>Erst beim Anziehen der Bikeklamotten und dem Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee, beginnen meine Lebensgeister wach zu werden. Während der erste Schluck Kaffee meinen Hals herunter läuft, schießen mir Passagen meines Lieblingstrails durch den Kopf. Augenblicklich entwickel ich eine Aufgeregtheit und im gleichen Moment erscheint es mir wie selbstverständlich, dass ich am Sonntagmorgen, 07.30Uhr meine Biketasche für die heute angedachte Trailtour packe.</p>
<p>Wie gesagt, der heutige Sonntag ist der vierte dieser Art in Folge und bei den drei vergangenen Sonntagen glichen die Trailtouren eher ausgewachsenen Schlammschlachten. &#8220;Hoffentlich ist heute der Boden mal etwas trockenerer als in den letzten Wochen&#8221;, denke ich mir beim Verladen meines Bikes in den Kofferraum meines Kombis.</p>
<p>&#8220;Auf das ganze Geputze, von Bike, Kofferraum, Klamotten und der Garage, was nach den letzten Touren länger gedauert hat, als das Biken selbst, habe ich heute keine Lust&#8221;. Na ja, dass habe ich nach der ersten Schlammtour auch gedacht und habe mich diesem Prozedere trotzdem noch zwei weitere Male ausgesetzt. Immer dieser Dreck, schießt es mir durch den Kopf und als meine Süße von oben ruft, &#8220;Sei vorsichtig und bestell dem anderen schöne Grüße&#8221;, überlege ich ganz kurz, ob ich heute nicht doch hier bleibe und einen gemütlichen Sonntag in trauter Zweisamkeit zu verbringen.</p>
<p>Schon sitze ich im Auto und starte den Motor. Ich rolle los, und versuche mir meine Entscheidung doch wieder Biken zu gehen damit schön zu reden, dass es ja ganze zwei Tage nicht geregnet hat und es heute sicherlich nicht so schlammig ist.</p>
<p>Ich betätige die Scheibenwaschanlage und höre nur die Pumpe des Wischwasserbehälters. Wasser kommt aber keins. &#8220;Na toll&#8221;, denke ich mir und Versuche zwischen den schmierigen Rückständen auf der Windschutzscheibe irgendwie der Strasse zu folgen.</p>
<p>Unmittelbar am Treffpunkt bei meinen Kumpels angelangt, blicke ich in weiße Gesichter, gespickt mit feinen Rotnuoncen an Nase und Ohren. Meine Kumpels stehen auf dem Parkplatz irgendwie steif und aus den Mündern kommen in unregelmäßigen Abständen weiße Qualmschwaden.</p>
<p>Ich halte an, offene die Türe und Rufe in die versammelte Runde, &#8220;Na schon heiß auf den heutigen Trip, Amigos&#8221;. Ne, Arschkalt, stammelt Josh mir entgegen. &#8220;Minus 12 Grad, da tut einem das Atmen schon beim stehen weh&#8221;, schließt Josh an.</p>
<p>Just in dem Moment erwache ich aus meiner morgendlichen Trance und sehe die mit Raureif überzogenen Wiesen und Bäume. Über Nacht hat es einen Kälteeinbruch der Extraklasse gegeben. Minus 12 Grad, hatten wir schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr.</p>
<p>&#8220;Wenigstens brauchen wir uns heute nicht durch den Schlamm zu kämpfen&#8221;, versuche ich die allgemein gedrückte Stimmung in der Runde etwas aufzuheitern.</p>
<p>Kaum ausgesprochen, blinzelt die Sonne über den tiefen Nadelwald. Josh rollt langsam los, um die Bikegruppe in Richtung Trail zu führen. &#8220;Hast recht Piet, vielleicht ist das ja doch ganz schön heute, auf geht&#8217;s&#8221;.</p>
<p>Wir rollen also los in Richtung Haustrail und nähern uns dem ersten Anstieg. Es wird steil und ich stehe auf, um im Wiegetritt mein Bike gegen die Schwerkraft den Berg hoch zu scheuchen. Zwei, drei Kurbelumdrehungen später ertönt ein mächtiges Krachen von meinem Antrieb und ich spüre einen stechenden Schmerz im linken Knie, welches bei dem Krachen gegen den Lenker eschlagen ist.  &#8220;Mist&#8221;, denke ich mir, &#8220;verschaltet, bist wieder mit dem nervösen Daumen an den Schalter gekommen&#8221;. Ich schalte wieder einen Gang rauf und direkt im Anschluss einen Gang runter, begebe mich erneut in den Wiegetritt, als es nochmals gewaltig kracht. Mein Knie schlägt dabei nochmals exakt an die gleiche Stelle am Lenker, wie beim esten Mal. Mit schmerzverzerrtem Gesicht rufe ich, &#8220;So ein Mist&#8221;. &#8221; Irgendwas stimmt nicht, ich muss mal anhalten&#8221;.</p>
<p>Gesagt, getan hallte ich an, um zu prüfen, ob sich vielleicht ein Ast oder ein Blatt zwischen Kassette und Kette geschmuggelt hat. Josh kommt direkt um mit mir den Antriebsstrang zu prüfen und stellt fest, dass die Zähne meiner Kassette runter sind und sich die Kette sichtbar gelängt hat . &#8220;Das kannste vergessen Piet. Bei den Anstiegen die wir heute noch fahren wollen, wird die Kette bei den abgenutzten Ritzeln permanent springen oder vielleicht reißen&#8221;, wirft mir Josh fast mitleidig entgegen. &#8220;Na toll Jungs, so hab ich mir den Sonntagstrip eigentlich nicht vorgestellt. Aber fahrt Ihr ruhig weiter, ich werde abbrechen und nach Hause fahren&#8221;.</p>
<p>Ich verabschiede mich von den Jungs, die fleißig strampelnd den Berg bezwingen und hinter der nächsten Kurve im Nadelwald verschwinden.</p>
<p>Ich fahre mit geknicktem Haupt nach Hause und grummle vor mich hin beim Gedanken, dass sich das frühe Aufstehen heute ja so richtig gelohnt hat!</p>
<p>Zu Hause angekommen, blickt mir meine Süße erstaunt entgegen. &#8221; Was machst Du denn schon wieder hier?&#8221;, schallt es mir entgegen. &#8220;Frag nicht, mein Bike ist kaputt&#8221;, antworte ich  immer noch ein wenig geknickt.</p>
<p>&#8220;Wir können ja jetzt was zusammen unternehmen&#8221;,  versuche ich aus der schlechten Entwicklung diesen Tages doch noch einmal etwas Gutes zu ziehen. &#8220;Ne, Sorry. Ich bin mit Lisa verabredete. Wir wollen zusammen in die Stadt fahren, ein wenig Schaufenster bummeln&#8221;.</p>
<p>Na super, denke ich mir. Heute ist irgendwie nicht mein Tag.</p>
<p>&#8220;O.K., dann gehe ich gleich in die Garage, um nach dem Bike zu sehen&#8221;, und drücke dabei den Knopf meiner Espressomaschine, in der Hoffnung, dass wenigstens der Kaffe mir ein wenig bessere Laune einhaucht.</p>
<p>Ein, zwei Espresso später, gehe ich umgezogen für die Reparatur an meinem Bike in die Garage und will gerade das Werkzeug parat legen, als ich mein Bike betrachte und sehe, dass das Spritzwasser der kurzen Tour zu Eiszapfen erstarrt ist. Ein kurzer Blick aufs Thermometer bestätigt meinen Verdacht. Ich der Garage sind es  -4 Grad. Die Kurbel lässt sich kaum drehen. Die Kette hat sich mit der Kassette zu einem großen Eisklumpen verbündet. Reparaturarbeiten bei dieser Witterung &#8211; quasi unmöglich.</p>
<p>Mit &#8211; vorsichtig ausgedrückt &#8211; sehr Mäßiger Stimmung,  schließe ich die Garagentüre zu und mache es mir auf der Couch bequem, nachdem ich mich erneut umgezogen habe. Ich greife mir ein Mountainbikemagazin, schlage es auf und lande bei einem Bericht mit dem Titel &#8220;Biken im Herbst &#8211; eine Schlammpackung fürs Bike und für die Seele&#8221;.</p>
<p>Wie passend, denke ich mir. Wenn es schlammig wäre, ist es auch warm genug um meine Kassette zu wechseln und ich könnte wenigstens noch ne kleine Runde ums Haus drehen. Aber nein, es muss ja -12 Grad kalt sein. So geht gar nichts, außer auf der Couch zu sitzen und Bike-Magazine zu lesen.</p>
<p>That&#8217;s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint &#8230;. Schlamm hin, Schlamm her, lieber ne Schlammpackung beim Biken mit anschließender Putzorgie, als gefrustet auf der Couch zu sitzen, weil es einfach zu kalt für alles ist.</p>
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		<title>MTB User-Story &#8211; First Nightride</title>
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		<comments>http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/mtb-user-story-first-nightride/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 06:03:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Nightride Nightthrill Helmlampe Bikelampe Lumen Lux Abenteuer Herausforderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage…
… an dem ich permanent den Vorhang in der Küche zur Seite schiebe, in der Hoffnung den Postboten zu erspähen, der mir endlich die bestellte und heißersehnte 900 Lumen Helmlampe liefern soll.
Kurzer Rückblick:
Da die Tage jetzt immer kürzer werden und die Ausritte auf meiner Hausrunde mit meinem All Mountain Plus Bike [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage…</p>
<p>… an dem ich permanent den Vorhang in der Küche zur Seite schiebe, in der Hoffnung den Postboten zu erspähen, der mir endlich die bestellte und heißersehnte 900 Lumen Helmlampe liefern soll.</p>
<p>Kurzer Rückblick:</p>
<p>Da die Tage jetzt immer kürzer werden und die Ausritte auf meiner Hausrunde mit meinem All Mountain Plus Bike immer in der Dunkelheit enden, ist meine Euphorie nach der Arbeit den ein oder anderen Trail zu rocken, ein wenig gedämpft.</p>
<p>Gedämpft deshalb, weil es mir beim Biken ja nicht nur darum geht auf dem Bock zu sitzen, um mehr oder weniger, ich will nicht sagen langweilige, aber zumindest eintönige Asphaltrunden zu drehen. Vielmehr geht es mir darum spannende Singletrails zu surfen, dabei meine Fahrtechnik zu verfeinern und mich neuen Herausforderungen zu stellen. Na ja, wie dem auch sei. Fast 3/4 einer Tour in der Dunkelheit zu fahren, ist auf jeden Fall nicht gerade berauschend.</p>
<p>Kurz vor der nächsten geplanten Tour dieser Art und Güte, klingelt mein Handy. Mein Freund Josh meldet sich mit gelassener aber bestimmter Stimme und fragt: „Lust auf einen Nightride“?</p>
<p>„Nightride“, frage ich neugierig. „Was hast Du geplant, schieß los, erzähl“!</p>
<p>Josh erläutert, dass er zufällig einen Kumpel aus frühen Schulzeiten, den Mike, getroffen hat. Mike ist ein alter Bekannter, mit dem wir früher gemeinsam einen großen Teil unserer glorreichen BMX-Zeit verbracht haben und der nun auch zum Biker geworden ist.</p>
<p>Mike macht mit seinen Kumpels eine Region im nahegelegenen &#8220;Bergischen Land&#8221; unsicher, von der wir schon viel gehört haben, dort aber noch nie gefahren sind.</p>
<p>Augenblicklich durchströmt mich ein Gefühl von Aufregung und Abenteuerlust, gepaart mit einem Tick Kribbeln in der Magengegend. Vor allem der Gedanke bei Nacht zu Biken, macht mich ein wenig nervös.</p>
<p>„Cool“, antworte ich. „Wann und wo soll der Nightride stattfinden“, frage ich Josh.</p>
<p>„Morgen Abend auf der Hausrunde vom Mike&#8221;. &#8220;Er will gemeinsam mit seinen Kumpels und uns den &#8220;Conquest of Paradise-Trail&#8221;, seinen absoluten Lieblings-Flow-Trail rocken“.  „Teilweise extrem bergig, mit 1/2 stündigen Anstiegen im kleinsten Gang, dafür aber auch mit belohnenden Sahneabfahrten zum Zunge schnalzen“, berichtet Josh voller Begeisterung.</p>
<p>Seine Stimmlage verändert sich während des Satzes merklich. Die Gelassenheit weicht und er beginnt immer schneller zu erzählen. Man merkt, dass Josh ebenso aufgeregt zu sein scheint wie ich, denn einen Nightride ist auch Josh noch nie gefahren.</p>
<p>Gesagt, getan. Einen Abend später stehen wir am besagten Treffpunkt im &#8220;Bergischen Land&#8221; und warten auf Mike und seine Kumpels.</p>
<p>Bis auf den Helm fertig angezogen, checken wir unsere Bikes. Die Bremsen, den Luftdruck der Nobby´s und die Schaltung. Ach ja, auch unsere am Lenker montierten Radlampen werden nochmals auf festen Sitz und ausreichende Akku-Power geprüft.</p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-356" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG0028-300x225.jpg" alt="CIMG0028" width="400" height="300" /></p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-357" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG0033-300x225.jpg" alt="CIMG0033" width="400" height="300" /></p>
<p>Alles passt und wir sind &#8220;ready to race&#8221;, als Mike mit seinem Bike angerollt kommt. Nach kurzer Begrüßung und einigem Philosophieren über vergangene, im Hirn eingebrannte Storys aus den guten alten BMX-Zeiten, rollen wir los.</p>
<p>„Habt Ihr keine Helmlampen“, fragt Mike mit fast überraschter Stimme. Kurz aufeinander folgend, erläutern Josh und ich die Qualität unserer Bike-Lenkerlampen, ein wenig um zu rechtfertigen, dass wir noch keine Helmlampen haben.</p>
<p>„Die Lenkerlampen sind im Prinzip O.K.“, knüpft Mike an. &#8220;Nur bei Spitzkehren oder Gaps vor Jumps und Anliegern, wo quasi die direkte Line beleuchtet werden muss, wird’s wahrscheinlich etwas kniffelig&#8221;. &#8220;Da werdet Ihr nicht viel sehen&#8221;, erläutert Mike weiter.</p>
<p>Kaum ausgesprochen ist der erste Hammeranstieg zur Einfahrt in den &#8220;Conquest of Paradise-Trail&#8221; auch schon bezwungen. Der Anstieg war so heftig, dass ich zu Mike´s Erläuterungen aufgrund akutem Sauerstoffmangel keine Antwort geben kann.</p>
<p>Mike fährt voraus, nimmt stetig an Speed zu, lässt den Sattel per Remotehebel an seiner KS-Stütze ab und biegt mit einem ausgedehnten Manuel halbrechts in einen Wald ab. Ein Singeltrail allererster Güte erwartet uns, was Mike mit einem nicht überhörbaren „Jiiipppiiieeehh“, untermauert.</p>
<p>Wir fliegen hinter Mike den Trail hinab und surfen in schnellen Wechseln zwischen Manuels und tiefen Schräglagen durch perfekt angelegte Anlieger und mit Wasser gefüllte Senken, um dann wieder mit waghalsigen Bunny Hop´s über zahlreiche den Trail querende Baumstämme zu jagen: THAT´S  FLOW!!!!</p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-358" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG5323-225x300.jpg" alt="CIMG5323" width="300" height="400" /></p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-359" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG5322-225x300.jpg" alt="CIMG5322" width="300" height="400" /></p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-360" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG5321-225x300.jpg" alt="CIMG5321" width="300" height="400" /></p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-361" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG5319-225x300.jpg" alt="CIMG5319" width="300" height="400" /></p>
<p>Es ist noch nicht ganz dunkel, so dass wir während des Anstieges auf freiem Feld, die Lampen noch ausgeschaltet lassen konnten. Im Wald sah das aber schon anders aus. Es ist schlagartig so dunkel, dass ich Mühe habe an Josh dranzubleiben, der direkt vor mir in ca. 5-10m Abstand den Trail hinter Mike her rast.</p>
<p>Mein Puls schnellt in die Höhe, mein Herz pochert wie vor einer Führerscheinprüfung und Schweißperlen rinnen meine Stirn hinab.</p>
<p>Nicht nur der unglaubliche Speed auf diesem Hammer-Flowtrail, sondern auch die Tatsache, dass ich den Trail überhaupt nicht kenne und zudem fast nichts mehr sehe, lassen mein Herz rasen.</p>
<p>Gerade denke ich daran den Anker zu werfen indem ich leidvoll nach dem Mike schreie, um anzuhalten und vielleicht doch schon die Lampen anzuschalten, als ich plötzlich, wie aus dem Nichts, Josh und Mike vor mir erblicke, die bereits angehalten haben.</p>
<p>Ich reiße an den Hebeln meiner Saint und zwinge die vier Kolben der Bremssättel mit aller Gewalt die 203er Scheiben in die Mangel zu nehmen. Kurz vor um komme ich zum stehen und blicke in die etwas verdutzten Gesichter von Josh und Mike.</p>
<p>„Gut dass wir angehalten haben“, durchbrechen die Worte von Mike die kurze Phase der absoluten Stille. „Wir sollten jetzt mal die Lampen anmachen, denn im folgenden Abschnitt des Trails brauchen wir die bestimmt“.</p>
<p>Ich bin sehr gespannt was bei diesem Sahne-Trail jetzt auf uns zukommt und bin heilfroh meine Bike-Lampe endlich zu aktivieren!</p>
<p>Stolz knipse ich meine 40Lux Lenkerlampe an. Josh tut es mir gleich und Mike fummelt an einem Kabel, was aus dem Deuter Bike-Rucksack baumelt und führt dies mittels eines Klinkersteckers an ein Anschlusskabel am Helm. Ein kurzer &#8220;Klick&#8221; auf der Rückseite der Helmlampe und im gleichen Augenblick, wird aus der dunklen Nacht, heller Tag.</p>
<p>Na ja, vielleicht nicht ganz so extrem, aber der Platz an dem wir stehen ist wirklich außergewöhnlich hell.</p>
<p>„900Lumen“, spricht Mike in unsere Richtung und rollt den jetzt lichtgefluteten Trail weiter hinab. Mit offenen Mündern folgen wir dem Lichtkegel von Mike.</p>
<p>Man sieht wirklich von beachtlicher Entfernung die Spur vom Mike. Meine Bikelampe strahlt hingegen tatsächlich nur das Hinterrad von Josh an. Die ständig wechselnde Fahrtrichtung durch Anlieger und Spitzkehren sind für mich und auch für Josh nur mit heftiger Geschwindigkeitsreduzierung fahrbar. Spitzkehren sind fast nur im „Eiermodus“ zu bezwingen, da meine Lampe zwar in den Wald strahlt aber nicht den zu befahrenden Trail. Ich sehe quasi nichts und taste mich in jede langsame Kehre hinein. Die Lampe leuchtet halt nur dorthin, wo man hin lenkt.</p>
<p>„Krass“ denke ich mir. „Alleine im Wald, kannst du den Trail ohne Helmlampe vergessen“. Perfekt wäre eine Kombi aus Helm- und Lenkerlampe, um den Trail optimal auszuleuchten!</p>
<p>Nach einigen über Chickenways zu umfahrene Jumps auf diesem ansonsten göttlichen Trail, spuckt uns der Wald dann unten wieder aus. Ehrlich gesagt bin ich froh ohne Sturz angekommen zu sein.</p>
<p>„Den Trail müssen wir unbedingt nochmal im Hellen fahren“, werfe ich meine Begeisterung über den Ritt in die Runde.</p>
<p>„Oder mit Helmlampe nochmals abends“, schießt Josh nach. Alle sind sich einig, dass dies nach einer Wiederholung schreit!</p>
<p>Wir bedanken uns bei Mike für diesen tollen Nightride, der für mich aber mehr ein Nightthrill war, plauderten noch etwas und haben uns für einen Tagesritt verabredet.</p>
<p>Im Auto auf dem Weg nach Hause, haben Josh und ich alle Einzelheiten unseres ersten Nightrides bis ins Detail analysiert und einstimmig beschlossen, dass wir Nightrides unbedingt nochmals in Angriff nehmen und dafür zwingend so schnell wie möglich eine Helmlampe her muss.</p>
<p>Wieder in der Gegenwart angekommen, die Hand noch am Vorhang, klingelt es und der Postbote steht mit einem großen Paket am Tor. &#8220;Jetzt kann es ruhig dunkel werden&#8221;, denke ich mir und hechel dem Postboten mit großen Erwartungen entgegen.</p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-352" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG0009-300x225.jpg" alt="Helmlampe 900 Lumen" width="400" height="300" /></p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-353" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG0010-300x225.jpg" alt="CIMG0010" width="400" height="300" /></p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-medium wp-image-355" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/11/CIMG0004-300x225.jpg" alt="CIMG0004" width="400" height="300" /></p>
<p>That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint … Unmut weicht der Abenteuerlust, mit Bikelampe wird die dunkle Jahreszeit zur neuen Herausforderung!</p>
<p>Ride On!</p>
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		<title>Wasserschlacht</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 17:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sir.Race</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich losfuhr zu meiner kleinen Tour, es sollten so 20-30 km werden, sah ich einige dunklere Wolken im Westen. Ich dachte mir, dass das ja nicht schlimm aussieht und ich ruhig fahren konnte. Als ich nach etwa 10 km und 40 Minuten auf einer Höhe zurück schaute traf mich der Schlag. Etwa in dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich losfuhr zu meiner kleinen Tour, es sollten so 20-30 km werden, sah ich einige dunklere Wolken im Westen. Ich dachte mir, dass das ja nicht schlimm aussieht und ich ruhig fahren konnte. Als ich nach etwa 10 km und 40 Minuten auf einer Höhe zurück schaute traf mich der Schlag. Etwa in dem Ort wo ich wohne, vielleicht auch noch nicht ganz da, und weiter Richtung Westen war alles schwarz und es blitzte und donnerte. Ich merkte wie der Wind stärken wurde und dachte: „Schnell nach Hause.“ Also fuhr ich mit einem Affenzahn Richtung Heimat. Etwa 2 – 3km von  zuhause entfernt sah ich erst, wie plötzlich mein Heimat Ort verschwand. Ich wusste nicht ob es Nebel oder Regen war. Nur wenige Sekunden später fand ich es heraus: Es war Regen! Und wie. Durch die Mischung aus Wind und Regen kam ich trotz aller Kraft Anstrengung nur mit mühe auf acht km/h. Nach kurzer Zeit tat meine Haut schon weh, der Wind wehte den Regen was senkrecht. Das wurde noch schlimmer als es kurz darauf auch noch zu Hagel begann. Diese wenigen Kilometer zogen sich scheinbar endlos hin. Beinahe hätte mich der Wind auch vom Rad aufs Feld geweht. Ich hätte losheulen können. Man sah nichts, kam kaum voran und die Haut schmerzte vom Wind und Regen. Dann endlich, kurz ich erkannte erste Stellen am Orts Eingang. Langsam wurde der Regen etwas schwächer, der Hagel hatte schon wieder aufgehört. Doch dann wurde ich im  Ort überrascht, als ich merkte, dass ich an einigen Stellen mit dem Fuß komplett im Wasser war, wenn dieser Unten war. Dann hatte ich es fast geschafft. Schnell lief beziehungsweise sprang durch den Garten, der ehr ein einzige Pfütze war, zum Gartenhäuschen. Ich genoss den kurzen Moment ohne Regen, bevor ich wieder raus und an die Haustür stürmte.</p>
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		<title>MTB User-Story – Kalifornien &#8220;Die Wiege des Mountainbikesports&#8221;!</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 21:40:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Biken]]></category>
		<category><![CDATA[Bikepofis]]></category>
		<category><![CDATA[Kalifornien - Wiege des Mountainbikens]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage…
… an dem ich nach meinem bikefreien Sommerurlaub zurückkomme und aufgeregt mit feuchten Händen in den nächsten Zeitschriftenladen stürme, um mir die längst erschienenen neuen Ausgaben der bekannten Bike-Magazine anzueignen.
Zu Hause angekommen fange ich an genüsslich in den Magazinen zu blättern, während ich einen heißen Espresso genieße und dabei mein Bike [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage…</p>
<p>… an dem ich nach meinem bikefreien Sommerurlaub zurückkomme und aufgeregt mit feuchten Händen in den nächsten Zeitschriftenladen stürme, um mir die längst erschienenen neuen Ausgaben der bekannten Bike-Magazine anzueignen.</p>
<p>Zu Hause angekommen fange ich an genüsslich in den Magazinen zu blättern, während ich einen heißen Espresso genieße und dabei mein Bike mustere, welches bereits für die nächste Tour gewartet und geputzt auf der Terrasse in der Sonne steht.</p>
<p>Der Himmel ist wolkenlos und die Sonne strahlt, so dass kleine silberne Aluteile am Bike lustig funkeln. Es scheint mir fast, als würde mir mein Bike zuzwinkern. Na ja, vielleicht nehme ich dieses Funkeln auch mit verändertem Bewusstsein wahr, nach zwei Wochen des Nichtbikens!?</p>
<p>Ich schlage die nächste Seite im Bike-Heft auf, da trifft es mich wie ein Blitz.</p>
<p>Der Redakteur einer Bikestory beschreibt in den schillerndsten Farben, wie er gemeinsam mit einigen namhaften Bikepros die Westküste der USA in Kalifornien entlang des Pacific Coast Highway Number One mit dem Bike erkundet.</p>
<p>Beim Lesen läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Die Beschreibung der Drops, Anlieger und Downhillpassagen, gespickt mit Fahrtechnikmanövern <em>à</em> la Bunny Hop, Wheelies und Manuels in den verschiedensten Speed-Varianten und das alles bei schönstem <em>California</em>-Wetter machen Lust auf Mehr!</p>
<p>Gleichzeitig schießt mir aber auch Wasser in die Augen, denn die beschriebenen Lokations und MTB-Strecken liegen in direkter Nähe zu Orten die ich allesamt während meines USA-Urlaubes durchfahren und teilweise sogar besichtigt hatte. Die MTB-Story weist Fotos auf, die denen die ich auf unserem USA-Trip gemacht habe, sehr ähnlich sind.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-345" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/06/2-USA-2011.JPG" alt="2-USA 2011" width="400" height="286" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-346" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/06/3-USA-2011.JPG" alt="3-USA 2011" width="400" height="302" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-347" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/06/4-USA-2011.JPG" alt="4-USA 2011" width="400" height="298" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-348" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/06/6-USA-2011.JPG" alt="6-USA 2011" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-349" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/06/7-USA-2011.JPG" alt="7-USA 2011" width="400" height="303" /></p>
<p>Wahrscheinlich war ich sogar an einem dieser Hügel, über den nur einige Meter entfernt einer dieser herrlichen Trails verläuft!?</p>
<p>Ich bin ein wenig betrübt. Hätte diese Story in dem MTB-Magazin nicht eine Ausgabe früher erscheinen können? Dann hätte ich mir sicherlich einige der legänderen MTB-Strecken angesehen, um die sagenumwogene Aura „der Wiege des Mountainbikens“, was Kalifornien zweifellos darstellt, ein wenig aufzusaugen.</p>
<p>That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint … So nah dran und leider doch nichts gesehen. Es bedarf wohl einer weiteren Reise nach Kalifornien, um &#8220;die Wiege des Mountainbikens&#8221; live zu erleben &#8211; dann aber mit Bike!</p>
<p>Ride On!</p>
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		<title>MTB User-Story – Sommer, Sonne, Sonnenschein – ready to rock!</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 22:29:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Biken]]></category>
		<category><![CDATA[Flow]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Mountainbike]]></category>
		<category><![CDATA[Singeltrail]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenschein]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Wheelie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage…
… an denen mich nichts und niemand von einer spontanen Feierabendrunde auf meiner geliebten Hausrunde mit meinem Bike abbringen kann.
Das Wetter ist wirklich außergewöhnlich gut und die letzten Tage spiegeln eher ausgewachsene Sommertage wieder, als den eigentlich im April anstehenden Frühlingsanfang.
Temperaturen jenseits der 24 Grad und mehr als 10 Sonnenstunden, lassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage…</p>
<p>… an denen mich nichts und niemand von einer spontanen Feierabendrunde auf meiner geliebten Hausrunde mit meinem Bike abbringen kann.</p>
<p>Das Wetter ist wirklich außergewöhnlich gut und die letzten Tage spiegeln eher ausgewachsene Sommertage wieder, als den eigentlich im April anstehenden Frühlingsanfang.</p>
<p>Temperaturen jenseits der 24 Grad und mehr als 10 Sonnenstunden, lassen einem keine andere Wahl, als schon früh am Morgen ans Biken zu denken.</p>
<p>Gesagt, getan plane ich meinen Arbeitstag so, dass ich das Büro etwas früher verlassen kann. Dem Internet sei Dank, kann ich mir einiges an Arbeit mit nach Hause nehmen und am Abend online weiter bearbeiten. Und da sagt nochmals einer, dass die ganze Entwicklung des Internet viel zu schnell geht. Ohne meinen Rechner und mein Smartphone säße ich jetzt noch im Büro und würde mir wahrscheinlich die Augen reiben, während ich meine Arbeit erledige und dabei ab und an draußen die schwankenden, weichen Bewegungen der austreibenden Bäume im Sonnenschein beobachte.</p>
<p>Aber was erzähle ich denn, warum schwelge ich schon wieder in dem was hätte sein können, anstatt mich an dem zu erfreuen, was sich mir heute darbietet?!</p>
<p>Im gleichen Moment öffne ich die Haustüre, drücke die Brühtaste meiner Espressomaschine und während die Kaffeekapsel unter Hochdruck mit heißem Wasser durchströmt wird, fliege ich quasi die Kellertreppe hinab, um mich mit Hilfe meiner Bikeklamotten für die bevorstehende Tour zu rüsten.</p>
<p>Fertig umgezogen, werfe ich einen Träger meines Deuters über die rechte Schulter und greife im Vorbeigehen nach der Espressotasse, um den kleinen Schwarzen mit genüsslichen, kleinen Schlückchen zu geniessen.</p>
<p>Zeitgleich greift die andere Hand nach meinem Garmin und der Daumen schnellt voll automatisiert an die Starttaste um den Track meiner Hausrunde zu laden.</p>
<p>Wie lange ist es her, dass ich meine gut 50Km lange Hausrunde surfen konnte ohne dabei Frostbeulen zu bekommen, die Tour wegen irgendwelcher winterlichen Wetterkapriolen abkürzen oder aber zur vorgerückten Stunde meine Bikelampe anklemmen musste, weil wieder mal die Dunkelheit und nicht die Kondition die Tourlänge vorgab, kann ich nicht genau bestimmen?!</p>
<p>Schon wieder bin ich am schwelgen und ermahne mich innerlich, unverzüglich damit aufzuhören. Aber irgendwie ist da immer noch das latente Gefühl einer bevorstehenden Verhinderung der heutigen Tour.</p>
<p>Denn eigentlich kann ich es kaum glauben, heute meinem Bike die Sporen zu geben und meine Hausrunde zu rocken ohne dabei auf die Uhr zu sehen oder den Grad der einsetzenden Dunkelheit mit meiner Ankunftszeit in Einklang zu bringen.</p>
<p>Aber es ist tatsächlich so. Ich öffne das Garagentor und mein Allmountain-Plus Bike glänzt frisch geputzt und gewartet in der Sonne. Ich kurble los und grinse übers gesamte Gesicht. Das heitere, so lange schon nicht mehr verspürte Gefühl der unendlichen Freiheit breitet sich augenblicklich in mir aus.</p>
<p>Ob es tatsächlich nur an der Tour liegt oder der vor wenigen Minuten noch heiß meinen Hals hinunter gelaufene Espresso einen Teil zu diesem Gefühl beiträgt, kann ich nicht sagen.</p>
<p>Meine Vans verzahnen sich in den Pins meiner neuen Sudpin-III Flatpedals und wie ein Rennradfahrer kurz vor der Ziellinie kurble ich los.</p>
<p>Mein Herz schlägt mir bis zum Hals und als ich in greifbarer Nähe mein geliebtes Gipfelkreuz erspähe, welches von der hinter mir stehenden Sonne angestrahlt wird, mache ich eine Vollbremsung.</p>
<p>Das Bild muss ich für die Ewigkeit fest halten. Ich hole flux die Digicam raus und drücke mehrmals ab. Voller Enthusiasmus knippse ich was das Zeug hält. So als ob ich nach unzähligen Stunden des zermarternden Wartens bei einer Wale-Watching-Tour einen auftauchenden Wal erblicken würde &#8211; oder so ähnlich.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-333" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/04/CIMG2810.JPG" alt="CIMG2810" width="300" height="400" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-329" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/04/CIMG2764.JPG" alt="CIMG2764" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-335" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/04/CIMG27531.JPG" alt="CIMG2753" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-331" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/04/CIMG26371.JPG" alt="CIMG2637" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-334" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/04/CIMG2815.JPG" alt="CIMG2815" width="400" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-332" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/04/CIMG2814.JPG" alt="CIMG2814" width="400" height="300" /></p>
<p>Mein Herz rast weiter und schnell versuche ich die Digicam wieder einzupacken, was sich mir aufgrund der sich nun entwickelten Aufgeregtheit eher schwierig gestaltet.</p>
<p>Ich kurble und kurble und während mir ein sommerzartes Windchen um die Nase weht, zirkel ich die geteerte Turmauffahrt bei 4% Steigung mit einem gut 300m langen Wheelie gen Plateau empor, um gleich im Anschluss die Abfahrt durch den Wald, über Sahne-Single-Trails mit kleinen Drops, seichten Anliegern hinab zu pflügen und die ausgetrockneten Wasserrinnen mit ordentlich Speed und abwechselnd mit Bunny Hops oder ausgedehnten Manuels zu queren.</p>
<p>Ich fahre mich in eine Art Rausch und halte den Speed bergab so hoch wie möglich, so dass ich von meinem Haustrack belohnt werde, indem sich der wahre FLOW einstellt. Whow, klasse, ride on!</p>
<p>That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint … Die geliebten Haustrails bei strahlendem Sonnenschein, stahlblauem Himmel und sommerlichen Temperaturen zu rocken, lässt das Bikerherz einen Tango tanzen und macht einem bewusst, warum man das BIKEN so liebt!!!</p>
<p>Ride On!</p>
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		<title>MTB User-Story &#8211; Fahrtechnikexperimente</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 13:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrtechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen ausloten]]></category>
		<category><![CDATA[Mountainbike]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage…
an denen ich unbedingt einige in den letzten Wochen gelesene und gedanklich manifestierte Fahrtechniklektionen ausprobieren musste.
Aufgrund der fürs Biken eher mäßigen Wetterbedingungen der vergangenen Wochen, habe ich mir Workshops zu diversen Fahrtechniklektionen zugelegt und in den Abendstunden fleißig studiert. Immer wieder habe ich einzelne Passagen gelesen und das Gelesene quasi verinnerlicht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage…</p>
<p>an denen ich unbedingt einige in den letzten Wochen gelesene und gedanklich manifestierte Fahrtechniklektionen ausprobieren musste.</p>
<p>Aufgrund der fürs Biken eher mäßigen Wetterbedingungen der vergangenen Wochen, habe ich mir Workshops zu diversen Fahrtechniklektionen zugelegt und in den Abendstunden fleißig studiert. Immer wieder habe ich einzelne Passagen gelesen und das Gelesene quasi verinnerlicht, so dass ich nun darauf brenne, alles in die Tat umzusetzen.</p>
<p>Heute scheint die Sonnen und das erste Mal in diesem Jahr klettert das Thermometer auf schwindelerregende Höhen, jenseits der 10Grad-Marke. Zweistellige Plusgrade wirken nach diesem sehr langen Winter fast surreal auf mich.  Ich freue mich zwar, aber irgendwie begleitet mich permanent ein misstrauisches Gefühl. So als ob jederzeit irgendein Umstand eintreten könnte, der mir meine heutige Biketour doch noch verpatzt.</p>
<p>Doch nichts der Gleichen tritt ein. Ein Blick aus dem Fenster kündigt einen wunderschönen, sonnigen Frühlingstag an. Die Baumwipfel ranken sich in gemäßigtem Tempo im strahlenden Azurblau des sonst klaren und wolkenlosen Himmels.</p>
<p>Ganz ruhig packe ich meinen Bikerucksack mit dem Nötigsten für eine schöne Tagestour. Das mich sonst packende Fieber vor einer Tour bleibt irgendwie aus. Fast schon unheimlich wie ruhig ich bleibe, gerade wenn man bedenkt, wie lange eine derartige Tagestour auf meinem Bike schon her ist.</p>
<p>Während ich die Verpflegung in Form von Bananen und handelsüblichen Müsliriegeln in meinen Deuter packe, bin ich in Gedanken schon dabei mir Passagen in meiner Hausrunde herauszusuchen, bei denen ich die gelesenen Fahrtechniklektionen umsetzen kann.</p>
<p>Während eines Spaziergangs bei lausigem Wetter mit meinem Dingomischling Rex, in dem Wald durch den auch teilweise die Trails meiner Hausrunde verlaufen, habe ich kürzlich eher zufällig entdeckt, dass einige emsige Biker, einen kleinen Funpark angelegt haben.  Kleinere Drops, Steilkurven und einige Stufen, lechzen geradezu danach von meinen Fat Alberts unter die Stollen genommen zu werden.  Neben einigen Rampen sind auch vereinzelt Northshore-Elemente  enthalten und man kann erkennen,  dass die Strecke von den Erbauern mit viel Herzblut und gut durchdachten Detaillösungen erschaffen wurde.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-322" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/03/Park-19.JPG" alt="Park-19" width="400" height="300" /></p>
<p>Ich knie vor meinem Enduro, lege den Klettstreifen meiner 5-Tens über die Schnürsenkel und beim Blick hoch zum Lenker, erscheint mir die Kombination vom angebrachten Navi  und des Bremshebels, optisch ein wenig wie ein Kreuz. In diesem Moment bemerke ich einen Ansatz von Herzrasen, denn beim Gedanken an ein Kreuz, schießt mir sofort das Gipfelkreuz auf der Höhe meiner Hausrunde durch den Kopf.</p>
<p>Seit langer, langer Zeit verspüre ich mal wieder eine Art Nervosität und mit ein wenig Herzpochern schiebe ich mein frisch geputztes und gewartetes Bike aus der  Garage, raus ins gleißende Sonnenlicht.</p>
<p>Wenige Sekunden später, nachdem der Deuter verzurrt und das Navi aktiviert ist, schwinge ich mich aufs Bike und kurbele mit einer ungewohnten Leichtigkeit los. Nach den ersten paar Minuten gleicht sich die Atmung meiner Trittfrequenz an und gleichmäßig rolle ich in Richtung meiner Hausrunde.</p>
<p>Während ich meine Haustrails entlang surfe, spähe ich die avisierte Stelle an, die ich mir gemerkt hatte, um nicht den etwas versteckten Zuweg zu dem kleinen Funpark zu verpassen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-319" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/03/Park-12.JPG" alt="Park-12" width="400" height="300" /></p>
<p>Die Einfahrt in den schmalen Zubringer kann ich gleich mit der Lektion „Kurvenfahren“ verbinden. Die kurveninnere Flatpedale oben und mit etwas abgesenkter Sattelstütze, rausche ich in leichter Schräglage hinein und durch feines Blätterwerk hindurch, in Richtung Funpark.  Jetzt ist mir auch klar, warum die Reifenforschung zur Stollenform und deren Positionierung so wichtig ist. Die seitlichen Stollen verzahnen sich im lehmigen Boden und mit einer sauberen Linie zirkel ich durch einen Anlieger hinein in den Zubringer.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-318" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/03/Park-08.JPG" alt="Park-08" width="300" height="400" /></p>
<p>Die nachzufahrende Linie in dem Park, zwingt mich zuerst über eine kleine, aus Holzleisten zusammengenagelte, etwa 10m lange Northshore-Brücke, bis zum Absprung  einer ca. 1m tiefen Stufe.  Die schmatzenden Geräusche meiner Gabel und des Dämpfers, signalisieren mir die Intensität der Landung, welche mir erstaunlich gut gelungen ist.  Mit dem durch die Landung nach der Stufe erreichten Speed, rolle ich auf einem schmalen Singeltrail weiter runter auf einen Lehmhügel zu. „Klasse Passage“, denke ich mir und bereite mich vor auf dem Lehmhügel zu bremsen, um mir die gefahrene Linie von unten anzusehen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-320" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/03/Park-10.JPG" alt="Park-10" width="400" height="300" /></p>
<p>Mit der in den Fahrtechniklektüren erklärten Grundposition &#8211; leicht in den Knien, mit etwas angewinkelten Armen, bei ganz abgelassener Sattelstütze &#8211; bereite ich mich auf die Bremsung vor. Gerade beim Gedanken daran, dass ein kleiner Slide doch einen krönenden Abschluss der Lektion „Stufenfahren“ darstellen könnte, bemerke ich, dass es sich bei dem Lehmhügel nicht um einen Hügel, sondern um eine kleine Rampe handelt. Nach ca. 1/3 des Hügels, endet dieser abrupt und eh ich mich gedanklich auf einen weiteren Jump vorbereiten kann, überfliege ich schon die Rampe in leichter Schräglage, die ich ja für den angedachten Slide eingenommen hatte.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-321" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/03/Park-09.JPG" alt="Park-09" width="400" height="300" /></p>
<p>Schräg in der Luft, fliege ich in Richtung Auslaufzone. Viele gefühlte Meter weiter lande ich auf der in den Hang eingearbeiteten Auslaufzone, mit wiederum schmatzender Gabel so geschmeidig, als ob ich diese Art von Jumps täglich fahren würde.</p>
<p>Mit einem beherzten Griff am Bremshebel, zwinge ich die Bremskolben zum Einklemmen der hinteren 203mm Bremsscheibe und komme mit leichter Schräglage und blockierendem Hinterrad zum stehen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-325" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2011/03/Park-15.JPG" alt="Park-15" width="300" height="400" /></p>
<p>„Wow“, denke ich und drehe den Kopf in Richtung der Rampe. „Was für ein Jump“. „Hammer, war ich das wirklich?“, mustere ich ungläubig die absolvierte  Linie hinter der sich auflösenden Staubwolke.</p>
<p>That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint…  Lesen und das gelesene anschließend ausprobieren, kann beim Biken Endorphine freisetzen, schafft Motivation und macht Lust auf MEHR!!!</p>
<p>Ride On!</p>
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		<title>MTB User-Story – Weiße Wonne</title>
		<link>http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/mtb-user-story-%e2%80%93-weise-wonnen/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Dec 2010 01:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Zauber]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage …
an denen man morgens aus dem Fenster schaut und die unverändert tief verschneite Landschaft erblickt, die es einem derzeit unmöglich macht zu Biken.
Ohne große Erwartungen schiebe ich die Vorhänge zur Seite, um meinen Pkw-Stellplatz direkt vor dem Haus zu mustern. Die mit blankem Eis überzogene  Stellfläche sieht aus wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage …</p>
<p>an denen man morgens aus dem Fenster schaut und die unverändert tief verschneite Landschaft erblickt, die es einem derzeit unmöglich macht zu Biken.</p>
<p>Ohne große Erwartungen schiebe ich die Vorhänge zur Seite, um meinen Pkw-Stellplatz direkt vor dem Haus zu mustern. Die mit blankem Eis überzogene  Stellfläche sieht aus wie ein glasierter, leckerer Kuchen. Nur dass die Glasur nicht gut schmeckt, sondern jeden noch so geübten Autofahrer zur schieren Verzweifelung bringt, beim Versuch das Auto auf ihr zu parken.</p>
<p>Gestern habe ich ein filmreifes Manöver hinter mich gebracht, bei dem es mir nur mit Hilfe meiner zwei Nachbarn gelang, meinen Kombi auf der Stellfläche zu verankern.</p>
<p>Noch immer aufgekratzt beim bloßen Gedanken an diese Odyssee, wollen sich meine Mundwinkel gerade in tiefe Falten legen, als ich beim Loslassen des Vorhangs die Zufahrt zu meinem Häuschen betrachte.</p>
<p>Schneeweis und unangetastet, präsentiert sich mir dieser Anblick &#8211; geradezu graziös. Die aufgehende Sonne umgarnt die noch jungfräuliche Schneeschicht, die sich im Laufe der Nacht auf den sonst zu 90% vereisten Boden gelegt hat.</p>
<p>„Neuschnee“, schießt es mir durch den Kopf und augenblicklich schnellen meine Mundwinkel von den Tiefen des Unterkiefers rauf in Richtung meiner Ohren. Ein unverkennbares, abenteuerliches Grinsen versteinert mein Antlitz.</p>
<p>Neuschnee bedeutet, dass die  fast überall festgefahrenen Schneedecken der teils vereisten Straßen und Wege mit einer gepulverten Schicht aus Neuschnee wieder fahrbar werden. Es bedeutet, dass heute eine Unterbrechung der tagelangen, zermürbenden Bike-Zwangspause möglich ist!</p>
<p>Im gleichen Augenblick sehe ich mich schon mit dem Bike-Rucksack und aktiviertem Navi, warm in meine Softshelljacke eingemummelt, auf meinem Winterbike durchstarten in Richtung Hausrunde.</p>
<p>Misstrauisch und vorsichtig stiefel ich aus der Haustüre, um das Spektakel von der Nähe aus zu betrachten. Ich traue dem ganzen noch nicht so richtig und bin skeptisch. Mit der Spitze meines Pantoffels schiebe ich die neue Schneeschicht in der Nähe meiner mit Eis überzogenen Stellfläche auf Seite, mit der ich gestern Abend noch bis aufs Blut gerungen habe.</p>
<p>Und siehe da &#8211; tatsächlich hat es in der Nacht ca. 10cm Neuschnee gegeben. Der Schnee ist unten etwas feucht, oben auf aber trocken, pulvrig und griffig. Optimal um zwischen dem Gummi meiner Nobby´s und dem Eis einen watteweichen, fahrbaren Untergrund zu bilden.</p>
<p>Das Grinsen in meinem Gesicht verhärtet sich und ehe ich die herrliche Schneepracht weiter betrachten kann, stehe ich auch schon im Keller und kleide mich hastig im Zwiebelprinzip für eine winterliche Bike-Tour ein.</p>
<p>Minuten später rolle ich bereits los in Richtung meines Haustrails. Außer dem Rasseln der Kette über die mit Kettenwachs frisch präparierten Ritzel, höre ich nur mein eigenes, schweres Atmen. Die Neuschneeschicht lässt ein fast lautloses Schweben zu. Nichts zu hören von den Stollen meiner Nobby´s, einfach nur ein sanftes, leicht knirschendes Dahingleiten auf unberührten Schneeflächen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-290" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/Kolumne-13-Weisse-Wonne-1.JPG" alt="Kolumne 13 Weisse Wonne-1" width="300" height="400" /></p>
<p>Einzig der ständige, teils extreme Rollwiederstand durch den neuen Schnee macht mir konditionell etwas zu schaffen. Durch die dreiwöchige, wetterbedingte Zwangspause, merkt man nun, trotz aller Euphorie, dass man ein wenig aus der Form ist.</p>
<p>Der Anblick der gepuderten Bäume, Wiesen und Felder und die Tatsache nach solch einer langen Zeit überhaupt mal wieder Biken zu können, stimmt mich einfach nur glücklich.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-296" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/Kolumne-13-Weisse-Wonne-9.JPG" alt="Kolumne 13 Weisse Wonne-9" width="300" height="400" /></p>
<p>Ich kann nicht genau zuordnen, ob das heftige Pulsieren in meiner Brust durch die Anstrengung des permanent zu überwindenden Rollwiederstandes entsteht oder aber auf die verspürte Freude bei dieser Bike-Tour zurück zu führen ist. Egal &#8211; strait ahead – kurbel ich was das Zeug hält!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-295" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/Kolumne-13-Weisse-Wonne-6.JPG" alt="Kolumne 13 Weisse Wonne-6" width="400" height="300" /></p>
<p>Während ich mich mit der höchstmöglichen Trittfrequenz rauf zum Gipfelkreuz peitsche, erfreue ich mich an der heute überwältigend schönen Seite dieser herrlichen Winter-Natur. Mein Umfeld wirkt dabei anmutig, fast magisch auf mich.</p>
<p>Gewohnte und bekannte Passagen stellen sich mir ganz neu vor, so als wäre ich hier noch nie gewesen. Obwohl ich eigentlich jeden Stein mit Namen kenne. Ich trete in die Flatpedals und auch wenn man heute keine Biketricks, Wheelies oder Jumps fahren kann, bin ich überwältigt und tief zufrieden.</p>
<p>Aus dem Augenwinkel heraus betrachte ich eine schwarze Wolkenformation, welche kurzfristig die Schleusen öffnet und mir mit Unterstützung eines heftigen Nordwindes, Schneeflocken unterschiedlicher Größenordnung erbarmungslos ins Gesicht prasseln lässt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-291" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/Kolumne-13-Weisse-Wonne-4.JPG" alt="Kolumne 13 Weisse Wonne-4" width="400" height="300" /></p>
<p>Der kleine blizzardähnliche Schneesturm, zwingt mich zur kurzen Rast, die ich aber nach 15 Minuten und gefühlten 3cm weiterem Neuschnee beenden kann.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-292" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/Kolumne-13-Weisse-Wonne-3.JPG" alt="Kolumne 13 Weisse Wonne-3" width="400" height="300" /></p>
<p>Auf der letzten Anhöhe erblicke ich endlich mein geliebtes Gipfelkreuz. Keuchend stelle ich mein Winterbike ab und sehe von ganz oben aus in die Ferne.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-293" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/Kolumne-13-Weisse-Wonne-5.JPG" alt="Kolumne 13 Weisse Wonne-5" width="400" height="300" /></p>
<p>Glückliche Momente wie diese liegen weit zurück, umso mehr genieße ich heute diesen tollen Ausblick.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-294" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/Kolumne-13-Weisse-Wonne-8.JPG" alt="Kolumne 13 Weisse Wonne-8" width="400" height="300" /></p>
<p>That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint … nach all den Widrigkeiten des Winters in den vergangenen Wochen, ist dieser Tag für mich mehr als ein Erlebnis – eine Inspiration, ja eine wirklich wahre, weiße Wonne!</p>
<p>Ride On!</p>
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		<title>MTB-User Story – Winter(Alp)träume</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 12:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Biken]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Verzicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage …
an denen man sich ständig dabei ertappt äußerst ausgedehnt zu träumen. Zu träumen, aber nicht wie viele jetzt denken, von leichten, edlen Carbonteilen oder sonstigem Schnickschnack um sein Bike zu pimpen, sondern einfach nur von der nächsten stinknormalen Bike-Tour.
Der anhaltende Winter zwingt einen dazu inne zu halten, die Tage zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage …</p>
<p>an denen man sich ständig dabei ertappt äußerst ausgedehnt zu träumen. Zu träumen, aber nicht wie viele jetzt denken, von leichten, edlen Carbonteilen oder sonstigem Schnickschnack um sein Bike zu pimpen, sondern einfach nur von der nächsten stinknormalen Bike-Tour.</p>
<p>Der anhaltende Winter zwingt einen dazu inne zu halten, die Tage zwischen Weihnachten und Sylvester ganz ruhig zu verbringen und die Seele baumeln zu lassen. So wie es einem jeder wünscht, der nur Gutes für einen will.</p>
<p>Bei mir löst das dieses Jahr aber eine Art Unwohlsein aus, so dass ich mich schon selber frage, ob alles O.K. mit mir ist?!</p>
<p>Zu wissen, in meinem übers Jahr so hart erkämpften Urlaub nicht Biken zu können, ständig nur auf der Couch zu sitzen, lethargisch den Weihnachtsbaum anzustarren und darüber zu philosophieren, ob die Kugeln und Kerzen in einem weihnachtsbaumgerechten, optimalen Abstand zueinander platziert sind, bringt mich fast um.</p>
<p>Es entwickeln sich Schweißperlen auf meiner Stirn und ich merke, wie neben einer ausgedehnten Achselnässe unter den Armen auch die Hände zu schwitzen beginnen, beim Gedanken daran, die nächsten freien Tage so verbringen zu müssen und nicht Biken zu können. Heiße und kalte Wogen durchströmen meinen Körper, so dass man sich schon den Puls fühlt oder gleich das Fieberthermometer rauskramt, weil man sich irgendnwie krank fühlt.</p>
<p>Wie sehr habe ich mich auf den wohlverdienten Weihnachtsurlaub gefreut. In den schillerndsten Farben habe ich mir ausgemalt, wie ich meine Touren arrangiere. Selbst die Anzahl der Touren habe ich durchdacht und dabei großzügig festgelegt, nicht an jedem Tag zu Biken, um die Weihnachtszeit und die oben geschilderten Gebräuche für diese ruhige und besinnliche Zeit ein wenig zu genießen. Alles ungeahnt der Entwicklung der nächsten Wintertage.</p>
<p>Normaler Weise ist der Mix aus freien Tagen, ausgedehnten Bike-Touren und der erholsamen Freizeit in dieser winterlichen Idylle das ultimative Rezept um runter zu kommen und abzuschalten, sich richtig zu erholen. Aber halt auch nur, wenn man Biken kann.</p>
<p>Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass über Nacht ein Wintereinbruch Einzug hält, der das Biken nicht mehr zulässt, selbst wenn man es unbedingt und unter allen Umständen möchte.</p>
<p>Ich muss fast heulen, wenn ich daran denke, wie sehr ich die letzten Arbeitstage vor dem Urlaub nur noch durchgehalten habe, weil der wohlverdiente Urlaub in greifbarer Nähe stand und man als letzten Anker sehnsüchtig schmachtend von der nächsten Bike-Tour träumt.</p>
<p>Die kurzen Tage, schlechtes Wetter mit Kälte, Wind, Eisregen oder Schnee, haben mich schon in den letzten drei Wochen vor dem Urlaub gezwungen, mein Bike nur in der Garage anstarren zu können, es zu putzen oder mit einigen Gimmicks aufzurüsten, anstatt es zweckmäßig zu nutzen. In der Woche war es abends zu dunkel um zu fahren und am Wochenende war das Wetter schlichtweg miserabel. Ans Biken war in dieser Zeit einfach nicht zu denken.</p>
<p>Aber immer den Urlaub im Hinterkopf, habe ich diese trostlose Zeit irgendwie überwunden. Und dann so was! Schnee, Eis und dauerhafte Temperaturen jenseits der 0-Grad Marke, verwandeln meine Weihnachtsstimmung in eine ausgewachsene Winterdepression.</p>
<p>Ich bin kaputt, ausgebrannt und kaum noch fähig mich über irgend etwas zu freuen. Vor dem zu Bett gehen, wälze ich diverse Bike-Magazine und nehme diese auch wieder als erstes zur Hand, wenn ich am Morgen aufstehe. Nur durch 5 Espressos, direkt hintereinander inhaliert, kann ich mir einen schwachen Puls verschaffen, der mich gerade so am Leben erhält. Mehr ist einfach nicht möglich.</p>
<p>Gestern ist mir dann die Hutschnur geplatzt. Es hat nicht mehr geschneit und die Nebenstraßen erfreuen sich einer geschlossenen Schneedecke, die mit vereisten Fahrspuren der Autos durchzogen sind und ich entscheide mich mit meinem Winterbike aufzubrechen. Mein Zweitrad verfügt über Cantis, die auch bei diesen Temperaturen funktionieren und hat wenig Federweg, den man bei diesem Wetter aber eh nicht so sehr braucht. Aber es geht ja auch nicht um die technische Ausstattung des Bikes, sondern einfach nur ums Biken.</p>
<p>Ich kurbele also los, vorbei an meinen Nachbarn und anderen Menschen, die mich  kopfschüttelnd dabei beobachten, wie ich in den Eisrinnen der Pkw-Spuren versuche meine ständig durchdrehenden, wegrutschenden und zu allen Seiten ausbrechenden Laufräder im Zaum zu halten.</p>
<p>Die ständig in meiner Geschwindigkeit hinter mir tuckelnden Autos nerven, während mir das Salz-Wasser-Gemisch der gestreuten Hauptstraßen ins Gesicht und auf meine UVEX spritzt. Einige Hupen auch und die ungläubigen Blicke der Autofahrer, die mir mit wilden Gesten signalisieren, wie sinnvoll sie meine Idee finden bei diesen Bedingungen zu Biken, während sie ihre Blechhaufen an mir vorbei zwingen, lassen mich im wahrsten Sinne des Wortes kalt.</p>
<p>Noch einige 100m, dann kommt die Auffahrt zu meiner Hausrunde. Weg von den Straßen und weg von den ungläubigen Gesichtern und Zweiflern.  Ich sehe die Anhöhe auf der mein geliebtes Gipfelkreuz steht immer näher auf mich zu kommen. Vorbei die Zeit des Frustes, der Lethargie und der Träumerei. Ich bin wieder da! Und kurz verspüre ich ein winziges Glücksgefühl. Wirklich winzig aber dafür um so intensiver, da ich dieses Gefühl die letzten 6 Wochen überhaupt nicht mehr verspürt habe!</p>
<p>Die letzte asphaltierte Abzweigung nähert sich den Stollen meiner Nobby´s und ein Lächeln zaubert sich wie von selbst in mein Gesicht. Jetzt kommt meine Zeit!</p>
<p>Gerade denke ich mir, dass die Entscheidung richtig war heute zu Biken und alle Widrigkeiten von Mensch und Natur über mich ergehen zu lassen, als just im nächsten Moment mein Vorderrad, welches noch vor wenigen Minuten heldenhaft mit den festgefahrenen Eisrinnen gekämpft hat, in einer unangetasteten 40cm tiefen Schneeschicht stecken bleibt.</p>
<p>Ich traue meinen Augen nicht. Die Feldwege, die mich zu meiner heiß geliebten Hausrunde führen sollen, wurden von keiner Menschenseele berührt. Kein Hundebesitzer hatte seinen vierpfötigen Liebling über diese Wege ausgeführt, so dass noch nicht einmal ein kleiner Trampelpfad zu sehen ist. Ich steige ab und versinke gleich bis unters Knie im Schnee. Das ich nicht umkippe ist alles!</p>
<p>An ein Weiterfahren ist nicht zu denken. Im gleichen Augenblick merke ich, wie mein Kopf heiß und meine Hände wieder schwitzig werden. Die sich in den letzten Tagen wegen des NICHT-BIKEN-KÖNNENS entwickelten Schweißperlen auf meiner Stirn und die Achselnässe, kehren trotz bitterer Kälte in sekundenschnelle zurück.</p>
<p>Es durchströmt mich dieses fast schon vertraute Unwohlsein, während mein Blick in Richtung Gipfelkreuz schweift und mir klar wird, dass sich auch die vielen anderen Feldwege so präsentieren werden, wie dieser der mich nun gestoppt hat.</p>
<p>Meine Tour findet somit ein jähes Ende. Das am Horizont anvisierte Gipfelkreuz fängt an leicht zu verschwimmen, weil ein kleiner Film von Tränenflüssigkeit meine Augen benetzt. Mit geknicktem Haupt kurble ich völlig motivationslos den mühsamen Weg  durch die Eisrinnen und die vom Streusalz nassen Hauptstraßen zurück nach Hause.</p>
<p>Zu Hause angekommen, muss ich zum krönenden Abschluss mein Bike auch noch umständlich mit einem Eimer heißem Wasser putzen, anstatt wie sonst den Wasserschlauch zu nutzen, der aufgrund des Dauerfrostes eingefroren ist.</p>
<p>That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint … nichts ist selbstverständlich und die Entscheidung zu Biken liegt nicht immer in der eigenen Hand. Darum sollte man jede Gelegenheit zum Biken nutzen, denn wer weiß schon wann die nächste kommt!</p>
<p>Ride On!</p>
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		<title>MTB User-Story &#8211; Sommer &amp; Winter / YIN &amp; YANG</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 09:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Bike]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Lust]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Überwindung]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage …
an denen man sich aufs Bike schwingt, um endlich mal wieder bei H E L L I G K E I T seinen Lieblingstrail zu surfen.
Derzeit bin ich leider  von den gewohnten 2-3 Touren a´ rund 50Km pro Woche weit entfernt. Es ist Winter und dieser zeigt sich heuer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage …</p>
<p>an denen man sich aufs Bike schwingt, um endlich mal wieder bei <em><strong>H E L L I G K E I T</strong></em> seinen Lieblingstrail zu surfen.</p>
<p>Derzeit bin ich leider  von den gewohnten 2-3 Touren a´ rund 50Km pro Woche weit entfernt. Es ist Winter und dieser zeigt sich heuer wieder einmal in seiner ganzen Pracht.</p>
<p>Hell wird es erst so ab 8.30Uhr, nachdem man sich längst auf der Arbeit eingefunden hat und heftigst in die Tasten des Computers klopft, während es um ca. 17.00Uhr mit der kurzen Tagesphase schon wieder vorbei ist.</p>
<p>Man fährt also im Dunklen zur Arbeit, beobachtet tagsüber durchs Bürofenster das rege Treiben von Mensch und Natur in einer sonnendurchfluteten Winterlandschaft und beim Packen der Tasche für den Heimweg, ist bereits alles wieder dunkel. Wo ist der Tag hin, fragt man sich &#8211; irgendwie deprimierend!</p>
<p>Im Prinzip ist das alles soweit auch O.K.. Man freut sich über die langen gemütlichen Abende, um einen leckeren Ofenkäse bei einem Glas Rotwein zu genießen. Aber irgendwie fehlt halt doch etwas.</p>
<p>Es fehlt der gewohnte Ritt auf dem Bike nach der Arbeit. Eine gemütliche, vielleicht auch sportliche Runde, alleine oder mit Kumpels, auf seinem Lieblingstrail, um den aufgestauten Frust des Alltags wegzukurbeln, sich auszupowern und den Kopf frei zu bekommen.</p>
<p>Am Anfang steckt man das Ganze noch gut weg, indem man die gemütlichen Abende in jeglicher Hinsicht, auch kulinarisch, genießt. Doch irgendwann ist´s gut. Dann beginnt sich in der Magengegend ein undefinierbares Kribbeln zu entwickeln, was sich anfühlt wie Hunger ohne Appetit zu haben oder Durst ohne trinken zu wollen. Das Gefühl unbedingt Biken zu wollen aber nicht zu können, macht einen fast ohnmächtig. Ich vermute mal, dass es sich hier um den Beginn einer leichten Winterdepression handelt?!</p>
<p>Anstatt zu Biken, versinkt man alltäglich mit sich ansammelnder Flüssigkeit in den Mundwinkeln in den Storys ambitionierter Biker bei deren Ritten auf irgendwelchen Sonneninseln oder studiert Fahrtechniklektionen. Macht man sonst ja auch. Aber man kann halt das Gelesene nicht sofort bei einer Fahrt auf dem Bike ausprobieren, um die Technik umzusetzen und zu verinnerlichen. Es bleibt einem nur die Hoffnung auf bessere Wetterbedingungen und der tägliche Traum von der nächsten Biketour!</p>
<p>Na ja, heute habe ich mir auf jeden Fall vorgenommen zu Biken, egal bei welchen Wetterbedingungen. Schließlich haben wir ja die entsprechenden Klamotten für diese widrigen Bedingungen. Also die Softshell-Jacke übergeworfen, die Helmmütze unter dem selbigen aufgesetzt, Winterhandschuhe und warm wattierte Winterbikeklamotten  übergestreift und wie ein Michelinmännchen in Richtung Lieblingstrail durchstarten.</p>
<p>Es ist Samstag und es ist hell. Zwar eisig kalt, neblig, windig und meilenweit entfernt von meinen sonst so geliebten Feierabendsonnenbiketouren, aber trotzdem entwickelt sich ein Ansatz von Herzrasen. Eine gewisse Aufgeregtheit beim Gedanken daran, gleich die Garage aufzuschließen, dass geputzte und für die nächste Tour vorbereitete Bike vom Montageständer zu hieven und loszufahren. Aufsitzen, das Bike über die Federwege in die Knie zwingen und den Wippeffekt beim Pedalieren durch Umlegen des Hebels am FOX-Dämpfer auf „Pro Pedal“ eliminieren, um Speed aufzunehmen.</p>
<p>Loskurbeln und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen, auch wenn dieser so kalt ist, dass einem die Augen tränen und die Tränen als kleine Eiskristalle am Gesicht festzufrieren drohen. Egal, Hauptsache raus in Richtung Hausrunde.</p>
<p>Die Wege sind teils bretthart und mit Resteis/Restschnee bedeckt. Teilweise haben sich auch kleine eis- und schneefreie Rinnen vom einsetzenden Tauwetter gebildet, die mit Wasser des geschmolzenen Eises durchtränkt sind. Diese sind teils so matschig, dass die Räder regelrecht versinken. Beim Anstieg zur ersten Anhöhe meiner Hausrunde ist es so matschig, dass sich die Laufräder nicht mehr drehen. Ich muss laufen und dabei das gefühlt 30kg schwere Bike mit dem anhaftenden Matsch ca. 300m tragen/schieben. Bis ich soweit oben auf der Anhöhe bin und auf einem kleinen ca. 15cm breiten Grat von Wiese ein bisserl abwärts fahren kann. Nach ca. 8Km bin ich zu diesem Zeitpunkt schon so fertig, wie sonst nach der gesamten 50KmTour.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-277" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/12.-Dezember-11.2010-GH-11.JPG" alt="12. Dezember 11.2010 - GH-1" width="400" height="300" /></p>
<p>Das meiste an Matsch hat sich dann gelöst, so dass man einiger Maßen auf den festen Wegen fahren kann. Die Singeltrails durch die Wälder muss ich aber umfahren oder auslassen, so dass die ganze Tour eher zur Radtour als zur Bikechallenge wird. Auf den Wegen die noch mit Restschnee/Resteis bedeckt sind, muss man vereinzelt in den berühmt berüchtigt gefrorenen Spurrinnen mit äußerst gefühlvoller Trittfrequenz fahren, was mich ab und zu zum Absteigen zwingt. Erste Zweifel entwickeln sich in meinem Kopf, ob Biken bei diesen Wetterverhältnissen heute wirklich die richtige Wahl ist!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-278" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/12.-Dezember-11.2010-GH-51.JPG" alt="12. Dezember 11.2010 - GH-5" width="400" height="300" /></p>
<p>Die ganze Tour mit den ganzen Tiefen und Mühen der Wegbeschaffenheiten und den Höhen der mehr als entschädigenden Ausblicken vom äußerst hart erkämpften Gipfelkreuz, lassen die gesamte Tour rückblickend zu einer Art Kampf werden. Ein Kampf des inneren Gleichgewichtes, bei dem man ständig hin und her abwägt, die Tour triumphierend zu finnischen oder kläglich abzubrechen.</p>
<p style="text-align: center">
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-283" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/GH-Feldweg-Winter.JPG" alt="GH Feldweg Winter" width="400" height="300" /></p>
<p>Jeder der meine Story liest, fasst sich wahrscheinlich an den Kopf, wie man sich freiwillig solche Strapazen antun kann. Von der Zeit der Bikepflege nach der Tour, die nochmals halb so lange wie die Tour selbst dauert, mal ganz abgesehen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-286" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/GH-Winter-0112.JPG" alt="GH-Winter-01" width="400" height="300" /></p>
<p>Aber trotz aller Widrigkeiten war diese winterliche Tour mit all seinen Eindrücken, Herausforderungen und Erlebnissen wieder schön! Die derzeit vermisste innerliche Zufriedenheit stellt sich langsam wieder ein.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-279" src="http://forum.mountainbike-magazin.de/mtb-blog/wp-content/uploads/2010/12/GH-Winter-021.JPG" alt="GH Winter-02" width="400" height="300" /></p>
<p>Man muss halt als Biker auch manchmal richtig leiden! Oder!? Alpenüberquerer und Bike-Challenge-Teilnehmer könne hiervon ein Lied singen!</p>
<p>Na ja, ehrlich gesagt sind mir aber Schönwettertouren definitiv doch lieber!</p>
<p>That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint … Biken um jeden Preis, bedingt eine gesunde Abwägung von Lust und Schmerz, Spaß und Leid, Durchhalten oder Aufgeben – kurz YIN &amp; YANG!</p>
<p>Ride On!</p>
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		<title>MTB User-Story &#8211; Glorreiche Zeiten</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 21:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PietAM</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biker-Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Biken]]></category>
		<category><![CDATA[BMX]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stunt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war einer dieser Tage …
an denen man wirklich mit allem rechnet, aber nicht mit dem Anruf eines Freundes der sich schon ewig nicht mehr gemeldet hat! Ein Freund aus den frühen Zeiten des eigenen Daseins. Der Zeit wo man gerade anfängt auf eigenen Füßen zu stehen und nicht mehr im Kinderwagen hin und her [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einer dieser Tage …</p>
<p>an denen man wirklich mit allem rechnet, aber nicht mit dem Anruf eines Freundes der sich schon ewig nicht mehr gemeldet hat! Ein Freund aus den frühen Zeiten des eigenen Daseins. Der Zeit wo man gerade anfängt auf eigenen Füßen zu stehen und nicht mehr im Kinderwagen hin und her geschaukelt wird. Ein Freund, also wirklich aus den aller ersten Tagen,</p>
<p>„Hallo Piet, hier ist der Tim, was geht ab?“, erklingt eine Stimme am anderen Ende der Leitung. Eine Stimme, für deren Personenzuordnung ich einige Sekunden Zeit brauche, woraus sich eine kurze Gesprächslücke ergibt, so dass die Stimme nochmals mit den Worten ertönt, „Hallo Piet, bist Du noch dran, hier ist der Tim?“.</p>
<p>Es war mein Kumpel Tim, mit dem ich seit dem ich denken kann befreundet bin und quasi meine ganze Jungend verbracht habe. Vom Kindergarten, über die Grundschule bis hin zum Abitur, haben wir den größten Teil unserer Zeit zusammen verbracht. Als Trio, gemeinsam mit Josh, haben wir gemeinsam Drachen steigen lassen, sind mit ferngesteuerten Autos über Felder gejagt und haben damals mit unseren BMX-Rädern die Wurzeln zu unserem jetzt so geliebten Mountainbike-Sport gelegt.</p>
<p>Schon damals haben wir uns mit unseren BMX-Rädern beim Überspringen von Getränkekisten mit Bunny-Hops oder beim Zurücklegen von Wheelies in 100m-Marken überboten, sowie die ersten waghalsigen Sprüngen auf selbst gebauten  Rampen geübt. Rampen aus Schalbrettern und Betonsteinen von nahegelegenen Baustellen, über die wir mit spektakulären Drops gesprungen sind und dabei die Musik von „Colt Sievers“, dem damals in den 80er Jahren, für uns angesagtesten Fernseh-Stuntman-Helden, nachgepfiffen haben. Jeder von uns wollte damals &#8211; wenn wir später einmal „groß“ sind – ein Haus in den Bergen von Kalifornien mit einer Badewanne unter freiem Himmel, sowie einen Allrad-Pick-Up mit mächtigem V8 Motor und großer Ladefläche haben, um die Motocross-Maschinen adäquat zum nächsten Dirttrack zu bewegen. Dazu noch die blonde Schönheit Jody …., aber ich hole zu weit aus!</p>
<p>„Tim, bist Du es wirklich, lebst Du noch?“ „Was treibst Du so?“, antworte ich auf die mir wohl vertraute Stimme.</p>
<p>Tim ist zum studieren nach Australien gegangen und dann, nachdem er ein top Jobangebot bekam und seine große Liebe &#8211; Sophie &#8211; kennen gelernt hat, gleich dort geblieben.</p>
<p>Tim hat sich im Rennradsport in Australien einen Namen gemacht. Mangels adäquaten Berglandschaften, blieb Tim auch nichts anders übrig, als sich einigen Jungs in einem Rennradclub anzuschließen und lokale Bike-Rennen zu bestreiten. Ich habe mit Tim zu Anfangs häufig telefoniert und später dann auch gemailt und dabei fachgesimpelt über diverse Bike-Abenteuer &#8211; On- und Offroad.</p>
<p>Während er sich den Asphalt unter die schmalen Slicks nimmt, habe ich mich voll und ganz dem Mountainbikesport hingegeben. Meine große Leidenschaft gehört dem anspruchsvollen Touren durch atemberaubende Landschaften. Berge, Seen, Wälder und Felder soweit das Auge reicht. Und ich mittendrin.</p>
<p>Was mir aber mit Abstand am aller meisten Spaß macht, ist der spielerische Umgang mit meinem Bike. Bei jeder Gelegenheit versuche ich Wheelies, Manuels, Drops und sonstige fahrerische Finessen in meine Touren einzubinden, um dabei immer besser zu werden. Die Natur so genießen zu können ist befreiend und für mich schlechthin der Sinn des Bikens.</p>
<p>In den letzten Monaten hat sich der Kontakt zu Tim aber leider auf ein Minimum zurück entwickelt, so dass wir eigentlich nur noch zu Geburtstagen und zu Weihnachten in Kontakt standen. Eigentlich schändlich. Umso mehr habe ich mich gefreut, Tim´s Stimme zu hören.</p>
<p>„Ja, ich lebe noch und uns geht es soweit gut“, knüpft Tim an. „Liebe Grüße auch von Sophie“. „Wir haben übrigens eine Überraschung zu verkünden“.</p>
<p>„Überraschung, was für eine Überrauschung?“, antworte ich fragend, wobei mir als erstes in den Sinn kommt, dass die beiden in freudiger Erwartung sind.</p>
<p>Paß auf Onkel Peter, denke ich mir. Bestimmt fragen mich die beiden, ob ich Patenonkel werden will oder so etwas in der Art.</p>
<p>„Ich komme zurück nach Holzhausen. Meine Firma hat hier einen Mitbewerber übernommen, der jetzt zu unserer Deutschlandzentrale umfunktioniert wird. Und ich, ich bin hier der erste Mann am Start. Super Job, gutes Geld und ein von der Firma angebietetes kleines Häuschen für Sophie und mich, gibt´s noch On-Top! Was sagst Du?“.</p>
<p>Verdutzt starre ich kurz auf den Telefonhörer. Ein erstes kleines Glücksgefühl durchströmt mich und ich merke, wie sich dieses Gefühl ausbreitet, während ich in Erinnerungen glorreicher BMX-Zeiten und einer wahrscheinlich sehr actiongeladenen, gemeinsamen Bike-Zukunft schwälge.</p>
<p>Der Gedanke an den Patenonkel, war im gleichen Augenblick verpufft. Wäre zwar auch schön gewesen, aber was jetzt noch nicht ist, kann ja später noch werden!</p>
<p>„Whow, Wahnsinn, dass hört sich ja echt klasse an“, antworte ich spontan. „Wann kommst Du, äh ich meine natürlich Ihr, zurück“, frage ich aufgeregt.</p>
<p>„Das Ganze geht schon in ca. vier Wochen los. Ich muss die ganze Planung hier in Deutschland übernehmen und alles vorbereiten, damit das ganze Team und weitere neue Mitarbeiter, die wir noch rekrutieren müssen, schnellst möglich die Deutschlandzentrale in Gang bringen können.“  „Anfang Juli fliegen wir ein“.</p>
<p>„Mensch Tim, unglaublich“. „Ist ja irre, dann können wir ja endlich wieder gemeinsam auf Tour gehen!“ „Hier gibt es so viel Neues zu berichten, herrliche Tracks, spielerische Singletrails und das in einer Landschaft, so schön wie eh und je und Dir ja bestens vertraut“.</p>
<p>„Vielleicht bringe ich Dich ja dann wieder zum Mountainbiken?“ Wheelies, Jumps über sanfte Hügel und schroffe Felsen, so dass Dir der Atem stockt“. „Fast so wie damals bei unseren Baustellenrampen mit den BMX-Bikes“, schwärme ich ohne Punkt und Komma in euphorischer Erwartung an neue Bike-Abenteuer.</p>
<p>That´s Bike-Life, denn nichts ist so wie es scheint … Ein kurzes Telefonat mit einer vertrauten Stimme und glorreiche Zeiten schreien nach einer Wiederholung!</p>
<p>Ride On!</p>
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