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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 22.11.2007
Ort: München
Beiträge: 22
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Hallo Leute,
die Frage hier geht an die ganz technikversiertem von euch. Bei den meisten aktuellen Scheibenbremsen sind ja bekanntermaßen die Bremssättel einteilig geschmiedet. Was ich mir aber nun nicht ganz erklären kann, wie bekommt man denn die Öldurchführung zu beiden Kolben beim Schmieden dabei hin? Bohren wäre ja die logischste Erklärung. Wenn man sich allerdings den Bremssattel genau betrachtet, so gibt es meist nur eine Bohrung für den Leitungsanschluss? Warum Frage ich eigentlich?! Muss fürs Studium nen Konstruktionsentwurf machen und habe mir dafür eine Scheibenbremse gewählt. Falls ihr also eine Idee habt würde ich mich sehr freuen wenn ihr mir weiterhelfen könntet. Gruß Martin! |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Einteilig geschmiedet? Meinst du beispielsweise Hope? Da würde ich eher sagen, einteilig gefräst... zumindest sind da überall noch entsprechende Strukturen drauf.
Wie die da allerdings was für einen Fräser wo lang führen kann ich dir auch nicht sagen - vielleicht hast du Glück und findest einen Hersteller, der dir eine email beantwortet (mit Fotos zum Beispiel
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Wenn es in die Suppe hagelt ist das Dach wohl schlecht genagelt! |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2008
Ort: Slowenien
Bike: Author Introvert /Custom
Beiträge: 2.214
Bilder: 13
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Hallo zusammen,
Ich kenne die meisten Industrieverfahren. Zwar jetzt nicht im Detail, jedoch im grobem und das zu genüge um da einen Beurteilung abzugeben. Das Schmieden sieht heutzutage so aus: als erstes wird eine Form(im Fachjargon Werkzeug) hergestellt welche die Umrisse bzw. Maße des Werkstückes weitesgehendst in Negativform darstellt. Darin wird das weichgeglühte Werkstück nun eingelegt und unter hohem Druck, ähnlich wie bei einer Stanze, mit einem Schlag in Form gebracht. Das so gewonnene Werkstück wird nach dem Erkalten an den Funktionsrelavanten Flächen noch nachbearbeitet, also gebohrt, Gewinde eingearbeitet, Passflächen gefräst und/oder plangeschliffen, etc. Das Schmieden bietet folgende Vorteile: Durch die Hochdruckverpressung erreicht man eine sehr hohe Materialdichte und Festigkeit, und das durchgehend. Materialeinsparung - man hat kaum Abfall. Geschindigkeit - Vorteil in der Serie - macht sich im Preis Bemerkbar. Das CNC-Fräsen aus dem vollem wird dagegen in der Prototypenserie angewendet wo die sehr hohen Werkzeugkosten (ab 20.000 Euro aufwärts kann auch bis 100.000 gehen) in keinem Verhältniss zum Werkstück stehen. Beispiel: wir haben vor zwei Jahren eine Pumpe entwickelt und die Prototypengehäuse CNC-gefräst. Bearbeitungsdauer am CNC-Centrum ca. 45 min. In der Serie wurden dann geschmiedete Rohlinge eingesetzt - Bearbeitungsdauer 3,5 min. Vergleicht man diese Zahlen, dann wird klar warum ein Hersteller, welcher seine Artikel weltweit vertreibt, seine Sachen so günstig anbieten kann. Für ihn lohnt sich die Konstruktion eines spezielen Schmiedewerkzeuges. Und die Teile sind theoretisch besser. Umgekehrt wird ein Schuh draus - hat das Werkstück einen Konstruktionsfehler, dann ist sofort ein neues Werkzeug fällig. Nur sehr selten läßt sich das vorhandene ummodeln. Da die Hersteller diese Kosten scheuen, und das kostet nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit (die Herstellung kann mehrere Monate in Anspruch nehmen), wird sehr häufig weitergepfuscht (ich sage nur "Toyota"). Bei der CNC-Verarbeitung kann man dagegen sofort reagieren bzw. sogar diverse Sonderwünsche erfüllen.
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Es muss gespart werden, koste es was es wolle! |
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#4 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 22.11.2007
Ort: München
Beiträge: 22
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Danke erst mal für die Antworten!
Also Vor-/Nachteile Schmieden/Fräsen ist mir schon alles klar und wie es an sich funktioniert auch. Meine Problem ist wie gesagt nur, wie bekommen die beim Schmieden die Durchführung zu den beiden Kolben rechts und links hin. Wird da etwas eingelegt? Ich kann mir vorstellen, dass das ähnlich dem Hohlschmieden bei den Hollowtech-Kurbeln geht oder den entsprechenden Kettenblättern. Aber wie funktioniert das im Detail???? |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.09.2008
Ort: Südlich vom Pott!
Bike: Cube Stereo Elexier CR Bj.08,Cube LTD Race Bj.´10,Kona "Fit"K18 (gestohlen)
Beiträge: 4.741
Bilder: 52
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ich denke, die sättel sind eher gegossen und nicht geschmiedet.
warum auch schmieden? zu komplizierte form(zum schmieden) und von der materialbeschaffenheit ,in bezug auf die nötige und erfoderliche kraftübertragung, wäre das eher mit kannonen auf spatzen geschossen. aber mal so unter uns gefragt, welchen einteiligen sattel meinst du den? welcher hersteller? welches model? nach meinem überschlagendem brainstorming in bezug auf dieses thema sind mir gerade nur zweikobensättel bekannt, die meines wissens immer zweiteilig sind!
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Einen guten MTB-Fahrer erkennt man daran, daß sich ein brauner Streifen vom Arsch, über den Rücken, durch den Nacken, um den Kopf, über das Gesicht,Brust und Bauch bis zu den Eiern zieht! Ich bin Heiligenhauser!!! Geändert von gostereo (25.02.2010 um 19:25 Uhr). |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.09.2008
Ort: Südlich vom Pott!
Bike: Cube Stereo Elexier CR Bj.08,Cube LTD Race Bj.´10,Kona "Fit"K18 (gestohlen)
Beiträge: 4.741
Bilder: 52
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ook, dan muss ich das mal so glauben mit dem schmieden.
Magura Marta SL: ![]() formula R1: ![]() wie du siehst, sind jeweils dort wo die kolben eingeführt werden, verschraubungen (bei der marta schwarz, bei der r1 rot)durch die man eben die koben einsetzen oder demontieren kann. diese bohrungen werden dann folglich nach dem schmieden gearbeitet (durch bohren, fräsen etc.) aber die sättel sind dann einteilig, da hast du dann recht!
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#8 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 13.09.2008
Ort: Slowenien
Bike: Author Introvert /Custom
Beiträge: 2.214
Bilder: 13
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Dazu bis zum WE mehr. Da werde ich mal echte Spezies (Werkzeugbauer) befragen.
Eine Anmerkung noch - in der offizielen Presse, also im Hinblick auf den eigentlichen Endverbraucher, spricht man gerne im blumigen Jargon - also eine verfälschte Fachsprache. Möglicherweise handelt es sich tatsächlich nicht um richtiges Schmieden, sondern um ein anderes Verfahren, ein quasi-Schmieden sozusagen. Dazu bis zum WE mehr. Gruss aus den Alpen
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#9 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Ich behaupte jetzt einfach mal, dass erst der Rohling geschmiedet wird und überall, wo noch ein Loch oder Hohlraum hin muss (Kolben, Öldurchlässe, Beläge bzw. Bremsscheibe) rückt dann eben nochmal ein Fräswerkzeug hinterher...
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#10 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2002
Ort: nähe Stuttgart im rems-MURR-kreis
Bike: Rotwild R.X2
Beiträge: 5.208
Bilder: 14
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die Bremssättel sind aus Druckguss,werden danach Bearbeitet, was sich dem entsprechend auf den Preis niederschlägt.
Hope ist vollundganz aus einem Block Alu gefräst, die "neue" Magura Louise zbs. ist aus zwei Hälften gefertigt und zusammengeschraubt, einfachere Bauart dadurch "Kostengünstiger".
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Netter spruch auf der Radlkarte vom Tegernsee "Carbonrahmen machen unsere Berge nicht flacher" Wer zur Quelle will muss gegen den Strom schwimmen. Chin.Sprichwort |
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