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Alt 15.11.2007, 17:27   #1 (permalink)
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Benutzerbild von maett
 
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Standard Kette Reinigen

Hallo

Ich wollte fragen: Mit was für einem Putzmittel, wird meine Kette am besten sauber? Ist es nötig ein spezielles Putzmittel zu kaufen, oder sogar ein Hilfsgerät?

http://www.veloplus.ch/AlleProdukte/...inishLine.aspx

http://www.veloplus.ch/AlleProdukte/...tPARKTOOL.aspx

Danke fürs Antworten

Gruss
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Alt 15.11.2007, 19:52   #2 (permalink)
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Benutzerbild von Ghostfreak
 
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Standard

Moin,

also ich mach meistens was wd-40 drauf, lass es dann 5min stehen und danach mit ner alten sahnbürste drüber. dann mit dem schlauch abspülen, so dass wieder alles glânzt, dann noch mal die kette zwischen nen lappen, paar mal dadurch drehen, wieder was kettenöl auf die kete und fertig.
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Gruss, Ghostfreak aus Luxemburg

Meine MTB-Homepage: www.ghost-biker.hot.lu

Mein Verein: SaF Zeisseng



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Alt 15.11.2007, 20:19   #3 (permalink)
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Benutzerbild von Yeti
 
Registriert seit: 16.12.2002
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Tach auch,

also alles, was auch nur irgendwie mit entfetten zu tun hat - daß vergißt Du am besten ganz schnell wieder! Mit der Kette überträgst Du die Antriebskräfte. Und die erzeugen in der Kette ansich eine ziemlich hohe Flächenbelastung. Um hier eine ausreichende Schmierung sicherzustellen, braucht´s einen Schmierstoff mit ausreichender Viskosität - sprich Festigkeit. Sonst wird dieser nämlich von der Zugspannung verdrängt. Normalerweise nimmt man für die Schmierung Fett, was aber in der Praxis am Bike wenig praktikabel ist. Daher solltest Du ein gutes Öl verwenden.

Zu Deiner Frage:
Meine Kette reinige ich, in dem ich ihr erst mal reichlich Öl verpasse und den überschüssigen Rest abwische. Das spült meist den Dreck schon raus. Für den Fall, daß mehr im Gliederstrang steckt, habe ich ein altes Bettlafen, Unterhemd oder ähnliches in Streifen geschnitten parat. Diese Streifen haben eine Breite, daß sie gerollt gut durch die Laschen der Kette passen. Dann kommt erst die Ölung und dann ziehe ich die Streifen durch die Glieder. Damit krigt man den ganzen Dreck aus der Kette raus. Natürlich bringt das nur was, wenn Du auch Kettenblätter und Kassette reinigst - sonst gelangt von dort aus wieder etwas in´s Getriebe. Wichtig ist, daß Du vor allem Sand und dergleichen entfernst - der wirkt wie Schmirgel.

Nach der Reinigung kommt noch mal Öl auf die Kette, dann wird über alle Gänge geschaltet und das ganze erst mal stehen gelassen (das Öl soll ja auch Gelegenheit haben, an die zu schmierenden Stellen zu kriechen). Was dann noch über bleibt wird abgewischt und zum Schluß kommt noch etwas Sprühwachs drüber. Sprühwachs hat den Effekt, daß es den Schmierfilm versiegelt und an diesem nicht so stark Staub haften bleibt.

Als Öl würde ich Dir Dry Lube von Motorex empfehlen.


Gruß

Yeti
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Alt 15.11.2007, 20:32   #4 (permalink)
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Benutzerbild von Kalewirsch
 
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Servus,

also ich mache es wie Yeti, jedoch wenn es schon recht hartnäckig mit dem Dreck ist, nehme ich Kettenreiniger oder auch Waschbenzin her.
Anschließend gut trocknen.
Dann nehme ich WD 40 zum schmieren her und lasse dies einwirken. Vor der nächsten Tour trockne ich das restliche Öl weg.
So bleibt die Kette am längsten sauber.
Solltest du aber eine schmutzige tour hinter dir haben sofort mit normalen Wasserdruck die Kette und Schaltwerk abspritzen,
so geht der Dreck wieder leichter ab.
Kette trocknen und wieder einschmieren, wie gehabt.
So lebt dann die Kette auch länger, meine hat ca. 4000 km und immer noch kaum ein Spiel. ist immer och die erste.

Gruß Kalewirsch
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Alt 15.11.2007, 20:47   #5 (permalink)
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Benutzerbild von exorzist
 
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@Kalewirsch: hast Du Kette mal mit der Caliber-Lehre überprüft? Eine HG93 von Shimano hält bei mir ca. 1500km. Bei 4000km brauchst die Kette nicht mehr wechseln, da fährst Du noch 2-3tkm und kannst die Kassette gleich mitwechseln.

zur Reinigung/Schmierung der Kette: also ich wisch den, noch weichen, Dreck mit einem Lumpen ab. Ab und zu mit der Zahnbürste die Kassette, Schaltröllchen, Blätter und natürlich die Kette abbürsten. Danach Kettenöl drauf (Shimano), über Nacht einwirken lassen und vor der Ausfahrt mit nem sauberen Lappen das überschüssige Öl wieder entfernen. Zu viel Öl bewirkt nur, das sich der ganze Antrieb mit Dreck festsetzt.
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Alt 15.11.2007, 21:00   #6 (permalink)
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Benutzerbild von Kalewirsch
 
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@exorzist ich habe dies schon mit der lehre gemessen. Meine Kumpels wundern sich auch schon dauernd.
ich gebe zu ich habe nicht so einen antritt wie die anderen, aber komme immer dort an wo die anderen hinfahren.
die Ritzeln sind auch noch einigermaßen in Schuss.
Lediglich das Trettlager verabschiedet sich langsam, habe neulich mal ein leichtes regelmäßiges Knacksen gehört.
Werde wohl nächstes Jahr die Deore LX mit einer XT Hollowtech tauschen.

Servus
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Alt 15.11.2007, 21:28   #7 (permalink)
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Tach auch,

Zitat:
Zitat von Kalewirsch
Lediglich das Trettlager verabschiedet sich langsam, habe neulich mal ein leichtes regelmäßiges Knacksen gehört.
Knackgeräusche am Tretlager - nu´ mal keine Bange, so schnell stirbt ´s sich nicht! Ich vermute mal eher, daß die Patrone mal ´ne Packung Fett vertragen könnte. Dazu werden die Kurbeln abgezogen und die Lagerschalen rausgeschraubt. Anschliepend gibst Du der Patrone ´ne ordentliche Packung Fett - ja, genau: Auf die Patrone! Und die wird dann so eingefettet auch wieder montiert. Die Gewinde der Lagerschalen werden ebenfalls eingefettet und entsprechend fest angezogen. Shimano gibt für seine Lager 50 Nm° bis 70Nm° anzugsmoment vor - das ist schon recht deutlich handfest! Dann solltest Du Ruhe im Schiff haben.

Wie Du´s aber auch mit ´nem nicht so starken Antritt mit einer Kette auf 4.000 Kilometer schaffst - das ist mir ´n Rätsel. Ich schmeiße meißt schon nach 1.000 Kilometer die Kette runter...
Hast Du ´ne Schieblehre? Wenn Du die neue Kete mal über 10 Nietstifte mißt, kannst Du den Verschleiß gut nachhalten. Spätestens, wenn sich die Kette über Diesen Bereich um einen Millimeter gelängt hat, ist ein Wechsel fällig.
Aber Du bist für den Moment wohl wirklich gut beraten, gleich alles zu tauschen (also wie schon erwähnt auch die Kassette und gegebenenfalls die Kettenblätter).

@ Kalewirsch
Zitat:
Zitat von Kalewirsch
...nehme ich Kettenreiniger oder auch Waschbenzin her.
Ihr vergewaltigt ja regelrecht Euer Material - ich suche immer noch ein einziges Argument dafür, warum man die Kette entfetten sollte? Ohne Not ruiniere ich mir doch nicht eine Grundfettung!


Gruß

Yeti
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Alt 16.11.2007, 07:33   #8 (permalink)
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Um nochmal ein Wort zum Thema zu verlieren wiederhole ich, was Yeti gesagt hat, weil das wichtig ist: alles, was die Kette entfettet (und das machen die meisten Kettenreiniger) ist schlecht für die Haltbarkeit! Die Kette sieht danach zwar super aus, wie neu, aber die Haltbarkeit leidet darunter spürbar.
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Alt 16.11.2007, 18:27   #9 (permalink)
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Benutzerbild von maett
 
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Dann ist es ratsam nur den groben Dreck weg zu wischen und die Grundfettung auf der Kette zu lassen? Ich habe genau das Öl von Motorex.

Habe noch eine Frage: Ich möchte in Zukunft selber Reparaturen an meinem Bike erledigen. Was für Werkzeug empfehlt ihr mir. Habe da ein paar Vorschläge:

http://www.veloplus.ch/AlleProdukte/...nVeloPlus.aspx

http://www.veloplus.ch/AlleProdukte/...tPARKTOOL.aspx

Ein Buch für Fahrradtechnik habe ich schon, von Park Tool.

Gruss
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Alt 16.11.2007, 20:43   #10 (permalink)
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Tach auch,

Zitat:
Zitat von maett
Dann ist es ratsam nur den groben Dreck weg zu wischen und die Grundfettung auf der Kette zu lassen?
Außer dem Groben solltest Du natürlich vor allem auch Sand aus dem Getriebe entfernen. Der wirkt wie Schmirgel - wie´s geht hatte ich ja schon beschrieben. Tödlich ist ´s aber auf alle Fälle, die Kette zu entfetten! Also die Grundfettung immer auf der Kette lassen.


Zitat:
Zitat von maett
Ich habe genau das Öl von Motorex.
Womit Du sicher nichts Falsch machst



Zitat:
Zitat von maett
Habe noch eine Frage: Ich möchte in Zukunft selber Reparaturen an meinem Bike erledigen. Was für Werkzeug empfehlt ihr mir?
Die Werkzeugkoffer sind nicht schlecht, auch von der Werkzeugqualität her. Aber der Preis ist schon ´ne Ansage. Dachte schon, das wäre die Telefonummer der Hotline Obwohl - bei Park Tool geht das auch wieder durch - da kaufst Du keinen Schrott.
Dennoch würde ich mir an Deiner Stelle die Werkzeuge vielleicht doch lieber einzeln kaufen. Dann hast Du auch auf alle Fälle die passenden Werzeuge zur Hand:

- Ein Satz Inbusschlüssel, soweit nötig auch Torx

- Ein Satz Maulringschlüssel - da reichen die Größen, wie sie am Bike vorzufinden sind.

- Schraubendreher

- Kombizange und Seitenschneider. Die Firma Knipex baut gute Zangen

- Gegebenenfalls ein Montageständer. Du solltest darauf achten, daß das Teil einen guten Stand hat. Wenn die ganze Schose nur wackelt, macht die Arbeit einfach keinen Spaß.

- Eine Schieblehre. Die ist für alles mögliche gut. Auch den Verschleiß der Kette kann man damit messen. Wenn sich die Kette über 10 Nietstifte gemessen um einen Millimeter gelängt hat, schmeiße ich sie runter.

- Einen Nietdrücker. Die Auflagefläche muß waagerecht zur Spintel stehen. Solltest Dir bei Gelegenheit auch ein paar Ersatznietstifte besorgen. Von Shimano hat ´s die passenden Teile. Und was man hat, das hat man. Wenn Du sowas brauchst, dann bekanntlich immer drei Minuten nachdem der Shop schließt und fünf Minuten vor der geplanten Tour - Murphy´s Gesetz läßt grüßen...

- Reifenheber. Die sollten natürlich aus Kunststoff sein, sonst läufst Du Gefahr, Dir die Felge zu ramponieren.

- Flickzeug.

- Eine ordentliche Standluftpumpe. Ich würde Dir die Floorpump von Scott empfehlen. Ist zwar recht teuer, hat dafür aber ein sehr genaues Manometer und außer einem recht großem Kammervolumen (man hat mit wenigen Schlägen die Reifen voll) auch ordentlich pep hinter den Backen...

- Einen Drehmomentschlüssel. Hin und wieder knackt ´s im Gebälk. Liegt nicht selten an nicht richtig angezogenen Schraubverbindungen. Du solltest darauf achten, daß sich die weiteren Werkzeuge - zum Beispiel für ´s Tretlager - in geeigneter Form aufstecken lassen. Merke: NIEMALS mit einem Drehmomentschlüssel Schraubverbindungen öffnen. Zum öffnen solltest Du Dir eine Knarre zulegen. Kostet nicht die Welt.

- Tretkurbelabzieher. Ohne Demontage der Tretkurbeln komst Du nun mal nicht an ´s Tretlager...

- Tretlagerschlüssel. Zur Demontage des Tretlagers. Der Bereich muß gelegentlich schon mal gefettet werden. Dafür kannst Du normales Montagefett verwenden. Welchen Tretlagerschlüssel Du brauchst hängt bei Shimano wom jeweiligen Tretlager ab.

- Zentrierständer, Zentrierlehre und Nippelspanner. Um die Laufräder gelegentlich nachzentrieren zu können brauchst Du einen Zentrierständer. Dafür empfehle ich Dir den Workman Pro von Minoura. Um die Mittigkeit der Felge festzustellen benötigst Du eine sogenannte Zentierlehre. Die gibt es ebenfalls von Minoura, brauchst Du aber eigentlich nicht wirklich. Bei Bedarf würde ich gleich das Set kaufen. Der Nippelspanner muß natürlich auf die Nippel passen. Soweit Du keine Pro Lock - Nippel an den Laufrädern hast, kannst Du die Nippel mit mittelfester Schraubensicherung gegen vorzeitiges lösen sichern.


Zitat:
Zitat von maett
Ein Buch für Fahrradtechnik habe ich schon, von Park Tool.
Das Buch ist gut.


Gruß

Yeti
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