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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 07.07.2004
Ort: Freiburg
Beiträge: 27
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Ich weiss, ich weiss, das Thema gabs hier schön öfters....
Also ich stehe vor der Frage, ob Stahl- oder Alurahmen. Bisher gabs ne Menge Meinungen, die Händler verkaufen aber fast alle nur noch Alu, Hersteller von Stahlrahmen(rädern) gibts nicht mehr viele (z.B. RM Hammer). Von wegen "kann das Alu brechen, reissen, gibts da Erfahrungen" will fast kein Händler was wissen. So bin ich zu den klassischen Stahlrahmenbauern bekommen, wobei für mich wegen des Geldbeutels nur Marschall oder Pulcro in Frage kommen. Meinen Nachforschungen zufolgen kommt ein Alurahmen für mich auf ca. 400,- Euro (z.B. Racebike CRX, der ist stabil und kann auch meine 95kg ab). Ich habe noch das Problem der passenden Grösse, da ich 1,96cm gross bin, Schrittlänge 94 cm und Armlänge 68cm. Demnach brauche ich einen Rahmen mit einem langen Oberrohr, so mindestens mal 615mm, und davon gibst nicht viele (der RB könnte schon passen). Marschall bietet seine Rahmen als Massrahmen an, allerdings kann ich das ja nicht beurteilen und auch nicht "probesitzen". Ich kenne auch keinen hier mit nem Marschallrahmen und habe auch sonst wenig darüber gefunden, naja, bis auf das hier: Maengel am Massrad von Marschall . Marschall ist auch der einzige, der die Rahmen mit Muffen baut, weiss jemand ob das gut oder schlecht ist? Wenn Marschall gute Rahmen baut, dann denke ich sind die 630,- Euro ja nicht so teuer, der RB CRX kostet auch schon ca. 400. Beim Pulcro komme ich schon ins grübeln, da der mindestens mal 800,- Euro kosten soll. Und wenn ich mich hier so umschaue, scheint es mir doch so, das es mehr gebrochene Alurahmen statt gebrochener Stahlrahmen gibt. Und bei mir soll das Gerät schon ein bischen halten. Was meint ihr so zu dem Thema? JJ |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.12.2002
Ort: Minskregion / Belarus
Bike: Ein Gebirgsfahrrad und ein Rennrad
Beiträge: 6.826
Bilder: 8
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Tach SnowPro,
Du scheinst da ja wohl auch bereit zu sein, eine Menge Holz ueber den Thresen zu schieben. Nun, wohlueberlegt spricht nichts dagegen. Wenn Du da ueber Material nachdenkst, dann doch wohl ueber die Eigenschaften. Unlegiertes Aluminium hat nur etwa 1/3 der Steifigkeit von unlegiertem Stahl. Die Vorteile des Aluminiums liegen aber dennoch im Gewicht. Durch legieren und das sogenante Oversizing (die Biegefestigkeit eines Rohres verhaelt sich in der dritten Potenz zum Querschnitt und zur Rohrwandstaerke; eine Verdoppelung bewirkt also eine verachtfachung der Festigkeit) kann man die schwaechen der Festigkeit umgehen. In der Regel ist es ein Mix aus beidem, das heisst, groesserer Querschnitt der Rohre und groessere Rohrwandstaerken als bei Stahl. Allerdings gab es auch beim Stahl vortschritte, so dass man sehr wohl auch leichte Stahlrahmen bauen kann. Stahl hat im Gegensatz zu Alu den vorteil, dass es eine groessere Elastizitaet hat. Hinsichtlich des Kompforts ist das schon von interesse, da ein Rahmen in sich einen gewissen Flex hat. Das nutzt Dir bei einem Fully nichts, bei einem Rennrad ist es aber auf langen Touren schon ein Unterschied, ob Du merkst, ob Du gerade ueber die Vorder- oder Rueckseite einer Muenze gefahren bist. Bei Hardtails halten sich die Daempfungseigenschaften des Stahls in Grenzen, da schon die Federgabel einen Grossteil des Kompforts bringt. Bei Deiner Groesse und Deinem Gewicht wirst Du aber auch einen gewissen "wumms" auf die Pedale bingen. Hinsichtlich der Fahrstabilitaet wuerde ich eher Alu nehmen, da der Rahmen in sich fester sein duerfte. Obwohl sich das bei einem Rahmenbauer auch mit Stahl machen liesse. So ist das nicht. Das dierekte Fuegen von Rohren hat den Vorteil, dass die Temperaturbelastung auf das Material punktueller ist. Man kann die Schweisstemperatur leichter halten. Vor allem die im Fahrradrahmenbau verwendeten CrMo-Staehle duerfen nicht ueberhitzt werden. Bei sauberer Verarbeitung ist das loeten in Muffen von der Thermischen Belastung her kein technicher Nachteil. Man koennte vielleicht darueber diskutieren, ob durch den Flex verursachte Rohrbiegungen dieses beim eintritt in die Miffen schaedigen ("kncken") koennten - oder auch gleich Erbsen Zaehlen: Reine Carbonrahmen werden oft auch gemufft und das genau so problemlos wie seit ueber 100 Jahren klassichs Rahmen gemufft wurden. Mach Dir da mal keinen Kopf... Als Hersteller von Stahlrahmen faellt mir noch Noell ein. An deren Bikes gibt es nichts zu meckern. Zur Kritik an den Marschall-Rahmen: Meines Erachtens hat der Knabe, der das geschrieben hat, einen Knall. Was er da geschrieben Hat ist hanebuechen. Wenn ich etwas in Auftrag gebe, braucht der Erbauer eine Ansage. Wenn die nichts taugt, ist das einzig und alleine meine Baustelle, wenn das, was nachher rauskommt, nicht das ist, was ich mir vorstelle! Habe bisher nur positives von Marschall-Rahmen gehoert. Habe auch mal ein Rennrad von ihm in den Haenden gehabt: Absolut aubere Verarbeitung, Geometrie Top und das Fahrverhalten ueber jeden Zweifel erhaben. Nach dem, was ich gesehen habe, kann ich Dir die Rahjmen empfehlen. Die Firma Pulcro kenne ich nicht und kann Dir auch nichts dazu sagen. Allgemein empehle ich Dir das Buch "Fahrradrahmenbau" von C. Smolik (Delius Klasing Verlag), wenn Dich das Thema Rahmenbau weiter intrressiert. Sehr aufschlussreich... Gruss Yeti |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 31.07.2003
Ort: Hamburch
Bike: Spezialized Stumpjumper M4 Pro
Beiträge: 3.494
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Nöll wollte ich auch gerade posten und wenn mich nicht alles täuscht, haben Ritchey und Surly auch nach wie vor Stahlrahmen im Programm.
Stahl-Rahmen gibt es z.B. auch noch von .243racing, Balfa, Brave, CMP/Poison, DMR und Last, aber das sind alles Dirtrahmen.
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#4 (permalink) |
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Moderator
Registriert seit: 26.10.2003
Beiträge: 3.034
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Stahlrahmen gibts auch von Wiesmann. Die sind monstermäßigmegageil, der Preis passt sich da allerdings an.
Guckst du hier: http://www.wiesmann-bikes.de/ |
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#5 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 07.07.2004
Ort: Freiburg
Beiträge: 27
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@ Yeti
naja, ich habe halt gemerkt das ich mit den Standardrahmen nicht weit komme. Die haben dann meist ein Oberrohr von maximal 600mm, und das ist einfach zu kurz. Auf Stahl komme ich deshalb, weil ein Radhändler hier mir immer wieder sagt, das Stahl für mich besser, haltbarer ist. Mein momentanes MTB, so 10 Jahre alt, Stahrahmen, hat bisher auch alles mitgemacht. Nöll ist sicher eine Alternative (und der ist auch noch im Nachbardorf meine Heimatstadt), aber ebenso wie Wiessmann (ich wohne auch in Freiburg) nicht im Budget drin. @Old school Es gibt schon noch einige Hersteller mit Stahlrahmen. Rocky Mountain mit dem Blizzard, der kostet aber auch über 800,- Euro. Dann gibst noch das RM Hammer, aber nur als Komplettrad. Den Cove Handjob, der ist momentan in 21" nicht zu bekommen.... Somit stellt sich für mich einfach die Frage, ob ich 400 Euronen für nen Stangenalurahmen berappen soll oder lieber mit 650 Tacken nen Massrahmen in Stahl mit bauen lass.... JJ |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 31.07.2003
Ort: Hamburch
Bike: Spezialized Stumpjumper M4 Pro
Beiträge: 3.494
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@ SnowPro
Les mal oben: RM ist genannt, daher hab ich es nicht mehr erwähnt. Kona verbaut aber auch noch Stahl!
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.12.2002
Ort: Minskregion / Belarus
Bike: Ein Gebirgsfahrrad und ein Rennrad
Beiträge: 6.826
Bilder: 8
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@ SnowPro
Hi auch, also wenn die Kiste eher Dauerhaltbar sein soll ist das mit dem Stahl sicher Richtig und in der Tat eine Ueberlegung. Was die Rahmenbauer angeht: Das ist Handwerk, und das hat nun auch mal seinen Preis. Auch wenn einige auch in Kleinserie produzieren, ist die Kalkulation zwanslaeufig eine andere. Das liegt aber in der Natur der Dinge. Weiss nicht, ob Du in dem finaziellen Bereich, in dem Du suchst, nicht besser noch mal intensievst die Hersteller abklapperst. Das ist nichts gegen die Rahmenbauer, aber wie gesagt, das Ganze ist nicht ganz Billig und Du solltest auch wissen was Du willst. Vielleicht findest Du guenstig was und laess es uns wissen Gruss Yeti |
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