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Alt 10.07.2005, 10:26   #1 (permalink)
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Standard Kette abgeflogen

Hallo zusammen,

habt bitte Nachsicht, dass ich vielleicht etwas primitive Fragen stelle, aber ich bin halt kein besonderer Crack auf dem MB-Gebiet. Ich hab zwar schon einiges durchgelesen, komme aber ehrlich gesagt mit der Suchfunktion nicht besonders zurecht.

Hier mein Problem:

Mir ist in den letzten 12 Monaten von zwei Bikes im höchsten Gang (großes Kettenblatt, kleinstes Ritzel) bei voller Belastung im Wiegetritt die Kette durchgerutscht. Die Folge: Ein plötzlicher Tritt ins Leere mit anschließendem Hinlegen. Jedes Mal mit der schmerzlichen Konsequenz den halben Körper aufgeschürft zu haben (die Geschwindigkeiten waren entsprechend hoch).

Kette und Ritzelpaket (komplett XT) waren jedes Mal < 1000 km gefahren. Fahrrad lief/läuft ansonsten problemlos.

Mir ist klar, dass der Halt der Kette auf dem kleinsten Ritzel mangels Zähnen am geringsten ist. Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass Profis nicht sogar wesentlich mehr Power auf den Antrieb bringen.

Hat jemand eine Erklärung, eventuell sogar eine Lösung, für dieses Problem.

Danke im Voraus.

alex
wer-denn-sonst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2005, 10:52   #2 (permalink)
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Benutzerbild von sebastian_r
 
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Durchrutschen liegt zumeist an abgefahrenen Zahnrädern, was ich mir bei der genannten Laufleistung allerdings nicht vorstellen kann.

Passiert das nur hinten im kleinsten Ritzel? Vielleicht ist Dreck in der Rille zum nächsten Ritzel, bei einem 11er Ritzel braucht es nur ganz wenig und die Kette liegt nicht mehr optimal auf, die braucht dafür nämlich die volle Tiefe dieser Rille!
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Sicher sind Schiffe nur in Hafen. Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut!

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sebastian_r ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2005, 11:05   #3 (permalink)
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Zitat:
Zitat von sebastian_r
Durchrutschen liegt zumeist an abgefahrenen Zahnrädern, was ich mir bei der genannten Laufleistung allerdings nicht vorstellen kann.

Passiert das nur hinten im kleinsten Ritzel? Vielleicht ist Dreck in der Rille zum nächsten Ritzel, bei einem 11er Ritzel braucht es nur ganz wenig und die Kette liegt nicht mehr optimal auf, die braucht dafür nämlich die volle Tiefe dieser Rille!
Ja, das ist nur beim kleinsten Ritzel, halt wenn ich sprinten will/wollte. Dreck war beide Male nicht drauf. Es war immer am Ende einer ca. 3 h Tour bei trockenem Wetter. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Staub oder (zu viel) Kettenöl für so was verantwortlich ist. Dann müssten ja soche Unfälle ständig passieren.

Werd halt in Zukunft diese extreme Belastung sein lassen. Obwohl mich's schon wundert, wie richtige Racer das gebacken kriegen.
wer-denn-sonst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2005, 11:08   #4 (permalink)
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Benutzerbild von sebastian_r
 
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Die Frage ist nicht, ob Dreck auf dem Ritzel ist! Die Frage ist, ob sich in der Spalte zum nächsten Ritzel Dreck angesammelt hat!
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Alt 10.07.2005, 11:22   #5 (permalink)
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Registriert seit: 10.07.2005
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Zitat:
Zitat von sebastian_r
Die Frage ist nicht, ob Dreck auf dem Ritzel ist! Die Frage ist, ob sich in der Spalte zum nächsten Ritzel Dreck angesammelt hat!
Auch das nicht.
wer-denn-sonst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2005, 11:23   #6 (permalink)
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Benutzerbild von MASCHOP
 
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Mögliche Ursachen:
Umschlingungungswinkel der Kette am Ritzel zu klein, dadurch sind nur wenige Zähne im Eingriff. Schau mal, wie die Kette v. oberen Schaltwerksröllchen zum ersten Zahn, der eingreift, steht. Wenn die Kette da so ziemlich eine vertikale Position hat, sind da garantiert zu wenige Zähne im Eingriff. Wahrscheinlich ist die Kette zu lang, das kannst Du gleich auch mal prüfen. Vorne grosses Blatt, hinten kleinstes Ritzel, dann sollten die Schaltwerksröllchen in einer gedachten Linie senkrecht übereinader stehen. Optimal wäre es, wenn auch die Radachse ebenfalls in dieser Linie liegt, kannst Du mit der Schraube (am Ausfaller) einstellen. Frag mich jetzt aber nicht in welche Richtung, das mußt Du probieren, jedenfalls so, daß die Kette mehr Zähne greift.
Weiter kann es sein, daß der rechte Endanschlag für das Schaltwerk die Kette nicht sauber über dem (kleinsten) Ritzel positioniert. Peil mal v. hinten genau über die Ritzel/Schaltwerkstellung, das sollte in einer Linie liegen. Gegebenenfalls mit Einstellschraube nachjustieren.
Ach ja, da fällt mir noch was ein, die Kette hat einen extremen Schräglauf, d. h., Kettenblatt u. Ritzel stehen nicht senkrecht zueinander, was nat. normal ist, denn es gibt nur eine ideale Position, bei der das der Fall ist, alle anderen Übersetzungen laufen mehr od. weniger im aussermittigen Schräglauf. Könnte also bei Dir wie gesagt extrem sein, was sich auf dem kleinsten Ritzel so fatal auswirkt, daß sich die Kette verabschiedet. Da wäre dann die Pos. des Tretlagers zu korrigieren, je nachdem was Du für eines hast, mit Ausgleichring(en) od. mit einem Lager mit längerer Achse.
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Gruß
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Alt 10.07.2005, 20:42   #7 (permalink)
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Benutzerbild von Mkuu Tomasi
 
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Beiträge: 3.184
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Hört sich für mich auch als erstes nach zu langer Kette an. Richtige Kettenlänge: Kette auf und aus dem Schaltwerk rausfädeln. Über das große Kettenblatt und das größte Ritzel legen und dann straff ziehen. Jetzt dürfen keine Glieder über sein.
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Mkuu Tomasi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2005, 21:33   #8 (permalink)
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Beiträge: 30
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Zitat:
Zitat von MASCHOP
Mögliche Ursachen:
Umschlingungungswinkel der Kette am Ritzel zu klein, dadurch sind nur wenige Zähne im Eingriff. Schau mal, wie die Kette v. oberen Schaltwerksröllchen zum ersten Zahn, der eingreift, steht. Wenn die Kette da so ziemlich eine vertikale Position hat, sind da garantiert zu wenige Zähne im Eingriff.
Die Kettenlinie ist in diesem Fall mehr waagrecht denn senkrecht und verläuft auf ca. 1,5 Glieden in einem flachen Winkel von kleinem Ritzel zur oberen Rolle.

Zitat:
Zitat von MASCHOP
Wahrscheinlich ist die Kette zu lang, das kannst Du gleich auch mal prüfen. Vorne grosses Blatt, hinten kleinstes Ritzel, dann sollten die Schaltwerksröllchen in einer gedachten Linie senkrecht übereinader stehen. Optimal wäre es, wenn auch die Radachse ebenfalls in dieser Linie liegt, kannst Du mit der Schraube (am Ausfaller) einstellen. Frag mich jetzt aber nicht in welche Richtung, das mußt Du probieren, jedenfalls so, daß die Kette mehr Zähne greift.
In diesem Fall steht die obere Rolle sogar rechts von der Linie Achse/untere Rolle und umschließt damit mehr Zähne, als wenn es weiter links stehen würde. Mit der Schraube kann man das Schaltwerk lediglich weiter nach oben ziehen. Die Rollen bringe ich so aber nicht übereinander. Was ist denn mit dieser Schraube alles erlaubt. Wenn ich das Schaltwerk nämlich weiter nach oben zöge, wäre die Umschließung des Ritzels noch größer. Oder sollte ich das ganze eher etwas nach unten ziehn, womit eventuell der "Umfang" der Kette verlängert werden würde?

Zitat:
Zitat von MASCHOP
Weiter kann es sein, daß der rechte Endanschlag für das Schaltwerk die Kette nicht sauber über dem (kleinsten) Ritzel positioniert. Peil mal v. hinten genau über die Ritzel/Schaltwerkstellung, das sollte in einer Linie liegen. Gegebenenfalls mit Einstellschraube nachjustieren.
Das kann ich jetzt nicht mehr sagen. Sowohl vor als auch nach dem Sturz gab es mit der Schaltung kein Problem. Ich nehme an, dass daher die Rolle schon in einer Linie zum Ritzel stand.

Zitat:
Zitat von MASCHOP
Ach ja, da fällt mir noch was ein, die Kette hat einen extremen Schräglauf, d. h., Kettenblatt u. Ritzel stehen nicht senkrecht zueinander, was nat. normal ist, denn es gibt nur eine ideale Position, bei der das der Fall ist, alle anderen Übersetzungen laufen mehr od. weniger im aussermittigen Schräglauf. Könnte also bei Dir wie gesagt extrem sein, was sich auf dem kleinsten Ritzel so fatal auswirkt, daß sich die Kette verabschiedet. Da wäre dann die Pos. des Tretlagers zu korrigieren, je nachdem was Du für eines hast, mit Ausgleichring(en) od. mit einem Lager mit längerer Achse.
Die Linie verläuft bei meinem Bike sogar fast gerade.

Herzlichen Dank für deine Ausführungen MASCHOP.
wer-denn-sonst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2005, 18:46   #9 (permalink)
Uli
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Registriert seit: 19.04.2004
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Beiträge: 88
Standard Nochmal von vorn- einfache Ursachen?

Hallo,
Ich versuch mal zu überlegen, was Dir passiert sein könnte-
Mit Kettenpflege kennst Du Dich aus? (Kette ölen so ungefähr alle 100 km mit Kettenöl, Kettenzustand ab und zu mit Verschleißlehre prüfen etc)?
Die Zahnkränze sind neu (bzw 1000 km alt)? Und passen zur Kette?
Die Kettenspannung ist hoch genug; der Ausgleichskäfig gut beweglich?
Du fährst eine hoch genuge Tretfrequenz? (Normalerweise etwa 100/min, mindestens 80/min) (Als ich vor 25 Jahren mit Radfahren angefangen hab, hab ich immer versucht einen möglichst hohen Gang zu fahren, weil ich dachte, das wäre ein gutes Training. Neben verschiedenen anderen schlechten Dingen führte das auch manchmal zu Kettenüberspringern.)
Bist Du sicher, das die Kette hinten übergesprungen ist? Ansonsten musst Du noch das Kettenrad vorne kontrollieren: alle Zähne in Ordnung? (Aufsetzer) Wie weit eiert das Kettenrad unter starker Belastung?

Ansonsten: Wie schwer bist Du? Bist Du eher kräftig oder eher ausdauernd? Welche Gänge fährst Du am liebsten? (Reihenfolge?)
Uli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2005, 19:38   #10 (permalink)
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Benutzerbild von MASCHOP
 
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Zitat:
Zitat von wer-denn-sonst
In diesem Fall steht die obere Rolle sogar rechts von der Linie Achse/untere Rolle und umschließt damit mehr Zähne, als wenn es weiter links stehen würde. Mit der Schraube kann man das Schaltwerk lediglich weiter nach oben ziehen. Die Rollen bringe ich so aber nicht übereinander. Was ist denn mit dieser Schraube alles erlaubt. Wenn ich das Schaltwerk nämlich weiter nach oben zöge, wäre die Umschließung des Ritzels noch größer. Oder sollte ich das ganze eher etwas nach unten ziehn, womit eventuell der "Umfang" der Kette verlängert werden würde?
Also gehen wir das nochmal an, wenn die obere Leitrolle rechts v. der Linie -Achse/untere Rolle- liegt, dann deutet das auf eine zu lange Kette hin.
Solltest mal soviele Glieder rausnehmen, daß das stimmt, wie schon beschrieben.
Mit der Einstellschraube am Ausfaller kriegst Du die Rollen natürlich nicht in eine Linie. Mit der Schraube kannst Du in der Tat die Umschlingung beeinflussen. Da drehst jetzt aber mal nicht rum, bevor die Kettenlänge stimmt. Die Einstellung sollte nachher so sein, daß die obere Rolle nicht (auf den Zähnen) "aufreitet", wenn die Kette auf dem größten Ritzel liegt.
Wäre auch hilfreich, wenn mal ein Bild reinstellen könntest, wie das gerade aktuell aussieht.

Zitat:
Zitat von MASCHOP
Weiter kann es sein, daß der rechte Endanschlag für das Schaltwerk die Kette nicht sauber über dem (kleinsten) Ritzel positioniert. Peil mal v. hinten genau über die Ritzel/Schaltwerkstellung, das sollte in einer Linie liegen. Gegebenenfalls mit Einstellschraube nachjustieren.

Zitat:
Zitat von wer-denn-sonst
Das kann ich jetzt nicht mehr sagen. Sowohl vor als auch nach dem Sturz gab es mit der Schaltung kein Problem. Ich nehme an, dass daher die Rolle schon in einer Linie zum Ritzel stand.
Das kannst Du wohl sagen, wenn Du mal mit dem Holzauge von hinten über das Ritzel und dann nach unten über die Schaltungsrollen/Kettenlinie peilst, dann müsstet Du sehen, ob die senkrecht aufeinander stehen. Bei kleinen Abweichungen muss nicht zwangsläufig die Kette rasseln, aber bei hohem Kettenzug kann's da schon mal krachen.
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Gruß
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