Archiv für die Kategorie Trails

Mountainbiking und Indien? – Was sich so tut auf dem indischen Subkontinent

Geschrieben von SarahIndien am 25. April 2016 | Abgelegt unter Rennen, Trails

Mountainbiking im indischen Himalaya

Mountainbiking im indischen Himalaya

Shimla, einst Teil des nepalesischen Königreiches, später Sommerhauptstadt der Briten und heute Universitätsstadt und Mountainbike-Hochburg! Die Königin der sogenannten indischen Hillstations ist die Haupstadt des Bergstaates Himachal Pradeshs und befindet sich auf 2100 Meter Höhe auf einen Bergkamm im Vorgebirge des Himalayas.

Vor gut 10 Jahren fanden hier allmählich die ersten Mountainbike Rennen statt. Teilnehmer waren enthusiastische Inder aus der näheren Umgebung mit sehr einfachen Mountainbikes. Daraus entwickelte sich mit den Jahren ein immer größerer Sport. Die Mittelschicht in Indien wuchs, die jüngere Generation war mehr und mehr an Abenteuersport interessiert und die Inder machten es sich zum Hobby in immer bessere Mountainbikes zu investieren.

Mountainbiking Rennen in Indien

Mountainbiking Rennen in Indien Foto by Gitesh

Mittlerweile finden Mounatinbike-Rennen in ganz Indien fast jedes Wochenende statt und eine große Mountainbike-Community hat sich entwickelt. Seit zwei Jahren gibt es sogar das erste gesponsorte indische Fahrradteam: Das Hero Action Team, gesponsort von dem indischen Fahrradherrsteller Hero: es besteht aus sechs jungen und sehr talentierten Jungs, die bei den Rennen in Indien immer ganz vorne mit dabei sind.

Das größte Mountainbike Rennen in Indien und auch eines der anspruchsvollsten weltweit (650 km, 15000 Höhenmeter) ist das siebentägige MTB Himalaya Rennen in und um Shimla herum. Im letzten Jahr nahmen neben einigen indischen Mountainbikern, über 40 ausländische Teilnehmer teil und machten aus dem Rennen ein internationales Event! (Mehr dazu hier)

Daneben organisieren die Veranstalter jährlich im April ein kleineres zweitägiges Rennen, dass auch für den „normalen indischen Mounatinbiker“ möglich ist. Einfach um den Mountainbikesport in Indien weiter zufördern.

Ich, zwar kein Inder, doch leidenschaftliche Mountainbikerin und im indischen Himalaya seit mittlerweile fünf Jahren zu Hause, habe natürlich auch teilgenommen!

ich während des Rennens

Ich während des Rennens Foto by Marian Brandriet

Während die männlichen Inder den Mountainbikesport schon ziemlich proffesionell angehen, fehlt es Indien an Mountainbikerinnen. In den letzten Jahren war ich oft die einzige Teilnehmerin und gab mich damit zufrieden, gegen die Männer anzutreten und ein wenig extra Aufmerksamkeit als westliche Frau auf einem Fahrrad zu bekommen. Nun gibt es wenigsten eine Handvoll Frauen, die auch zu Rennen kommen, sodass ich am letzten Wochenende in der Frauenkategorie antreten konnte!

Devender, der Sieger des Rennens und Hero-Action Team Mitglied

Devender, der Sieger des Rennens und Hero-Action Team Mitglied Foto by Gitesh

Mountainbiken und indischer Himalaya passen einfach perfekt zusammen: Die meisten Straßen sind  oft nicht ausgebaute Jeeptracks oder Waldwege, die die kleinen Bergdörfer miteinander verbinden, sich immer höher und durch grüne Nadelwälder schlängeln und mit unvergleichlichen Aussichten belohnen. Oft sind sie steil, werden von Wasserbächen durchkreuzt oder enden in einer Sackgasse. Doch der Fahrspaß ist ungemein, die Bergwelt zauberhaft und lachende Kinder aus den Dörfern begleiten einen oft für einige hundert Meter, bis sie einem winkend nachblicken.

Mountainbiking in Indien

Foto by Gitesh

In so einer Gegend ein Rennen zu fahren, ist natürlich doppelt schön, werden doch die besten Routen zu einem tollen Kurs professionell zusammengefügt!

Das diesjährige zweitägige MTB Shimla Rennen hatte mit über 100 Teilnehmern eine überwältigende Teilnehmerzahl. Nachdem ersten Renntag, einer 60 km langen Route mit einigen schönen Singletrails, gelangten wir in ein tolles Camp mitten in den indischen Bergen. Neben heißen Duschen und weichen Betten, wartete auch leckeres Essen auf uns und wir verbrachten den Abend alle gemeinsam am Lagerfeuer, um uns über den ersten aufregenden Tag auszutauschen.

Abends am Lagerfeuer

Abends am Lagerfeuer Foto by Gitesh

Während der erste Tag ein Mix aus Berg- und Talfahrten war, ging es an Tag zwei für gut 38 km bergauf! Für mich, als leidenschaftliche Kletterin, genau das richtige, doch die armen Flachländer aus Delhi hatten an diesem Tag ganz schön zu kämpfen. Immerhin galt es knapp 2000 Höhenmeter zu überwinden! Das Rennen endete schließlich mit einem grandiosen Blick auf Shimla auf 2600 m – Ein toller Abschluss für ein tolles Rennen!

Ach ja, ich habe übrigens in der Frauenkategorie gewonnen und habe auch versucht es den Männern etwas schwerer zu machen und bin auf Platz 25 gelandet. Gar nicht so schlecht. Bei den Männern war das Hero Action Team auf den ersten drei Plätzen vertreten.

Siegerehrung

Siegerehrung

Indien ist einfach ein tolles Land für abenteuerliche Mountainbiker! Besonders der Himalaya Teil hat soviel zubieten und neben tagelangen Touren über die höchsten Pässe der Welt (Manali Leh Highway oder durch die Täler Spiti und Kinnour), gibt es auch sagenhafte Trails um Manali herum.  Hier sind die Einheimischen  nur allzu bereit einem mit auf „ihre“ Trails zunehmen, die wirklich sagenhaft sind!

Auf dem höchsten befahrbaren Pass der Welt: 5600 Meter Kardung La

Auf dem höchsten befahrbaren Pass der Welt: 5600 Meter Kardung La

Zwar sind sie im eigentlichen Sinne für die Menschen gedacht, die auf diese Wege nutzen um Holz, Graß für die Tiere oder wilde Pilze zu sammeln und deren Kühe, doch das macht das Mountainbiken in Indien eben aus! Die Aussichten sind grandios, die Pfade immer überraschend und die Kinder aus den Dörfern einfach goldig, wie sie einem lachend begleiten und den Weg weisen!

Trails im Kullu Tal

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Über die Stubenthalalpe zur Bärenmoosalpe

Geschrieben von bbbaschtl am 6. Oktober 2010 | Abgelegt unter Trails, Training/Fitness

Beim outdooractive-Portal habe ich eine interessant klingende Tour in den Ostallgäuer Alpen gefunden, wo ich sonst nicht so oft hinkomme. In gut einer Stunde war ich zum Startpunkt in Oy angerollt und lies mich diesmal vom Garmin Edge 705 über den heruntergeladenen gpx-Track navigieren.

Grüntensee

Zuerst ging es am Grüntensee vorbei und dann auf das Mautsträsslein zur Haslachalpe. Kurz danach wird der Weg zur Forststrasse, die sich mit wechselnden Steigungungen im Wald hinauf zur Stubenthalalpe (1.284m) windet. Kurz zuvor gilt es einen halbseitig gesicherten Schluchtensteg und ein paar Schiebemeter bergauf zu überwinden.

Schluchtensteg

Im anschließenden Abfahrtsrausch Richtung Jungholz habe ich prompt die Abzweigung nach links auf einen kleinen Waldpfad übersehen. Zur Strafe ging es wieder 50 Höhenmeter zurück. Der Garmin ist in solchen Situationen aber auch einfach zu träge. Bis er die aktuelle Position auf der Karte anzeigt ist man bergab schon 100 Meter weiter…
Die Abfahrt ins Vilstal ist grandios: beste Forststrasse in freiem Gelände mit tollen Ausblicken. Am Ende des Vilstals beginnte eine lange, aber gut zu fahrende Forststrassenauffahrt zum sog. Himmelreich und weiter zur inmitten eines Wiesenplateu gelegenen Bärenmoosalpe (1.260m).

Bärenmoosalpe

Der gpx-Track führte unterhalb der Alpe in eine Abzweigung Richtung Fallmühle, an der mir schon bei der Auffahrt der Hinweis “MTB Schiebestrecke” aufgefallen war. Geschoben habe ich dann zwar nicht, aber für einen Hardtailfahrer gibt es sicher Schöneres, als mehrere hundert Meter im Schrittempo über loses Geröll bergab zu holpern. Ungeübte oder ängstliche Naturen werden dieses Hinweisschild wohl ernst nehmen müssen.

Schotterpiste

Irgendwann war die Bremserei dann vorbei und es ging auf einem Waldweg nach Pfronten-Steinach und über diverse schöne Weglein, Pfade und Nebenstrassen um Pfronten herum nach Nesselwang und über Maria Rain zurück zum Ausgangspunkt.
Die Navigation mit dem Garmin hat an sich ganz gut funktioniert (solange man nicht zu schnell fährt ;-) ). Störend ist der Umstand, dass während der Abbiegehinweis-Anzeige  die aktuelle Position nicht weiterläuft und die Kartenanzeige danach immmer auf dem Maßstab “200m” zurückspringt, obwohl ich vorher meistens den brauchbareren “80m” Maßstab eingestellt hatte. Deswegen hab ich mich auch einige Male ein paar Meter verfahren, blieb aber mit 3:04h noch unter der angegebenen Fahrzeit von 3:30h. Insgesamt waren es heute 4:52h, 92km 1.804hm (Video im eigenen Blog).

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Über den Hauchenberg

Geschrieben von bbbaschtl am 19. Juli 2010 | Abgelegt unter Trails, Training/Fitness

Der Hauchenberg ist ein Höhenzug zwischen Weitnau und Missen auf dem ein fast durchgehend fahrbarer Trail verläuft. Nach der Anfahrt über Hellengerst und den Stoffelberg begann die eigentliche Auffahrt  über Diepolz, vorbei an einem der bekanntesten Allgäuer Ausflugsziele, dem Bergbauernmuseum. Nach einem  Asphaltsträsschen mit einem “21% Steigung” Warnschild zieht sich der Weg bald auf einem wurzeligem und steinigem Wanderpfad mit zwei kurzen Schiebepassagen gerade hoch zum Bergrücken. Dort geht es auf einem schmalen und fast ebenem Wald- und Wiesentrail  zum Alpkönigblick (1.237m).

Alpkoenigblick

Von diesem 2007 aus 35 heimischen Weißtannen erbaute Aussichtsturm hat man einen phantastischen Rundblick vom Bodensse über den Säntis bis zur Zugspitze. 100m unterhalb des Turms liegt die von Mai bis Oktober jeweils am Samstag, Sonntag und an Feiertagen geöffnete Klings Hütte. Auf der Weiterfahrt Richtung Missen-Wilhams muss man – abgesehen von knapp zwei Dutzend Viehdrehgattern – als Normalbiker spätestens in der sogenanten Räuberhöhe nochmal vom Rad und ein paar Höhenmeter bergab über groben Stock und Stein schieben. Am Ende des Höhenwegs trifft man auf einen Forstweg, der hinunter Wilhams führt, sofern nicht wieder einmal ein Bergrutsch die Strasse blockiert:

Bergrutsch oberhalb Wilhams

Keine Sorge, ich konnte noch rechtzeitig abspringen. ;-) Die Strassensperre lies sich auf einem Karrenweg umfahren und über den Carl-Hirnbeinweg, einem Themen-Wanderweg mit 68 Stationen, ging es weiter nach Weitnau und von dort auf der alten Bahntrasse zurück nach Hause. 2:55h 53km 1.189hm (Video im eigenen Blog)

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Rund um den Prodel

Geschrieben von bbbaschtl am 3. Juli 2010 | Abgelegt unter Trails, Training/Fitness

Der Prodel ist ein Höhenzug südlich des Alpsees bei Immenstadt. Es gibt eine Reihe von Mountainbike-Touren im Uhrzeigersinn um ihn herum, aber die meisten verlaufen auf dem Rückweg im Tal. Es gibt aber auch eine nordseitige Hangbefahrung:

Steigbachtal

Los ging es (nach einem kleinen Umweg über Gunzesried) am Beginn des Steigbachtals in Immenstadt. Das asphaltierte Strässchen steigt gleich kräftig an (Garmin: 28%) und auch auf den nächsten 5 Kilometern kommt man immer wieder an Rampen jenseits der 20% ins Schwitzen, obwohl die Auffahrt fast durchgehend im Wald liegt. Nach ca. 600 Höhenmetern zweigt ein mit Brettern ausgelegter Wiesenpfad zur Sennalpe Mittelberg hinüber ab.

Sennalpe Mittelberg

Eine lange Abfahrt durchs Weißachtal zuerst auf Schotter, dann auf Teer führt zur Talstation der Hochgrat Bahn. Dort zweigt rechts ein schmaler Kiesweg über die Weißach ab, der später sehr steil und schotterig zur Spitzleralpe hinaufführt. Nach der Haspelalpe kommt man zu einem Wegedreieck, wo es links Richtung Buchenegg geht: die Standard Prodel-Umrundung. Rechts geht es auf einem neuen Wanderweg durch den Wald steil und gerade noch fahrbar (Garmin: 31%) hinauf zur Moosalpe. Dort fand sich auch der im Steigbachtal verloren gegangene Handyempfang wieder ein…

Moosalpe

An der Moosalpe sah ich dann für die nächste Stunde die letzten zweibeinigen Lebewesen. Auf den einsamen und freiliegenden Wiesenpfaden und Karrenwegen über Kuhschwandalpe, Leutenschwandalpe, Schwingundalpe und Rauhgundalpe war ich mit Kühen, Ziegen und Pferden herrlich allein.

Kuhschwandalpe

An der Unteren Kalle Alp trifft man auf den asphaltierten Fahrweg zur Bärenfalle, der an dem Allgäu Coaster – Deutschlands längster Rodelbahn – entlang mit vielen Kehren in rauschender Fahrt bergab zur Talstation der Alpsee Bergwelt führt. Ausgebremst wird man nur durch einige Viehgatter und am Wochentag  zum Glück nur spärlich vorhandenen Wandersleuten. Nach Überquerung der B308 geht es auf der gegenüberliegenden Talseite zunächst auf geteertem Mautsträsschen und dann über Karrenwege und Wiesenpfade mit mäßiger Steigung hinauf zur Pfarralpe.

Siedelalpe

Der Höhenweg hinüber zur Siedelalpe ist einer meiner Lieblingstrails: flott zu fahren, schmal und ohne Schiebestellen. Dort angekommen war es schon nach 13.00 Uhr und ab dann gibt es leckeren selbstgebackenen Kuchen, heute ein pfundschwerer Käsekuchenquader.  So gestärkt ging es über den Waldweg-Downhill nach Zaumberg und auf direktem Weg wieder nach Hause.
6:01h 100km 2.240hm (Video im eigenen Blog)

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Von Gunzesried über die Hörnerkette nach Rohrmoos

Geschrieben von bbbaschtl am 28. Juni 2010 | Abgelegt unter Trails, Training/Fitness

Das strahlende Sommerwetter lud am Sonntag zu einer Nord-Süd Befahrung der Hörnerkette ein. Nach 25km Einrollen wartete hinter Ettensberg die erste knackige Steigung, aber es kam noch viel dicker…

Ettensberg

Nach ein paar Kilometern durchs Gunzesrieder Tal ging es links weg ins stille Ostertal:

Im Ostertal

Unscheinbar zweigt im hinteren Tal ein Asphaltsträsschen (Achtung Betretungsverbot  vom 1.11. bis 15.5.)   Richtung Rangiswanger Horn ab, das sich über 300 Höhenmeter meist mäßig steil bis zur Mitteralpe hoch schraubt.

An der Mitter Alpe

Hinter der Alpe endet der Asphalt und es geht auf und ab bis zur Oberalpe.  Ab dort wird der Karrenweg immer steiniger und steiler, bis ich in einem Waldstück vom Rad musste. In diesem Moment zeigte der Steigungsmesser des Garmin Edge 705 sage und schreibe 30% an!  Nach kurzer Schiebepassage ging es weiter Richtung Rangiswanger Alpe. Dort traf ich einen schweizer Biker, der am zweiten Tag seiner 10-Tagestour ins Vinschgau heute vom Staufner Haus gestartet war, nach Pfronten wollte und sehr angetan von vielen “Mögglichkeiten” des Allgäus war.

Rangiswanger Horn Grat

Am Rangiswanger Grat fuhr der Eidgenosse Richtung Sigiswang ab und ich auf einem Höhenweg rüber zum Weiherkopf (1.665m), den ich vom Skifahren ganz gut kenne. Von oben sieht der letzte Anstieg zur Bergstation gar nicht so steil aus, aber der Garmin zeigte respektable 26%. Diesmal blieb ich im Sattel, aber auch nur weil der Wanderweg schön griffig ist.

Am Weiherkopf

Dank der nahegelegenen Bergstation der Hörnerbahn tummelte sich um den Weiherkopf und auf dem Aspaltsträsschen zum Berghaus Schwaben diverses Fussvolk. Also schnell weiter auf  dem bis auf die letzten 100m durchgehend fahrbarem Wanderweg zum Riedberger Horn Grat:

Riedberger Horn Grat

Von dort führt ein gesplitteter Weg hinunter ins Skiparadies Grasgehren. Nach einem kurzen Stück auf der Riedbergpassstrasse zweigt links ein Karrenweg zur Schönbergalpe unterhalb des Schafskopfs ab.

Bei der Schönberg Alpe

An der Westseite führt zunächst ein Wiesenpfad und dann ein auch für mich komplett fahrbarer handtuchschmaler, schottriger Wanderweg  mit einigen Spitzkehren um den Berg bis zur Dinjörgen Alpe.

Dinjoergen Alpe

Auf dem Teerstück nach der Alpe fuhr ich auf einen nur mit einer Trägerhose bekleideten Fully-Fahrer auf, der nicht ganz austrainiert war und was deshalb optisch nicht sehr vorteilhaft wirkte. Nach einem Gatter beugte er sich zu seinem Hinterrad hinunter und murmelte etwas von “Ich muss mal nach meiner Gangschaltung schauen”. Erst dachte ich, er scheut den Vergleich auf dem berüchtigten Trail nach Rohrmoos hinunter, aber später war ich froh, dass er nicht sah, wie ich den größten Teil des steinigen, steilen und stufendurchsetzten Trails hinunterschob… Ab Rohrmoos war dann lockeres Heimrollen angesagt.  5:34h 100km 1.991hm (Video im eigenen Blog)

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Auf den Bärenkopf und rund ums Ofterschwanger Horn

Geschrieben von bbbaschtl am 6. Juni 2010 | Abgelegt unter Trails, Training/Fitness

Nach wochenlangem Dauerregen stand heute am zweiten Sommertag des Jahres die erste “richtige” MTB-Tour an. Umweltschonend rollte ich auf der kaum befahrenen alten B19 nach Immenstadt an. Am dortigen Friedhof beginnt die asphaltierte Auffahrt auf den Mittag, angeblich so benannt, weil er die Stadt mittags in den Schatten taucht. Zum Glück liegt die Auffahrt bis zur Mittelstation der Mittagbahn im Wald, denn die Steigungsanzeige des Garmin Edge 705 kletterte immer wieder auf bis zu 25% und es war nicht einfach, schneller als die Fußgänger zu fahren.

An der Mittagbahn Mittelstation

Von der Mittel- bis zur Bergstation auf 1450m ist dann nicht mehr so steil und man hat einen tollen Ausblick auf des Illertal und die Voralpen. Von der Bergstation führt ein fester Wanderweg hinüber zum 1476m hohen Bärenkopf, wo angeblich der letzte Bär im Allgäu erlegt wurde.

Bärenkopf

Als ich von dort auf dem südwestlichen Wanderpfad  weiterfahren wollte, kam ein Biker hochgekurbelt, der sich als Freerider Martin vom Biketreff entpuppte. Gemeinsam fuhren wir über die Vordere Krumbachalpe auf einem steilen, kurvigen und welligem Asphaltsträsschen in Richtung Gunzesried.

Nach der Vorderen Krumbach Alp

Plötzlich hielt er an und zeigte auf einen Pfadabzweig. “Kennste den Weg? Bin ich grad hoch, ein bisschen steinig, aber flüssig zu fahren.”.  Die Neugierde auf einen unbekannten Weg überwog gegenüber der Skepsis, inwieweit man als Normalbiker der Beschreibeung eines Teilnehmer beim diesjährigen Specialized-Enduro-Ride am Gardasee vertrauen kann. Und anfangs sah der Weg auch recht vielversprechend aus:

Einstieg in den Hohlweg nach Gunzesried

Bald war für mich dann aber Schluss mit Fahren. Der enge, steile, schmierige und geröllübersäte Hohlweg war schon zu Fuss eine Herausforderung.

Im Hohlweg nach Gunzesried

Nach ein paar Minuten Gestolpere kam ich dann aber doch heil am Ortsrand von Gunzesried an. Martin musste heim zum Mittagessen und ich fuhr noch eine Schleife über das Ostertal, vorbei an der Geißrückenalpe und dann rechts hoch in Richtung Ofterschwanger Horn. Am Ende des Forstwegs war 10 Minuten Bergauf-Schieben auf einem regendurchtränkten Wiesenpfad angesagt, wo ich vor 2 Jahren bergab mal bis zur Gabelkrone und unvorbereitet in ein Schlammloch eingetaucht war…

Bei der Fahnengehrenalpe

Nach einer Umrundung des Ofterschwanger Horns, vorbei an der Fahnengehrenalpe und slalomfahrend zwischen allerhand vom Weltcup-Express Sessellift hochgespültem Fussvolk ging es auf einer beschilderten Roller-Downhillstrecke hinunter nach Ofterschwang.

Roller-Downhillstrecke

Die gefederten Roller kann man an der Talstation des Weltcup-Express ausleihen. Allerdings zeugen diverse Geradeaus-Bremsspuren vor einigen scharfen Kurven der mitunter recht steilen und schotterigen Abfahrt davon, dass dieses Vergnügen nicht ganz ungefährlich ist… 4:33h 77km 1.645hm

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Am Sonneck Grat

Geschrieben von bbbaschtl am 9. April 2010 | Abgelegt unter Trails, Training/Fitness

Ein weiterer sonniger Tag im Allgäu lies mich heute mal wieder das MTB satteln. Über Mariaberg und Buchenberg und der alten Bahntrasse ging es nach Rechtis. Dort beginnt ein langer Trail hinauf zum Sonneck Grat. Eigentlich hatte ich die Befürchtung, dass ich wegen Schnee und Matsch nicht weit kommen würde, aber dem war nicht so. Der Weg präsentierte sich zunächst sommerlich.

Beginn Sonneck-Trail

Zwischendurch hatten allerdings die Herrschaften mit den Kettensägen für Unordnung gesorgt.

Rumfuhrwerken und nichts aufräumen

Gegen Ende gab es dann doch noch ein paar Schneeflecken und ein paar Meter Schiebepassagen.

Schneeflecken am Sonneck Grat

Weder am Grat noch auf dem Trail, der ein Teil des Münchner Jakobswegs ist, war ein Pilger, ein Wanderer oder sonst eine Menschenseele zu sehen.

Am Sonneck Grat (1050m)

Die gedacht lockere Heimfahrt auf der Bahntrasse gestaltete sich unerwartet schwierig: Schneefelder im Buchenberger Wald, die sich sehr schnell als unfahrbar erwiesen.

Schneefelder auf der Bahntrasse

Zur Entschädigung für die nassen Füsse durch die Schneewanderungen noch kurz auf den Blender.

Blender Höhenweg

3:45h 57km 1.394hm

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Hometrails – was geht schon?

Geschrieben von bbbaschtl am 26. März 2010 | Abgelegt unter Trails, Training/Fitness

Vor 10 Tagen war hier noch alles weiß, doch die Sonne und die zweistelligen Temperaturen der letzten Tage haben dem Schnee den Garaus gemacht. Höchste Zeit die Hometrails zu inspizieren. Erfreulicherweise war der Mariaberg heute morgen bis auf wenige schattige Stellen vollständig schneefrei und größtenteils trocken.

Schiebepassage am Blender

Bei der Auffahrt zum höher gelegenen Blender musste ich dann allerdings zweimal auf angetauten Schneeflecken absteigen und ein paar Meter schieben, was aber immer noch besser war als die Matschpassagen vor dem Dürren Bichl. Wegen ein paar hundert Metern Fahrtstrecke wollte ich mein Bike nicht einsauen und fuhr dort im Grenzbereich zwischen Schritttempo und Steckenbleiben. Zum Glück unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Schneemauer am Dürren Bichl

Auf dem Weg zum Schmidsreutter Windrad türmte sich dann eine imposante ca. 3 Meter hohe Mauer aus Schneeverwehungen neben mir auf, die dann aber leider auch bald den Weg selbst erreichte. Also wieder absteigen und schieben. Als Entschädigung gab es dann zum Schluss noch den freien und trockenen Kreuzwegtrail. :-)   2:30h 34km 894hm

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Neu: User-Blogs bei MountainBIKE

Geschrieben von Admin am 19. Januar 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Neuheiten, Profi-Szene, Reise, Rennen, Technik, Trails, Training/Fitness

Nur Mut: Losbloggen und bei MountainBIKE viele Leser finden!

Nur Mut: Losbloggen und bei MountainBIKE viele Leser finden!

Liebe Nutzer und Leser von MountainBIKE,

herzlich willkommen beim neuen MountainBIKE User-Blog!

Hier können registrierte Nutzer als Teil der MountainBIKE-Community über alle Themen rund um ihre Leidenschaft fürs Biken bloggen – unter dem Dach des MountainBIKE Magazins und natürlich gratis. Sie nutzen dabei WordPress – eins der ausgefeiltesten Blog-Systeme.

Warum hier bloggen? Klar, Sie können auch zu einem der vielen Gratis-Blogger-Dienste gehen. Aber wo sind Ihre Leser? Hier. Bei uns. Bei MountainBIKE erzählen Sie Ihre Geschichten genau den Menschen, die Sie sich als Leser wünschen – passionierte Biker.

Worüber soll ich schreiben? Über alles, was Sie rund um Ihr Leben mit dem MTB beschäftigt. Es gibt viele Themen vom Ärger über die unlösbar eingerostete Schraube über eine schöne Runde auf Ihrem Lieblingstrail bis zu Szene-Gerüchten und Geschichten über Ihren Traumurlaub mit dem Bike. Und wie läuft’s mit Ihren guten Trainingsvorsätzen?

Wie werde ich Blogger? Ganz einfach!

  1. Zunächst müssen im MountainBIKE-Forum als Nutzer registriert sein (hier können Sie sich registrieren).
  2. Wenn das der Fall ist, können Sie mir eine E-Mail schreiben an: msteinheil (at) motorpresse.de. Dann schalte ich Sie als Blogger frei. Klar: Mit der Registrierung im Forum verpflichten Sie sich darauf, die Forums-Regeln einzuhalten – und die gelten auch hier im Blog (siehe unten).
  3. Wenn ich Sie freigeschaltet habe, gehen Sie einfach hier im Blog rechts oben auf  “Anmelden”. Dort gelangen Sie zur Anmeldung für die Autoren-Oberfläche, wo Sie Ihre Beiträge schreiben, speichern und veröffentlichen können.

Viel Spaß wünscht

Mario Steinheil

www.outdoorchannel.de

Redaktionsleiter

Den ganzen Beitrag lesen »

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