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Mitglied
Registriert seit: 13.02.2005
Ort: OVP(Orte vor Polen) Sonnigste Insel Deutschlands
Beiträge: 22
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Wann sollte man die kette eigentlich wechsel?
und ist es dann egal welche ich da nehme?? weil ich glaube ich krieg die nicht mahr richtig sauber habe es schon mit druckluf, wasser usw. probiert na ja fahre sie jetzt aber auch schon 2 jahre ist das viel? |
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Moderator
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2 Jahre sagt nichts, es geht um die gefahren Km und die Bedingungen. Am besten misst man den Verschleiß mit einer speziellen Lehre z.B. Caliper von Rohloff bzw. lässt das schnell den Händler messen.
Die Kette muss mit deinem Antrieb kompatibel sein: hast du eine 9fach Schaltung kannst du jede 9- oder 10-fach Kette verwenden. Je teurer desto haltbarer oder leichter die Kette. Um sie sauber zu bekommen empfiehlt es sich sie zu entfetten. Dazu gibt es spezielle Mittel oder aber mit Benzin/Terpentin. Aber bitte so, dass die Soße dann nicht durch den Gullideckel fließt. Danach Kette wieder gründlich schmieren mit geeigneten Mitteln und regelmäßig pflegen, sprich mit einem schmiermittelgetränkten Tuch abwischen nach der Tour und immer dafür sorgen, dass sie nicht trocken läuft. Zudem sollte die Kette immer gerade laufen, also nicht auf dem kleinsten Ritzel und dem kleinsten Kettenblatt z.B. |
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#3 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 21.02.2005
Beiträge: 5
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Ich habe schon alle 2000 Km als Richtwert gehört.
Wenn man das regelmässig macht schont das auch Ritzel und Kettenblätter (Ich mach es aber nicht...). Zum reinigen kann ich den Finishline Entfetter empfehlen, notfalls auch Verdünnung. |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.12.2002
Ort: Minskregion / Belarus
Bike: Ein Gebirgsfahrrad und ein Rennrad
Beiträge: 6.826
Bilder: 8
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Tach auch,
grundsaetzlich verhaelt sich der Verschleiss nicht nach der Zeit sondern danach, wie und unter welchen Bedingungen welche Kette gefahren und gepflegt wurde. Wie bereits von Elendil angesprochen empfielt es sich, den Verschleiss der Kette regelmaessig zu ueberpruefen. Dafuer ist der "Kaliber" von "Rohloff" ein genauso einfaches wie geeignetes Mittel. Du kannst aber auch eine Schieblehre benutzen. Ich schmeisse eine kette dann runter, wenn sie sich ueber 10 Glieder um 0.8 bis maximal 1.0 Millimeter gelaengt hat. Da Du ohnehin an einen Wechsel denkst, tue es einfach! Pruefe dabei aber auch gleich,ob die Ritzel und / oder Kettenblaetter auch verschlissen sind. Bei Haifischzaehnen kannst Du Dir den Einsatz eine entsprechenden Verschleisslehre (gibts ebenfalls von "Rholoff") gleich sparen. Wenn diese Teile uebern Jordan sind, gehoeren sie ebenfalls gewechselt. Und zwar nicht spaeter, sonst ruinierst Du Dir gleich die neue Kette. Das System Schaltung muss natuerlich in sich kompatibel sein. Du kannst in der Regel problemlos die Kette des Herstellers fuer die jeweilige Schaltung verwenden. Aber: Elendil muss ich da widersprechen, wenn er die sagt, dass 9- und 10-fach so einfach kompatibel seien. Was hast Du ueberhaupt fuer eine Schaltung? Ich tippe mal auf "Shimano" und neunfach. Grundsatzlich kannst Du dann auch die neunfach-Ketten von "Shimano" aufziehen. Warum ich Dir das sage: Die Breite des Rotors (das ist das Teil auf der Nabe, auf der die Kassette aufgesteckt wird) ist standartisiert. Das bedeutet, dass eine 7-fach Kassette genauso breit baut wie eine 10-fach Kassette. Ergo muss man sich den Platz fuer zusaetzliche Ritzel irgentwo anders her nehmen. Mit zunehmender Anzahl der Ritzel bauen diese schmaler und der Abstand der Ritzel zueinander wird enger. Das macht dann grundsaetzlich auch eine entsprechend schmalere Kette noetig. Es duerfte klar sein, dass man auf eine 9-fach-Kassette keine Panzerkette aufziehen kann in der Hoffnung, dass alles bombproof und problemlos frunzt. Die Ketten von "Shimano" messen in der Breite fuer 7/8-fach 6.5 mm, 9-fach 6.1 mm und fuer 10-fach 5.6 mm in der Breite. Im uebrigen sind die Ketten fuer die Steighilfen "HG" und "IG" noch ein wenig ausgeformt. Schau Dir doch einfach mal Dein Getriebe an - Du wirst sehr schnell wissen, was Du hast. Und dann weisst Du auch schon fast, was Du brauchst. Die Typenbezeichnung duerfte auf der Kette stehen. Wahrscheinlich hast Du auch eine "HG"-Kette. Dann solltest Du auch eine solche verwenden. "HG" (Hyperglide) soll ein schnelleres steigen der Kette beguenstigen (bei "IG" dagegen sollen die Schlatschritte weicher erfolgen). Damit hast Du auch schon den zweiten Teil des Nummernkuerzels von "Shimano" geklaert. Diese fangen zunaechst mit "CN-xx xx" fuer das englische Chain (Kette) an. "CN-HG xx" ist also eine Hyperglide-Kette. Dann solltest Du Dir ueber die Qualitaet der Kette gedanken machen. Fuer einen Freizeitfahrer, der ansich nur bei schoenem Wetter faehrt, reicht eine "Deore"-Kette, besser aber "LX", ein Allwetterfahrer sollte mindestens "LX" fahren und wenn viel gefahren wird oder entsprechend auf stressfrei hin ausgelegt wird, sollte es eine "XT"-Kette sein. Auch dies laesst sich an der Nummer herauslesen. "Deore" hat grundsatzlich eine fuenfziger Nummer, "LX" eine siebziger und "XT" eine neunziger Nummer. Dazu jommt noch die Breite. Endet die Nummer auf null oder eins, so ist ist es eine Kette fuer 7/8-fach, neunfach endet mit 2 oder 3. Eine "CN-HG93 ist also eine "Shimano"-"XT"-Kette fuer neunfach-Kettenschaltungen. So lesen sich auch alle anderen Artikelnummern. Die Typenbezeichnungen sind mit etwas Aufmerksamkeit sehr Lesefreundlich. Was die Kettenpflege angeht werde ich wohl nie verstehen, warum man eine Kette entfettet, um sie dann nachzuschmieren. Das ist meines Erachtens Unsinn hoch drei! Mit Druckluft presst Du bestenfalls den Dreck in die Kette hinein und mit Wasser wirst Du bei Fetten keinen Blumentopf gewinnen. Die Kette wird auf Zug beansprucht. Dabei entsteht eine sehr hohe Flaechenbelastung. Das stellt an moegliche Schmierstoffe auch gleich entsprechende Anforderungen an die Viskositaet (zaehigkeit). Allzu duennfluessige Schmierstoffe wuerden verdraengt werden und es wuerde keine Schmierung mehr stattfinden. Das fuehrt ratzfatz zu verschlissenen Ketten und womoeglich entsprechenden Kollateralschaeden an Ritzeln und Kettenblaettern. Ketten werden daher grundsaetzlich gefettet! In der Praxis ist ein nachfetten aber sehr unpraktisch. Man verwendet daher Oele mit geeigneter Viskositaet. Sehr gute Kettenoele sind "Wet Lube" von "Motorex", "Oil of Rholoff" von "Rholoff" und das "Cross Country"-Oel von "Finish Line". Einer neuen Kette wuerde ich nach dem Aufziehen ein paar Tropfen goennen. Bei der Reinigung, die Regelmaessig erfolgen sollte, gibst Du eine gute Packung Oel auf die Kette und wischt das ueberfluessige Oel mit einem Lappen ab. Eventuell musst Du das ganze wiederholen. Du waescht dabei den Dreck aus der Kette. Die Reinigung der Kassette und der Kettenblaetter musst Du bei der Gelegenheit natuerlich auch gleich erledigen. Nur fuer diese Teile (Ritzel & Kettenblaetter) kannst Du etwas Petroleum oder Benzin auf den Lappen geben, um sie zu reinigen. Oel tut es aber meisst auch. Wenn Das Oel in die Kette gekrochen ist drehst Du sie noch mal ueber alle Ritzel und Kettenblaetter, entfertnst noch eventuell ueberschuessuges Oel und versiegelst sie mit Spruehwach. Hat dann zwar nicht mehr den "erotischen" Glanzn einer frisch geoelten Kette, schuetzt aber davor, dass das Oel allzu viel Dreck (vor allem Staub) anzieht. Dieser wirkt naemlich wie Schmirgel. Ich hoffe mal, dass ich Dir Deine Fragen soweit beantworten konnte. Gruss Yeti |
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#6 (permalink) |
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Moderator
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Das war eine sehr gute Ausführung!
Nochmal zur Ergänzung mit dem Entfetten: Yeti hat schon recht, eigentlich macht es keinen Sinn die Kette zu entfetten und dann wieder zu schmieren. Jedoch vertragen sich manche Schmierstoffe nicht. Deswegen entfette ich eine neue Kette erstmal und nutze dann "mein" Schmiermittel (im Moment Oil of Rohloff). Danach entfette ich bis zum bitteren Ende nicht ein einziges Mal mehr. Entfetten kann auch sinnvoll sein, wenn du unterschiedliche Öle für feuchte und trockende Bedingungen nimmst und du nicht genau weißt ob sie sich vertragen. Viele Biker wechseln z.B. den Schmierstoff im Winter bzw. Sommer. |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.10.2004
Ort: Aschach bei Bad Kissingen
Beiträge: 383
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@yeti: das wandelde ketten lexikon
spass bei seite: es wurde ja bereits alle gesagt, ausser eines, da hab ich aber auch en paar fragen: schram ketten mit kettenschloss (um die kette ohne werkzeug und vorallem ohne verursachen einer schwachstelle zu oeffen) 1. welche sind kompaktibel mit shimano? 2. kann man ein kettenschloss auch in ne normale kette "nieten" und wenn ja haellt des dann auch? 3. gibt es vergleichbare produkte (mit schloss) die ebenfalls gut sind? 4. normale nietendruecker sollen ja schwachstellen verursachen, wie macht das dann daheim mit nder neuen kette?
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sorry fuer die englische tastatur (ue, ae, ss etc...) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.12.2002
Ort: Minskregion / Belarus
Bike: Ein Gebirgsfahrrad und ein Rennrad
Beiträge: 6.826
Bilder: 8
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Tach auch,
mit "SRam"-Ketten habe ich keine Erfahrungen gemacht. In so fern kann ich da nicht all zu viel dazu sagen. Habe hier aber ein paar posts gelesen von Bikern, bei denen es keine Probleme gab. Bei uns im Club fahren viele mit Ketten von "Wippermann" ( http://www.wippermann.com Firma und http://www.connexchain.com ). Die Edelstahlketten laufen ansich recht sauber. Ausserdem gibt es auch Kettenschloesser. Hat aber etwas hoehere Stellkraefte beim raufschalten noetig. Duerfte (Vermutung) daran liegen, dass "Shimano" auf seien Steighilfen Patente hat, fuer die keiner gerne Latzt - sprich woanders ists zwas Kompatibel, aber das Haeubchen Sahne ober drauf fehlt. Das gleiche Problem unterstelle ich auch mal bei "SRam" auf "Shimano". Unbedingt ein problem ists aber wohl nicht. Ein wesentlicher Aspekt, ob eine Kette laeuft oder nicht ist naemlich im wesentlichen ihre Breite. Ist sie zu schmal, kann sie sich nicht sauber ins Ritzel / Kettenblatt legen. Ist sie zu breit, kommt sie mit den Ritzeln ins gehege. Stress eben. Ausserdem leidet die Schaltqualitaet. Ob das Kettenschloss wirklich so das Kaufargument ist, weiss ich nicht. Theoretisch koennte man das Kettenschloss von "Wippermann" verwenden. Es besteht aus zwei Teilen: Ein Nietsift mit einer Lasche. Je zwei Stueck davon werden in ein Kettenglied am ende der Kette und dann ineinandergesteckt. Allerdings wuerde ich davon absehen, Kettenschloesser und Ketten unterschiedlicher Hersteller zu Mixen. Koennte naemlich ein Schuss in den Ofen geben, da hier zu hohe Kraefte uebertragen werden. Bei "Shimano" ist das aber auch kein Problem. Bei entsprechender Pflege und zeitigem Wechsel sind Kettenbrueche zumindest im normalen Betrieb nicht zu erwarten. Ausserdem solltest Du immer den passenden Nietstift verwenden. Den gibt es von "Shimano" im uebrigen auch als Ersatzteil. Ich habe zwei Stueck davon bei Flickzeug (jaaaa, gaaaaanz klassisch, hab ich aber noch nie nutzen muessen). Dann kannst Du auch Kettenbrueche mit recht einfachen Nietenrueckern wieder sicher Reparieren. Eine Schwachstelle in dem Sinne entsteht dabei nicht. Ist der Stift eingerastet, sitzt er. Ein spezieller Kettennieter iat also nicht Notwendig. Fuer Zuhause wuerde ich mir aber einen vernuenftigen Nietendruecker zulegen. Die Dinger in den Toos sind was fuer den Notfall, in der Werkstatt aber zu fummelig. Wichtig ist da eigentlich nur, dass die Auflageflaeche fuer die Lasche im Rechten Winkel zur Spindel (die den Stift drueckt) steht. Ist die sauberste Loesung. Bei Billigteilen gibt es da schon mal unschoene Aussreisser. Gruss Yeti |
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