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Alt 28.06.2008, 15:22   #1 (permalink)
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Benutzerbild von Luke
 
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Standard Laufrichtungsbindung

Hallo Leute,

mein Stadtrad hat zwei neue Reifen bekommen und zwar im Bike-Laden meines Vertrauens, bzw. dem günstigsten von den Guten hier. Als ich das Rad abholte, hab ich recht selbstsicher festgestellt, daß der Vorderreifen richtig, der Hinterreifen jedoch falschherum montiert sei. Der Schrauber war etwas irritiert und erklärte mir, beim Schwalbe Landcruiser werde der VR mit der Pfeilung des Profils (siehe Bild im Link), der HR jedoch dagegen montiert. Tatsächlich war genau diese Montage auf der Reifenflanke vorgegeben. Ich hab also kleinlaut "Danke" gesagt, Kohle abgedrückt und bin davon geradelt.
Je länger ich darüber jedoch nachdenke, desto weniger macht diese Anordnung für mich Sinn. Meiner Einschätzung nach hat das Profil gegen die Pfeilung durch die freistehenden Stege mehr Grip, aber auch mehr Rollwiderstand. Und wenn ich irgendwo mehr Grip für mehr RW in Kauf nehme, dann doch am VR, nicht am HR, wo es doch eher um maximale Energieeffizienz geht.
Begehe ich einen Denkfehler? Vll. könnt Ihr mir helfen.
Luke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2008, 09:00   #2 (permalink)
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Benutzerbild von JanO
 
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Ich weiß nicht, in wiefern sich sowas auf Fahrräder übertragen lässt, aber ich vergleich das jetzt mal einfach mit meinen Erfahrungen mit Treckerreifen - Bei denen kommt es nämlich auf angetriebene oder mitlaufende Achse an.

Der Reifen, den du da verlinkt hast, hat so ein typisches Profil:

-"gegen" die Pfeilrichtung hättest du wohl mehr Grip, aber nur solange alles sauber ist. In dieser Richtung schmiert das Profil schnell zu und dann hast du effektiv garnichts mehr, könntest dann auch auf der Felge fahren.

- "mit" der Pfeilrichtung hast du durch die Profliform einen Selbstreinigungseffekt: Sobald Schlupf auftritt, wird Schlamm oder was auch immer nach außen weggequetscht. So gräbt sich der Reifen im Extremfall zwar ein, aber irgendwann stößt du auf tieferliegende Gesteinsschichten, wo du dann doch wieder Halt findest.

Ich würde also hinten mit, und vorne gegen die Pfeilrichtung montieren, ungeachtet des Rollwiderstandes (bei dem ich mir auch nicht vorstellen kann, dass die Abrollrichtung da nachweisbare Auswirkungen hat). Dann hast du hinten beim Antreten den Selbstreinigungseffekt und vorn sowie hinten den maximalen Grip zum Bremsen auf weichem Untergrund (jedenfalls solange du die Räder nicht zum Stillstand zwingst).
JanO ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2008, 11:39   #3 (permalink)
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Zitat:
Zitat von JanO Beitrag anzeigen
Ich würde also hinten mit, und vorne gegen die Pfeilrichtung montieren, ungeachtet des Rollwiderstandes (bei dem ich mir auch nicht vorstellen kann, dass die Abrollrichtung da nachweisbare Auswirkungen hat). Dann hast du hinten beim Antreten den Selbstreinigungseffekt und vorn sowie hinten den maximalen Grip zum Bremsen auf weichem Untergrund (jedenfalls solange du die Räder nicht zum Stillstand zwingst).
Genau das ist, was ich mir ja auch überlegt hatte, wenn auch mit einer etwas anderen Begründung. Aber Schwalbe und mein Radladen geben das anders an?! Also ummontieren oder was?!
Luke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2008, 11:48   #4 (permalink)
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Benutzerbild von JanO
 
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Ummontieren nur wenn du da Wert drauf legst oder gerade Lust hast, mal beides im Vergleich zu fahren. Ich gehe nicht davon aus, dass man den Unterschied an so nem Fahrzeug wirklich merkt. Wenn ich auf ner Strecke lande, wo das Profil, egal ob vorwärts oder rückwärts montiert, an seine Grenzen kommt, dann muss ich früher oder später eh schieben.

Es sei denn du hast dir so ein dreiräderiges Gefährt zusammengebastelt (vorne oder hinten ne ganze Achse und dann irgendne Sitzbank/ Gepäckfach/ Grill drauf) -aber damit fährt man ja nur befestigte Wege.
JanO ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2008, 17:39   #5 (permalink)
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Benutzerbild von dan Luxbg
 
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Moin, das ist kein einzelfall. In der Tat werden verschiedene Reifensorten `verdreht` montiert. Ich habe als Sommerreifen ein Michelin XC dry 2 von 2008. Vorne wie hinten benutze ich den selben Reifen (gleiches Profil), allerdings jeweils die wie auf der Reifenflanke auch vorgesehenen laufrichtung. Der Hinterreifen hat somit maximalen gripp, und der Vorderreifen ruhige Laufeigenschafften. Wenn der hintere Reifen dann halb abgefahren ist, kann man den Vorderreifen mit vollwertigem Gripp hinten anbringen, und den Hinterreifen vorne. Ich hatte mal versehentlich beim Reifenwechsel des hinteren Reifens nicht auf die Laufrichtung geachtet, und tatsächlich war das fahrverhalten auf nassem untergrund wesentlich schlechter! Hab mir gleich wieder die Mühe gemacht, ihn umzudrehen.
__________________
Gruß aus Luxemburg!
Auch der längste Weg fängt mit einem kleinen Schritt an. (Oder doch lieber mit einem Tritt...)
Wenn die Stiftung Warentest Vibratoren testet, ist dann 'befriedigend' besser als 'gut'??
dan Luxbg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2008, 17:51   #6 (permalink)
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es gibt in der tat reifen wo ein und der selbe reifen vorne und hinten montiert wird.. lediglich mit dem unterschied das er "verkehrt" montiert wird.. wiso weshalb kann ich nicht sagen aber: mit der traktion hat es auf jeden fall zu tun..
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SteveLorenzios ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2008, 18:25   #7 (permalink)
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es ist folgende überlegung:
Hinten verdreht:
Man hat beim fahren weniger Rollwiederstand, dafür hat man aber beim bremsen größen Widerstand.
So soll quasi unterstützt werden, dass man immer noch gut bremsen kann.
Dafür muss man eben in kauf nehmen, dass er ab und zu mal durch rutscht.

Wie es sich vorne verhält weis ich leider auch nett, vermute aber es wird gleich sein.
snoopy_5_1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2008, 20:21   #8 (permalink)
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Moin,

also hab auch bei meinem Nobby Nic das sie anders montiert sind.

Hab des mal so erklärt bekommen, dass der vordere anders drauf ist, damit man mehr Kurvenhalt hat. War so ne Erklärung, ob des so ist weis ich aber auch net, mus aber wohl was damit zu tun haben.
__________________
Gruss, Ghostfreak aus Luxemburg

Meine MTB-Homepage: www.ghost-biker.hot.lu

Mein Verein: SaF Zeisseng



Ghostfreak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2008, 20:45   #9 (permalink)
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Benutzerbild von Luke
 
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Aber alles, was Ihr sagt (vorne mehr Grip, hinten weniger RW), bestärkt mich darin, die Reifen genau andersherum aufziehen zu wollen, als Schwalbe vorschlägt. Oder widersprecht Ihr meiner Meinung, daß mit der Pfeilung weniger Grip und weniger RW, gegen die Pfeilung aber umgekehrt ist?
Luke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2008, 21:26   #10 (permalink)
zec
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Bei den Werksempfehlungen der Laufrichtung kommt mir bei meinem Schwalbe Nobby Nic bzw. dem Continental Rubber Queen eher vor, dass sie hinten bergauf für max. Traktion und vorne bergab für max. Bremsgrip sorgen sollen. Wenn man sich die Stollen ansieht, sind sie nämlich bei diesen beiden Reifen (und wohl auch bei anderen Reifen) ähnlich einer "Schaufel" angeordnet, die sich entweder in den Boden krallt (Hinterrad) der aber beim Bremsen dagegen stemmt (Vorderrad).

Ich würde dir einfach empfehlen den Reifen mal anders rum zu montieren und zu schauen, ob du einen Unterschied merkst.
__________________
Sehr zu empfehlen: www.sukisuki.at
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zec ist offline   Mit Zitat antworten
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