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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 06.09.2010
Beiträge: 23
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Ich möchte mal kurz meine Erfahrungen mit der Hayes Stroker Ryde schildern, zum Einen, um anderen Leuten zu helfen, zum Anderen natürlich auch, weil ich an Erfahrungsberichten interessiert bin. Es geht mir hier ausschließlich um Wartbarkeit. In Sachen Bremsverhalten, hab ich bisher absolut nichts auszusetzen gehabt.
Ich besitze ein Cube LTD CC 2010er, 5.000 km Laufleistung. Nachdem mein Hinterrad auf einmal vibriert hat und laute Geräusche von sich gegeben hat, bin ich zu einem Radhändler in Berlin gefahren. Nach kurzer Diskussion war klar, dass die Ursache die abgefahrenen Bremsbeläge waren. So weit so gut... Zum einen war es sehr schwer in Berlin überhaupt ohne Bestellung Ersatz aufzutreiben, aber naja vielleicht bin ich ja zu ungeduldig. Von 10 größeren MTB-Läden hatte schließlich doch einer welche auf Lager. Dann gings los: Eine Einbauanleitung zu finden, die den Einbauvorgang MEINER(!) Bremse exakt(!) beschreibt, war nicht aufzutreiben, weder die von Hayes mitgelieferte, noch sämtliche im Internet waren zumindest nicht 1:1 auf meine Bremse übertragbar. 1. Problem war schon mal die richtige Schraube rauszuschrauben (2.5 mm Inbus, dieselbe Größe wie bei den Bremshebeln). Ich bin bei so etwas immer vorsichtig, weil ich ungerne DOT4-Flüssigkeit im Gesicht habe, eine Zeichnung wäre durchaus sinnvoll... 2. Das eigentliche Problem ist, dass die Bremsklötze angeblich magnetisch vom Bremskolben gehalten werden. Der alte Metallbügel, Feder oder wie sich das Ding schimpft ist bei mir total verbogen und unbrauchbar und außerdem laut Fahrradhändler und diverser Internetquellen unnötig und wird bei den meisten Bremsklötzen auch gar nicht mehr mitgeliefert. Folgender Link zeigt Bremsklötze inkl. dieser Feder: http://static.bike-components.de/ima...emitFedern.JPG Allerdings musste ich feststellen, dass bei meiner Hayes nichts magnetisch war. Die Folge: Die Bremsklötze klappern einfach so rum, weil sie nicht am Kolben kleben und nicht zurückgezogen werden. Dementsprechend schleift das Ganze. Da ich zunächst der Anleitung Glauben geschenkt habe, habe ich also etliche Male die Beläge noch einmal raus, drückt mit der Hoffnung, dass die einhaken oder so, mit der Taschenlampe reingeleuchtet, ob es vielleicht versteckte Stifte oder Schrauben oder so gibt... Schließlich hab ich mich damit abgefunden, dass die Beläge offenbar irgendwie mit dieser Feder, die bei mir wie gesagt total verbogen und vergurkt ist, auseinandergedrückt werden. Eine Ersatzfeder war bei den neuen Belägen leider nicht dabei. Nach einer weiteren Tüftelsession habe ich nun rausgefunden, wie es aller Voraussicht nach eigentlich funktionieren sollte: Beide Beläge in die Feder einklemmen und das Ganze als Paket in den Bremssattel reinstecken. Wenn man es weiß, ist es natürlich relativ einfach, aber keine Anleitung ist in dem Fall noch besser als eine fehlerhafte... Aber wegen der kaputten Feder hats bei mir leider nicht funktioniert, morgen gehts dann zum Händler. Die Folge ist wieder mal Verzicht auf mein tägliches Transportmittel und entsprechend ärgerlich!!! Tja, insgesamt bin ich schon sehr enttäuscht, da ich eigentlich erwarte, dass Bremsklötze wechseln absolute Standardwartung ist, die ohne jegliche Vorkenntnisse durchgeführt werden kann, geschweige denn von Hobbyschraubern wie mir. Bei einem Fahrrad für 1200 Euro wird letztendlich fummeliger Schrott eingebaut, um ein paar Cent zu sparen und das ist immer wieder frustrierend. Wie sind eure Erfahrungen und wie ist es mit anderen Scheibenbremsen? |
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#2 (permalink) |
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Moderator
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Ohne Ahnung an der Bremse rumfummeln, und dann den Hersteller verantwortlich machen, wenns nicht passt? Clever ^^
Bist Du sicher, dass Du eine Stroker Ryde hast?
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Torn and repaired, just to endure it all again. Without a reason, for my place in all this pain. Though well concealed, the scars they just compound. Until there´s nothing left of what was once my former self. |
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#3 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
ich würd mal sagen ganz klar user-problem - laufrad ausbauen - sicherungsschraube lösen - kolben mit eingebauten alten belägen mit schraubenzieher zurückdrücken - neue beläge rein - laufrad rein - sicherungsschraube rein - fertig wenn man logisch nach anleitung vorgeht (was ich mir nicht vorstellen kann das es keine im i-net zu finden gibt?!?!) ist ein belagwechsel ein kinderspiel.. das system mit der rückhalteklammer wird (wurde) auch von avid verbaut.. Geändert von SteveLorenzios (20.08.2011 um 08:42 Uhr). |
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#4 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 06.09.2010
Beiträge: 23
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1.) Wenn bei den neuen Belägen keine Feder dabei ist
2.) Wenn in der Anleitung der Vorgang anders beschrieben ist (magnetisches Halten) Dann würde ich das nicht als User-Fehler abtun. Aber klar, wenn man weiß, wie es geht, ist es immer einfach. Es ist z.B. auch kinderleicht, ein XT-Lager einzustellen wenn man weiß, dass man an die eine Achsseite nur dran kommt, wenn man die andere vorher lockert. Aber userfreundlich ist eben etwas anderes. Beim googeln nach der Lösung bin ich übrigens auf einige andere Leute gestoßen, die sich genauso "trottelig" angestellt haben. Aber wenn man erst Beiträge in Foren lesen oder schreiben muss, um die Bremsbeläge auszutauschen, dann stimmt etwas nicht. Ich gebe zu, dass ich bisher wenig Erfahrung mit Scheibenbremsen hatte, aber bei der HS33 ist das Wechseln ja schließlich auch selbsterklärend und dennoch idiotensicher beschrieben, ebenso wie bei jeder V-Brake. Geändert von jens.berlin (20.08.2011 um 08:50 Uhr). |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Och - in einem Forum um Rat zu fragen ist doch nun auch nicht soooo aufwändig. Kann man ruhig machen.
Wenn einen das Geklapper nicht stört, kann man übrigens wirklich ohne die Spreizfeder fahren. Allerdings nutzen die Beläge dann wesentlich schneller ab (ich hab das nur mal gemacht, als der Belag so weit runter war, dass die Feder schon an die Scheibe kam: Feder raus und noch ein paar Wochen den Belag weiter malträtiert. Dann muss man aber oft nachschauen, damit man nicht irgendwann mit der Trägerplatte bremst)
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Wenn es in die Suppe hagelt ist das Dach wohl schlecht genagelt! |
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#6 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 06.09.2010
Beiträge: 23
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Klar kann man mit klappernden Bremsen fahren und macht wahrscheinlich weniger Geräusche als 90 Prozent der Schrottradler in Berlin. Aber bei einem Fahrrad für 1200 Euro habe ich einen anderen Anspruch, sorry. Hab übrigens inzwischen meine Kool-Stop-Beläge bekommen, die ich parallel zur Händlersuche in Berlin im Internet bestellt habe. Da war ne Feder dabei. Jetzt funktioniert alles wieder!
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Ich hab ja gesagt, dass ich das nur bei den eh schon abgefahrenen Belägen gemacht hab. Bin halt kein Berliner, sondern Lipper.
Das Prinzip mit Spreizfeder zwischen Beläge und das ganze Paket mit einer Schraube sichern ist übrigens nicht nur bei Hayes und Avid so. Auch Formula, Magura und Hope machen das so (und vermutlich auch alle anderen. Kleiner Tipp noch am Rande: Beruhige dich wieder Firefly wollte dir mit Sicherheit nicht auf den Schlips treten (und auch sonst keiner hier). Im Kern geht es wohl eher darum, dass man für Schraubübungen am besten weniger sicherheitsrelevante Bauteile als ausgerechnet die Bremsen wählen sollte. Du sagst selbst, dass das für dich Neuland ist. Da hättest du vielleicht lieber die Beläge von dem Shop einbauen lassen sollen, der sie dir verkauft hat. Ein Mechaniker da hätte dir das in 5 Minuten gemacht, da hättest du dann bei zuschauen können und wärest für das nächste Mal gerüstet gewesen. Wenn du also mal irgendwann ein Problem mit dem Steuersatz haben solltest, denk dran! Glückwunsch übrigens, dass die Beläge so lange gehalten haben. Bei manchen Bremsen haben wir hier auch schon Fälle gehabt, wo so ein Satz noch nichtmal 1000km durchgehalten hat
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Wenn es in die Suppe hagelt ist das Dach wohl schlecht genagelt! |
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#8 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 06.09.2010
Beiträge: 23
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Ja, klar kann das auch der Händler machen und es wäre natürlich schön, wenn der dann selber merkt, dass sich die Beläge, die er verkauft quasi nicht einbauen lassen. Aber wie gesagt, ich habe lediglich die Bremsbeläge gewechselt und das ist eigentlich nichts, was nur Experten können sollten. Was anderes sind Lager, Bremsflüssigkeit, Federgabel zerlegen und so was. Da kann man dann irgendwann sagen "wenn du dich nicht auskennst, lass die Finger von!". Mein Beitragstitel ist natürlich auch provokant gewählt, weil ich an Feedback interessiert bin und daran, ob auch andere Scheibenbremsenhersteller so einen Mechanismus haben oder ob da eher das HS33-Prinzip (einfach einklicken) üblich ist. Da das meine erste Scheibenbremse ist, weiß ich auch nicht, was "üblich" ist und für mich wirkt der Federmechanismus schon sehr billig.
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#9 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Ich hab bisher auch bei jedem Satz Ersatzbeläge eine frische Spreizfeder dazubekommen. Die Idee mit den Magneten finde ich aber nicht schlecht (zumindest solange die Trägerplatten aus Stahl sind). Hast du dich mal erkundigt, ob das möglicherweise erst ab Jahrgang 2011 so verbaut wird? Dann wäre deine ja einfach schlicht zu alt.
Ich sage ja auch nicht, dass Bremsbeläge nur von Experten gewechselt werden können. Aber auch bei einfachen Dingen ist es immer sehr angenehm, erst einmal zusehen zu können, bevor man selbst Hand anlegt. So kann man sich dann auch schrittweise an kompliziertere Sachen herantasten.
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