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Moderator
Registriert seit: 22.12.2002
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Alu ist leichter als Stahl aber dadurch das Stahl Stabiler ist, braucht man weniger Material für den Rahmen, als bei einem Alurahmen.
(ich hoffe das du meine blöde Ausdrucksweise verstehst ) |
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Moderator
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Es gibt sowohl gute (und leichte) Stahlrahmen als auch Alurahmen. Die einen schwören auf Alu, die anderen auf Stahl. Beide Werkstoffe werden eigentlich schon optimal verarbeitet und eingesetzt (bei Carbon sehe ich noch viel Potential). Aber der allgemeine Trend geht zum Alurahmen, wobei man auch viele aktuelle, gute Stahlrahmen findet.
Du siehst schon: man kann da keinen direkten Sieger ernennen. |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 31.01.2003
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Das Gewicht des Werkstoffs Alu ist geringer als bei Stahl (CroMo). Dadurch kann man bei gleichem Rahmengewicht mehr Alu als CroMo verbauen. Das ergibt dann größere Rohrdurchmesser bei Alurahmen. Hast bestimmt auch schon gesehen, daß Stahlrahmen filigraner aussehen. Durch die großeren Rohrdurchmesser ergibt sich bei Alurahmen eine messbar höhere Steifigkeit! Wie sehr man das aber fühlt, kann ich dir nicht sagen.
Letztendlich denke ich, daß das Geschmackssache ist, ob man die Oversized-Alurahmen schön findet oder eher einen filigranen Stahlrahmen. Einige Hersteller, wie z.B. Marin, schwören auf Stahlrahmen, andere haben seit Jahren den Stahlroheinsatz aufgegeben. Zu Carbon: Ich glaube nicht, daß Carbon eine echte Zukunft hat! Carbon läßt sich zwar prima (allerdings aufwendig) in Form bringen, allerdings ist das Material sehr streßanfällig! Wenn nach und nach einige Fasern nachgeben ist´s mit der Steifigkeit bald vorbei und bei ungünstigen Zugverhältnissen im Rahmen kann auch schon mal ein Rahmenbruch bei rauskommen. Das passiert bei Alu zwar auch, aber das bricht wenigstens, wohingegen Carbon splittert und spitze bzw. scharfe Fasern austreten! Aua! Gewichtsvorteil? Wo denn?? Carbonrahmen, wie die von Scott, sind zwar schon leicht, aber die leichtetsten Räder werden immer noch aus Alu gebaut! Ich sehe die Zukunft von Carbon eher in den Anbauteilen (Sattelstützen, Lenker,...) als im Rahmen. |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.12.2002
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Bike: Ein Gebirgsfahrrad und ein Rennrad
Beiträge: 6.826
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Tach Uwe,
also Grundsätzlich ist das Rohr ein sehr gutes Element, wenn es um Biegesteife Konstruktionen bei geringem Gewicht geht. Der Grund dafür ist, daß die Kräfte hauptsächlich in den Randzonen wirken. Die Biegefestigkeit von solchen Bauteilen erhöht sich mit zunehmenden Durchmesser in der 3. Potenz. Ein doppelter Durchmesser hat also die achtfache Steifigkeit. Die Widerstandsfähiugkeit eines Werkstoffes gegenüber elastischer Verformung wird Elastizitätsmodul genannt und in N/mm2 angegeben. Sie ist Materialspezifisch und kann durch Legierung beeinflußt werden. Stahl erreicht mit Werten von 22000 N/mm2 sehr gute Werte, Titan erreicht die hälfte und Alu rund 1/3 dieses Wertes. Daher benötigt man für die gleiche Festigkeit wie Stahl bei Alu den dreifachen Rohrdurchmesser ("Oversice") oder die dreifache Wandstärke. Damit sind die Gewichtsvorteile des Alu´s m. E. weitesgehend wieder dahin. Stahl selbst ist ein bewährter Werkstoff, bei dem es sehr große Erfahrung in seiner Verarbeitung gibt. Er ist elastisch, ist härtbar und erreicht eine Zugfestigkeit von 2000 Newton/mm. Vergüten und Legieren läßt er sich mit einer Reihe an Legierungspartnern. Gebräuchlich im Fahrradbereich ist 25Cr Mo4. Dieses Geröhr enthält 0.25% Kohlenstoff (Festigkeit), 1% Chrom (Zugfestigkeit), 0.15% - 0.20% Molybdän (erhöht Dauerschwingfestigkeit) und 0.5% - 0.8% Mangan (beruhigt den Stahl). Diese Legierung erreicht eine Zugfestigkeit von 650 Newto/nn bis 850 Newton/mm. Top-Rohre bestehen aus 34Cr Mo4, enthalten mehr Kohlenstoff und erreichen eine Zugfestigkeit zwischen 900 und 1100 Newton/mm. Die Bruchdehnung bleibt bei über 10%. Die Reinolds 753 oder Targa Prestige Rohre liegen bei über 1200 Newton/mm. Alu hat ein Elastizitätsmodul von 7000 Nweton/mm2, eine Dichte von 2700g/dm§ und ist im reine Zustand sehr weich. Die geringe Biegefestigkeit wird duch dickere Rohre wieder ausgegelichen. Legierungen mit 0.4% - bis 1.4% Magnesium und 0.3% - 1.6% Silicium ergiebt eine warm aushärtbare und schweißbare Alulegierun. mit Festigkeiten um 360 N7nn2 und 10% bis 14% Bruchdehnung. Wird zum beispiel in dengeklebten Rahmen von Trek verwendet. Legierungen mit Magnesium und Mangan sind nicht warm Aushärtbar, erreichen per Kaltverformung aber Festigkeiten bis 420 N/mm2 Titan, ist ein sehr schönes aber durch seine schwierige Gewinnung sehr teures Material. Edel. Rahmen von Rewel sind über jeden Zweifel erhaben! Carbon würde ich für´s Rennrad verwenden, macht am Mountainbike nur bei Racern sinn, da die Stuktur empfindlich ist und bei Stürzen geschädigt werden kann. Wer nich weiß, wer einen Stahl-Rahmen braucht, dem empfehle ich ein gespräch mit Uwe Marschall. Er ist Rahmenbauer und baur nur aus Stahl und Edelstahl. ( http://www.marschall-framework.de ) Ich hofe, Dir damit eine Hilfe gegeben zu haben Gruß Yeti |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 31.01.2003
Ort: Eppstein i. Ts.
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Beiträge: 7.358
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@Yeti: Hey sach mal, was arbeitest du eigentlich? So was schlägt man ja nicht einfach mal im Lexikon nach, oder?
Ich find das echt klasse, daß es in diesem Forum Leute wie dich gibt, die wirklich fundierte und ausführliche (daher verständliche) Antworten gibt! |
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