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Alt 14.04.2006, 19:25   #1 (permalink)
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Standard Probleme am Berg...

Hallo zusammen,

hab' heute eine nette neue Strecke im Wald entdeckt, die aber ein paar Probleme mit sich gebracht hat. Eine Anmerkung vorweg: hab' die Strecke bergauf entdeckt, bietet sich allerdings in Anbetracht der Geländeneigung eher bergab an...

Wie dem auch sei, hatte ich mit folgenden Widrigkeiten zu kämpfen:

1. es war eine Mischung aus Laub, Matsch, Moos, Wurzeln und Steinen und mir hat sich in einer Tour das Hinterrad durchgedreht. Bringt mir eine Veränderung des Luftdrucks was oder liegt's eher an Reifenprofil/Gummimischung (Schwalbe Black Jack in 2,25)???

2. stellenweise hat die Steigung nochmal ein bisschen mehr angezogen und ich hab' das Vorderrad nicht mehr am Boden halten können. Lässt sich das durch Änderung des Luftdrucks in der Gabel beheben oder wäre ich mit 'ner "absenkbaren" Gabel besser bedient?! Oder war mein Fehler, dass ich "im Sitzen" gefahren bin???

3. beim soundsovielten Abheben des Vorderrads hat's mich - als bekennenden "Gleichgewichtslegastheniker" - fast vom Rad gehauen und ich konnte gerade noch so abspringen bevor ich in den Büschen gelandet wäre... Dussligerweise bin ich durch die Mischung aus Neigung und glitschigem Untergrund nicht mehr vernünftig auf's Bike gekommen und musste die letzten Meter schieben... *schäm* Gibt's Tipps und Tricks zum Anfahren am Berg?! Beim RR konnte ich das - dadurch dass man halt auf der Strasse fährt - immer ganz nett lösen, indem ich einfach parallel zum Berg angefahren bin, falls es mal nötig war. Jetzt rächt sich das aber leider...

Noch eine "formelle" Anmerkung: ja, ich hab' erstmal die Suchfunktion bemüht!!! Aber leider nichts passendes gefunden...

Danke schonmal für Eure Hilfe - und verweist mich nicht gleich wegen Unfähigkeit...
missmarple ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2006, 19:45   #2 (permalink)
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also berganfahren ist schon so ne sache wenn man keinen platz hat, sagst ja selbst auf der strasse ists ja kein problem da man ua. auch viel platz hat und auch die erheblichen störfaktoren am berg wie matsch, laub, wurzeln, steine - u nd das ganze noch nass/feucht
denke da kommt keiner richtig wieder in schwung
absenkbare gabel hilft wohl was bei der sache, wenn man sie vorher abgesenkt hat
mit dem reifenluftdruck muss man nen kompromis finden zwischen matsch und normalen boden. im matsch braucht man mehr luftdruck und auf normalen weniger, auf stein fahr ich auch mit weniger luftdruck als im matsch
wenn allerdings alle möglichkeiten der erschwernis (matsch laub, feuchte wurzeln, nasse steine) zusammenkommen, hilft wohl manchmal nix anders als schieben
in wiegetritt gehn bringt den nachteil mit sich, das man noch mehr kraft aufs hinterrad bringt und es noch schneller durchdreht, auserdem fehlt einem durch das gewicht auf dem sattel der anpressdruck (der sich ja verlagert)
höchstens nen kompromis zwischen wiegetritt und schwerpunkt und aufsteigendem vr könnte noch ne lösung bringen mit dem bike im jetzt-zustand (ohne bauliche änderung) hochzukommen
üben könnte verbesserung bringen (ähnlich wie nen fahrtechniktraining)
das div. reifen unterschiedlich vortrieg haben und somit weniger zum durchdrehn hinten neigen könnte auch helfen (der irc mythos geht bei solchen verhältnissen sehr gut)
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SteveLorenzios ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2006, 20:02   #3 (permalink)
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1. Weniger Luftdruck im Reifen bringt dir da bergauf mehr Grip, also weniger Durchrutschen des Hinterrades. Der Black Jack ist übrigens auch nicht so für viel Grip bekannt.
2. Eine absenkbare Gabel bringt da viel, es geht aber auch ohne.
3. Bei sehr steilen Passagen mit dem MTb immer auf dem Sattel ganz vor rutschen und sitzen bleiben! Beim stehenden Fahren bringt man i.d.R. nicht genug Druck auf´s HR. Verlagert man deshalb den Schwerpunkt nach hinten steigt der Schwerpunkt und das VR steigt. Gleichmäßig und rund im Sitzen geht´s am besten.

Wo ist denn das Steilstück? Vielleicht kenn ich´s ja.
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Alt 14.04.2006, 20:09   #4 (permalink)
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Wenig Luftdruck ist in der Regel besser, wenn es um viel Traktion geht. Bei mitlelren Fahrergewicht und eher breiten Reifen (wie 2.2" oder mehr) sollten um die 2 bar meist reichen. Zwischen den unterschiedlichen Reifenmodellen gibt es da grosse Unterschiede, was die Traktion anbelangt! Leider sind die besonders griffigen meist nicht die mit dem geringsten Rollwiderstand (der Schwalbe Albert wäre z.B. einer mit sehr viel Traktion), also gibt es da immer einen Kompromiss.

Eine absenkbare Gabel bringt schon etwas gegen das Abheben des Vorderrades, aber auch damit ist irgendwann Schluss mit im Sitzen Fahren. Meine persönliche Erfahrung ist ausserdem, dass Fullies anfälliger sind als Hardtails, weil sie an steilen Anstiegen hinten einsacken (ausser man tut vor der Steigung den Lockout rein, dann muss die Steigung aber frei von Schlägen sein). Eine asphaltierte Steigung, die an der steilsten Stelle ca. 35% steil ist, bin ich mit dem Stumpjumper FSR nie im Sitzen raufgekommen, trotz absenkbarer Gabel. Da musste ich schon lange, bevor es ganz so steil wurde, aufstehen. Mit dem Nicolai Argon CC (und ETA Gabelabsenkung) geht es so grade wenn ich ganz vorne auf dem Sattel sitze.
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Alt 14.04.2006, 20:16   #5 (permalink)
zec
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Eine steile Rampe mit solchem Untergrund ist schon eine harte Nuss - vor allem wenns feucht ist. Wenns möglich ist fahr die Rampe mit Schwung an und versuche die Trittfrequenz sitzend eher hoch und gleichmäßig zu halten wobei du eher nicht im 1. Gang fahren solltest (ist so wie beim Auto im Schnee - im 1.Gang ist zuviel Kraft auf den Rädern und sie drehen durch). Wenns steiler wird musst du mit dem Oberkörper tiefer gehen und näher zum Lenker sowie am Sattel nach vor rutschen. Dabei solltest du deine Ellbogen nicht so wie bei Liegestützen seitlich wegstrecken, sondern sie am Oberkörper lassen. Lies das Gelände - es gibt da sicher ein paar Stellen die weniger matschig/feucht/felsig sind und auf denen deine Reifen mehr Grip haben - wenns sein muss fahr ein kurzes Stückerl neben dem Weg.
Jo, das wärs von meiner Seite. Musst dich nicht strikt daran halten weil jede Steigung ist ja anders. Wenn das alles nichts hilft ist die Steigung definitiv zu steil und du solltest deine Tour so umändern, dass das Stückerl bergab fährst .
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Alt 14.04.2006, 21:35   #6 (permalink)
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Hmmm, vielleicht kapier' ich's gerade nicht, aber wenn ich - wie ich's mir auch gedacht hätte - weniger Luftdruck für mehr Grip brauche, aber wiederum mehr Luftdruck für mehr Grip im Matsch?!?!?!

@steve: üben ist eingeplant und zum Fahrtechnik-Training bin ich schon angemeldet - der gute Wille ist also da!

@kater: Steilstück siehe PM (mit "zum davonlaufender" Beschreibung...)

@sebastian: das Gefühl, dass das Fully eher hinten "einsackt" und dadurch vorne noch höher kommt, hatte ich auch - nur mit dem Lockout wird's beim SPV-Dämpfer etwas schwierig... Also brauch' ich doch das Argon!

@zec: das mit der beschriebenen Sitzposition kann ich ja mal versuchen. Allerdings hatte ich heute nicht mehr die nötige Körperkontrolle, um auf sowas zu achten... Ein Glück, dass mich keiner gesehen hat!
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Alt 14.04.2006, 21:44   #7 (permalink)
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Beim Matsch ist es ja meistens so dass nur die obersten paar cm matschig sind und darunter ist harter Boden - damit man sich besser zu diesem Untergrund "vorgraben" kann sind dünnere Reifen besser. War warscheinlich so gedacht dass ein harter Reifen eine geringere Auflage hat und so "dünner" ist. Aber das wird sich in so kleinen Dimensionen abspielen dass es nicht umbedingt merkbar ist. Würde da einfach mit dem üblichen Luftdruck fahren aber probieren obs mit mehr/weniger Luft besser ist schadet ja nix.
Und nur Mut: Das mit dem Gleichgewicht wird schon noch werden .
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Alt 14.04.2006, 21:57   #8 (permalink)
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Im Schlamm haben dünne Reifen mit viel Druck besseren Grip, weil sie druch den Schllamm bis auf etwas griffigeren Boden kommen.

Aber nur, wenn es wirklich so feucht ist, dass man tief einsinkt, wenn es nur etwas feuchtes Laub oder feuchte Steine hat, dann lieber wenig Druck und ein breiter Reifen.
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Alt 15.04.2006, 06:09   #9 (permalink)
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Die Sache mit dem schmalen Schlammreifen mit hohem Druck macht nur dann Sinn, wenn man wirklich tief einsinkt. Bei normalem Matsch, der einfach nur schmierig ist, kommt man mit breiter Auflagefläche weiter, da man eben nicht einsinkt. Klingt unlogisch, aber das Einsinken bringt zwar Seitenführung, hindert aber den Vortrieb, da man ja aus dem "Loch" wieder raus muß.
Ein anderer Nachteil des Fullys gegenüber dem Hardtail an solchen Stellen ist auch das hohe Tretlager und damit der höhere Schwerpunkt.
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Alt 15.04.2006, 06:27   #10 (permalink)
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die sache mit dem steigenden vorderrad kenne ich gut, allerdings hilft hier wie überall anders: üben,üben,üben....mir gings gestern an nem recht steilen stück ähnlich, kurz bevor ich gedacht hab, ich kipp um weil zu langsam bin ich aus dem sattel und.....umgekippt. was spricht dagegen die stelle mal öfter abzufahren, gerade wenns ne kurze rampe ist, kannst du dich mal desöfteren dran versuchen, irgendwann merkst du dass es immer besser geht und ziehst aus diesem erfolgserlebnis die motivation, die du für sowas brauchst.
__________________
Gruß,

Maggo
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