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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 10.09.2007
Beiträge: 2
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Hallo Forum,
vor anderthalb Jahren habe ich mich zum Kauf eines neuen, zeitgemäßen MTB entschieden - das geschah im Rahmen meines mehrjährigen "ich mache jetzt wieder Sport"-Programm. Die letzte Saison hab ich also damit verbracht, mich mit der Geometrie und dem Sportgerät an sich vertraut zu machen und hab hauptsächlich versucht, Kondition aufzubauen. So sollte das dieses Jahr auch weitergehen, ich hatte vor, mir ein paar Leute zum regelmäßig Fahren zu suchen, da ich mich letzten Herbst durchaus zu "mehr" in der Lage fand. Im Februar diesen Jahres kam dann der schlimmste Hammer meines bisherigen (sportlichen) Lebens: Beim Skifahren hatte ich einen fiesen Sturz, der mir einen Totalriss des vorderen Kreuzbandes, den Abriss des Innenbandes und einen angerissenen Miniskus einbrachte. Die OP haben die Österreicher gleich am nächsten Tag gemacht und sehr gut hinbekommen: Innenband wurde angeschraubt, Miniskus geneedlet, aber das Kreuzband mußte durch eine Plastik ersetzt werden. 23 Jahre fahr ich Ski, gut wie ich meine, und noch nie ist was passiert. Gemäß österreichischem Hauruck-Reha-Plan hab ich keine Zeit verloren, um den traurigen Rest meines Beines wieder fit zu machen. Hab viel mit Gewichten trainiert, 2.5 kg am Bein wieder aufgebaut, aber es hat sehr sehr lange gedauert bis heute, wo ich nach etwas mehr als 6 Monaten sage, ich merk im Alltag kaum noch was, wenn man mal vom schnell gehen und Treppe runter absieht. Da ich immernoch nicht joggen kann (trau mich auch vielleicht nicht), hab ich mittlerweile 400km auf dem MTB zurückgelegt, ganz einfach, weil ich einen Bürojob habe und ich merkte, daß mir viel Bewegung ganz besonders gut tut. Das ging am Anfang zwar gar nicht, ich kam die leichtesten Steigungen nicht hoch. Jetzt aber fahr ich meine "Afterwork-Runde" nur noch 2-4 km/h langsamer als letzes Jahr. Man könnte sagen "ich bin recht zufrieden". Aber: viel Berg geht noch immer nicht, und wenn, dann hab ich am nächsten Tag die Quittung. Wie oben schon geschrieben, hat mein Quadrizeps wieder durchaus Format, ich laß auch schächere Fahrer stehen, allerdings auf der Beinmaschine hebt das gesunde Bein 25kg, das operierte nur 10. Will sagen, es geht einfach nicht mehr wirklich forwärts, und so habe ich Angst, daß ich mein neues, liebes Hobby nicht mehr in Richtung leichte Transalp ausbauen können werde. Ein anderer Punkt ist der Kopf. Fahren mit Cleats ging am Anfang gar nicht, mir ist ganz anders geworden bei dem Gedanken, mir nur ein bißchen das Knie verdrehen zu können. Ich hab dann doch wieder mit angefangen, aber das Rausdrehen, besonders in bereits weniger brenzligen Situationen ist mir schon ein Horror. Davon, beherzt knackige Trails zu fahren, brauch ich gar nicht anfangen, die latente Angst vor einem Sturz mit weitreichenden Folgen ist immer da. Lange Rede, kurze Fragen: Was gibt es hier für Erfahrungen mit Kreuzband und Co? Wie lange hat es bei Euch gedauert, bis Ihr wieder voll dabei ward? Was ist für mich richtiges und sinnvolles Training? -Oder auch: Bin ich zu ungeduldig? |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.10.2006
Ort: Batzenhäusle
Bike: Scott Scale 20, Scott CR1, Scott Speedster, Peugeot Cosmic, Peugeot PA-10
Beiträge: 539
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Bin zwar kein Arzt, aber ich würde pauschal mal vorschlagen: Steigungen erstmal ganz sein lassen und dafür Langstrecke mit leichtem Gang, sprich GA 1 Training. Durch die niedere Belastung für die Muskulatur mit wenig Zug- und Druckkräften schonst Du Deinen Beinapparat und baust trotzdem "Grundmuskeln" auf.
Genaueres kann Dir nur ein Arzt sagen der für sowas spezialisiert ist. Was sagt denn der Onkel Doctor? Gute Besserung ![]()
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carbonio naturale - sonst nix! |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 02.08.2007
Ort: Am Chiemsee
Bike: 2 x Cube
Beiträge: 137
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Hallo Hessebub,
ich möchte dein Engagement nicht bremsen, aber du erwartest zu viel in einer kurzen Zeit. Habe etwas mehr Geduld und ganz wichtig Ausdauer. Du mußt die Sache in etwas kleineren Schritten und langfristger angehen. Du wirst sehen, es geht noch vieles mehr. Ich habe selber einen Bandscheibenvorfall gehabt und wurde operiert. Auch ich war zu Ungeduldig und hatte zu früh wieder Angefangen(Arbeit) und habe dafür die Rechnung bekommen und an der selben stelle wieder den gleichen Vorfall geholt. Habe mich aber nicht mehr Operieren lassen sondern bin in eine hervorragende Rehamaßnahme gegangen. Seit diesem Tage habe ich die Lust am Radfahren bekommen, zwar erst 2 Jahre auf dem Ergometer (sportmäßigesgerät von Daum). Bin dann auf ein Mountainbike umgestiegen zu erst probeweise auf ein Hardtail von meinem Freund und dann später auf ein Fully. Die Ärzte verstehen meinme Röntgenbilder nicht wenn sie mich auf dem Berg sehen. Ich habe nahe zu keine Probleme mehr, außer bei schnellen Kälte und Schneeankündigungen. Ich fühle mich puddelwohl und bin Heuer ca. 1000 km und 30.000 Hm geradelt. Noch ein Beispiel: Mein Schwager hat sich vor 3 Jahren beinahe das Genick gebrochen und dazu noch mehrere Banscheibenvorfälle eingeholt. Die Ärzte haben gesagt wenn er nochmal einen solchen Sturz zuzieht sitzt er für immer im Rollstuhl oder in der Kiste. Er hat die selbe Sache wie ich durchgezogen jerdoch gleich etwas gezielter. Hewute funktioniert sein Gleichgewichtssinn so guht das er ohne größere Probleme mitfahren kann, bzw. er fährt mir bergauf sogar davon, nur runter fährt er ganz vorsichtig, wegen Rollstuhl und so. Ich weiß nicht mit welchen Maßstäben du so trainierst. Darf ich dir einen Rat geben, trainiere einfach mal 2-3 Monate mit Pulsmesser nur im Ga1 bereich (sprich 60% m.Hf) von 30 Min - 1-2 h, wenn es geht 3 mal die Woche. in 3 Monaten geht schon viel mehr. Und das mit der Muskelmaße, das dauert etwas länger. Mach mal 2 - 3 Jahre weiter dann sehen wir uns vielleicht auf einem Berg. Habe Geduld, Gruß Kalewirsch |
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#4 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 10.09.2007
Beiträge: 2
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Danke an Euch beide und meine Entschuldigung, daß ich nicht eher zum Antworten gekommen bin.
Ich weiß, daß die Geduld unter anderem bei mir mit das größte Problem ist. Ich kann nicht mit dem Gedanken arbeiten, daß mein Bein nie wieder so funktionieren wird wie vor dem Unfall. Aber es wird besser. Besser, je konzentrierter ich trainiere. Das habe ich nun gelernt: Gehe ich nur auf Kraft und Frequenz, tut mir nach einer Woche das Knie nur noch weh. Mach ich nur einmal pro Woche Krafttraining auf der Maschine und dafür jede Übung sauber, geht alles gut und es tut sich was. Neulich bin ich sogar meine große Siebengebirgsrunde wieder gefahren, da stehen 4km Anstieg vom Rhein auf 430m zu Beginn an, die ich locker geschafft habe. Es "fluppt" halt einfach noch nicht wieder richtig. Andererseits war kürzlich eine herbe Enttäuschung, als ich im Hotelpool mal ein paar Bahnen schwimmen wollte: Es zog arg im Knie bei jedem Beinschlag! Kannte ich gar nicht mehr, dieses Ziehen, denn "im Trockenen" ist dieses Gefühl bei der Bewegung schon Monate her. Sollte ich jetzt in der dunklen Jahreszeit lieber mehr schwimmen gehen? Übrigens, zum Thema "was sagt denn der Onkel Doktor?": Der sagt -wie so viele- gar nichts außer "haben Sie Geduld, das kann noch Jahre lang weh tun" oder auch "trainieren Sie, so wie Sie merken, daß Sie es können, aber nicht über den Schmerzpunkt hinaus" -- kann man doch echt vergessen sowas! |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.12.2002
Ort: Minskregion / Belarus
Bike: Ein Gebirgsfahrrad und ein Rennrad
Beiträge: 6.829
Bilder: 8
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Tach auch,
mal am Rande: Das Kniegelenk ist das komplizierteste Gelenk im Körper. Da erwartest Du doch sicher keine medizinisch perfekte Diagnose von uns Ein Bekannter hatte mit den Kreuzbändern Probleme und mußte operiert werden. Wie lange das gedauert hat? Ach, soll ich Dir jetzt die Hoffnung nehmen? Ich glaube, daß Du trotz des Unfalls schon einiges erreicht hast. Wenn Du mehr willst, solltest Du Dich vielleicht in professionelle Trainingsberatung begeben. Viele Krankenhäuser bieten mittlerweie ihre Dienste auch privat an. So bekommt man Trainingspläne, Leistungsdiagnostik und Ernährungsberatung ect. - und das aus Erster Hand. Vielleicht schaust Du Dich auch mal beim Zentrum für Leistungsdiagnostik der Sporthochschule Köln um, die in Sachen Radsport sehr kompetent sind. Mit einem entsprechenden Plan kannst Du Deine Ziele recht effektiv erreichen, ohne dabei Kollateralschäden für lädierte Gelenke zu riskieren... Gruß Yeti |
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