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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 29.01.2010
Bike: HAI Q RC
Beiträge: 1
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Liebe MTB-Gemeinde!
Vor vielen Jahren stand ich als Schüler in einem Globetrotterladen und bestaunte die leichten Kunstfaserschlafsäcke und Rucksäcke, die (ersten) Gore-Tex-Klamotten, das teflonbeschichtete Alu-Kochgeschirr, Mousse-au-Chocolat in Pulverform und vieles andere nützliche Zubehör. All das war damals irrsinnig teuer. „Das muss ich erst alles haben, um zu verreisen“, dachte ich. Und: „Jetzt heißt es eine lange Zeit nur sparen, sparen, sparen!“. Zum Glück kam ich mit einem Verkäufer ins Gespräch, der mir nur eins riet: „Das ganze Zeug macht die Reise zwar komfortabler, aber das brauchst Du nicht. Kauf Dir einen günstigen unverwüstlichen Bundeswehrschlafsack, eine Bundeswehrhose, einen einfachen Rucksack und dann fahr los. Das ist das Allerwichtigste: Du musst losfahren! Es geht auch ohne das ganze Klimbim“. Mit einigen Kilos mehr auf dem Rücken als andere, ging es per Anhalter nach Griechenland. Es war einer meiner schönsten Urlaube. Zwanzig Jahre später beim MTB-Kauf ging es mir fast wieder ähnlich wie damals im Globetrottergeschäft: „Unter einer Shimano-XT-Komplettausstattung geht ja heute gar nichts mehr. Sonst schämt man sich ja auf dem Singletrail. Ein Carbonrahmen spart noch mal ein paar Gramm. Außerdem brauche ich eine komplette Winter- und Sommerbekleidung inkl. Schuhe, eine Thermoflasche für die kalte und heiße Jahreszeit, usw. – sonst kann ich gar nicht losfahren“. Und wieder war es ein weiser MTB-Fahrer, der mich auf den Boden zurückholte: „Carbonrahmen machen die Berge nicht flacher! Im kalten Winter kannst Du über die Socken Plastiktüten ziehen! Im heißen Sommer legst Du eine Zweitflasche einige Stunden vor Abfahrt ins Eisfach! Die Fahrradklamotten eines namenhaften Kaffeeherstellers oder Discountkette kosten nur einen Bruchteil der bekannten Fahrradbekleidungsmarken und erfüllen auch ihren Zweck. Es muss nicht immer High-Tech sein!“. Und so fahre ich tatsächlich problemlos im Winter mit Plastiktüten in einfachen Schuhen und in no-name-Klamotten herum. Klar ist, dass die speziellen Produkte sicherlich viel besser sind. Ab einem bestimmten Niveau ist bestimmt jedes Gramm entscheidend und seinen Preis wert, aber manches lässt sich vielleicht auch durch günstigere Hausmittel recht gut ersetzen. Dann kommt man halt etwas langsamer oder verschwitzter über die Alpen. Deshalb: Habt Ihr ähnliche keep-it-simple-Tipps, die ihr weitergeben könnt? Im Forum findet man sie oft verstreut (z.B. Gebissreinigertabletten zur Flaschenreinigung), aber nicht geballt. Also raus mit den bewährten Hausrezepten… Catweazle |
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#2 (permalink) |
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Moderator
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Schutz für die Kettenstrebe: nen alten kaputten Schlauch nehmen, ablängen, aufschneiden und mit Kabelbindern befestigen. Alternativ (optisch schicker) ein längeres, unaufgeschnittenes Stück nehmen und gleichmäßig um die Kettenstrebe wickeln, vorne und hinten befestigen. Hält, wirkt, kostet nix.
Dreckschutz für den Umwerfer, besonders nett im Winter: wieder ein Stück alten Schlauchs nehmen, aufschneiden, und mit nem langen Kabelbinder am Sitzrohr befestigen.
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Torn and repaired, just to endure it all again. Without a reason, for my place in all this pain. Though well concealed, the scars they just compound. Until there´s nothing left of what was once my former self. |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.06.2009
Ort: Nahe Karlsruhe
Bike: Specialized FSR XC Expert '09; Fischer Pro Racing 22.0
Beiträge: 440
Bilder: 11
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Also ich muss hier jetzt mal sagen, dass ich bis jetzt mit meinen Aldi Klamotten sehr gut durch den Winter gekommen bin! Lange Hose (drunter ne Boxershort), Langes Trikot und Jacke. Alles recht günstig gewesen, aber hält warm. Naja okay ich bin jetzt auch niemand der sofort friert.
Desweiteren dann noch Wanderschuhe mit irgendwelchen dickeren Socken, billige Handschuhe für 4,99 kp von wo. Fürn Sommer kauf ich mir da aber noch was ordentliches. Achja genau und noch nen Skischal. Das wars, das reicht, kalt war mir noch nie (außer als ich mal bei -15°C meine normalen Radschuhe anziehen wollte... Aber aus der erfahrung hab ich gelernt Fürn Sommer hab ich dann ne Freeride-Shorts - auch von Aldi - , die zwar recht weit geschnitten aber sonst echt super bequem ist, und n ganz normales Sport-Shirt. Als Schüler hab ich halt nich viel mehr Möglichkeiten. Und da ich ja auch noch wachs is es ziemlich sinnfrei sich für 150€+ ne Jacke/Hose/sonstwas zu kaufen... Aber dafür bin ich ehrlich zufrieden. |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2008
Ort: Slowenien
Bike: Author Introvert /Custom
Beiträge: 2.214
Bilder: 13
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Hallo zusammen,
klar kann man immer improvisieren. Obwohl die Qualität der Markenprodukte manchmal schon beindruckend ist und diese einem das Leben wirklich erleichtern können. Und manchmal kommt noch eine fast beängstigende Lebensdauer hinzu. Aber wer ist hier schon Millionär? Also bei mir sind es folgende Tips: Rucksack - die tschechische Firma Author bietet da was. Ist zwar nicht Camelbak oder Deuter, bietet jedoch alles was ein Radler braucht. Zum 1/3 des Preises. Author24 - Author Taschen und Rucksack Windstopperjacke - also was für Herbst/Winter. Habe da so ein Modell im Angebot ergattert, super Teil, nur eben ohne die Radtypische Verlängerung am Rücken (wichtig!). Da behelfe ich mir mit einem Nieremwärmer - übrigens auch bei anderen Outdoorgelegenheiten, also universell verwendbar. Die Jacke hat 39,- Euro gekostet, NoName Produkt, und die Windstopperfunktion ist prima und schwitzen tu ich da auch nicht drin. Wanderschuhe/Bergsteigerstiefel - nix Gore Tex, klassische Lederschuhe mit Robbenfett imprägniert (kein Teflonspray!). Da geht nix drüber. Und wesentlich preiswerter. Ansonsten ist ein Landsmann von mir mal Downhill gefahren mit einem "Pony". Das sind die alten Klappräder aus der sozialistischen Zeit (Jugoslawien). Er wollte an der Berghütte einfach mal die Blicke auf sich ziehen. Was ihm auch gelungen ist. Die ganzen Scotts, Canondales, Specialized und wie die alle heißen standen plötzlich nicht mehr im Mittelpunkt des Geschehens und mußten sich dumme Sprüche gefallen lassen. Bei der Abfahrt ist der Typ dann allerdings im Krankenhaus (zum Glück nicht im Sarg) gelandet und das "Pony" war Schrott. Es gibt hier also auch Grenzen. Gruss aus den Alpen edit: ein interessantes Thema: Achilles' Verse: Sohle, ein paar Lederlappen, Schnürsenkel - fertig - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport
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Es muss gespart werden, koste es was es wolle! Geändert von Suedalpler (02.02.2010 um 15:01 Uhr). Grund: Ergänzung |
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