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#1 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 22.09.2006
Bike: Gary Fisher Sugar 3+ mit endlich guter Federgabel, Trek Madone 5.2, Peugeot Rennrad in rosa-lila
Beiträge: 81
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Hallo und Servus,
mich quält seit längerem eine Verständnisfrage und jetzt hoffe ich, dass man sie mir hier beantworten kann. Es geht wie im Titel beschrieben um Disc-Freigaben bei Federgabeln. Es gibt ja manche Gabeln, die nicht für Scheiben über 180 mm freigegeben sind. Jetzt ist das aber doch so: Wenn ich Bremse, wird die Bremskraft bzw. eigentlich das Bremsmoment an der Aufnahme unten an der Gabel eingeleitet. Die absolut maximal übertragbare Bremskraft ist aber doch eigentlich durch die Reibung vom Reifen auf dem Untergrund begrenzt, bzw. wie ich mein Gewicht verlagere, damit ich nicht nach vorne absteig. Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass ich mit ner 180er Scheibe so bremsen kann, dass vorne entweder das Rad rutscht, oder ich nen Abflug über den Lenker mach. Das heißt doch dann, dass ich mit ner 180er Scheibe eine Bremskraft / ein Bremsmoment erreichen kann, das ich mit einer größeren Scheibe im Grunde genommen nicht überbieten kann, da das Rad vorne ja gleich schnell rutscht oder ich gleich schnell durch die Luft katapultiert werde. Um mich nicht falsch zu verstehen: Mir ist vollkommen klar, dass die größeren Scheiben ihre Bremsleistung länger bringen, also auch wenn´s mal richtig lang und steil bergab geht kein oder weniger Fading haben, als Disc-Stopper mit kleineren Scheiben. Mich würd´s nur interessieren, wieso Federgabeln z.B. auf 180er Scheiben begrenzt sind. Hoffe, bzw. bin mir sicher, ihr wisst Rat, Der Roman
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Wer später bremst, ist länger schnell. Bremsen ist die Umwandlung einer hohen Geschwindigkeit in nutzlose Wärmeenergie. Teamarbeit ist, wenn vier Leute für eine Arbeit bezahlt werden, die drei besser machen könnten, wenn sie nur zu zweit gewesen wären und einer davon krank zu Bett läge. (Martin Wolgast) |
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#2 (permalink) |
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Benutzer
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es kommt beim bremsen nicht nur auf die größe der scheiben an....auch dein gewicht spielt eine Rolle. Wenn du schwerer bist, braucht es natürlich auch mehr kraft um die gleiche Bremsleistung zu bekommen. Damit sich aber durch die daruch höhere reibung die kleine scheibe nicht zu schnell überhitzt verwendet man größere scheiben. Diese können die Hitze besser auf die Fläche verteilen.
soviel dazu.... Die Begrenzung des Scheibendurchmessers hängt von der verwindbarkeit der federgabel ab soweit ich weiß. Es kommt auch auf den hersteller drauf an bis zu wie viel Durchmesser die Gabel freigegeben wird...und wenn ich logisch nachdenke auch auf das material? das weiß ich aber nicht genau!! aber da können dir bestimmt noch andere weiterhelfen mfg |
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#3 (permalink) |
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Moderator
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Auch die Krafteinleitung ist bei größeren Scheiben anders als bei kleinen. Größere Scheiben belasten das Material der Gabel dabei mehr; nicht umsonst haben inzwischen viele DH-Gabeln einen eigenen Standard, zB IS2000+40mm. Sprich man kann dort große Scheiben ohne Adapter fahren, um einen besseren Krafteinleitungspunkt zu erreichen, der das Material schont. Leichtere Gabeln sind für diese Kräfte nicht ausgelegt, und sind daher oft begrenzt.
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Torn and repaired, just to endure it all again. Without a reason, for my place in all this pain. Though well concealed, the scars they just compound. Until there´s nothing left of what was once my former self. |
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#4 (permalink) |
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Benutzer
Registriert seit: 22.09.2006
Bike: Gary Fisher Sugar 3+ mit endlich guter Federgabel, Trek Madone 5.2, Peugeot Rennrad in rosa-lila
Beiträge: 81
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Aber wenn ne Gabel für ne 180er Scheibe freigegeben ist, ohne irgendwelche zusätzlichen Beschränkungen, dann muss die Gabel doch in meinen Augen ne absolute Grenzbremsung mit ner 180er Scheibe aushalten, also ich sag jetzt mal übertrieben, eine Bremsung eines 250 kg Manns bis er bei optimaler Gewichtsverlagerung nach vorne absteigt oder das Rad vorne rutscht.
Die Kräfte, die die Bremse dabei auf die Aufnahme an der Gabel ausübt, sind doch dann net größer, wenn der gleiche Brocken ne gleich extreme Bremsung mit ner größeren Scheibenbremse macht. Und mit dem Downhill-Standard: Da muss doch im Prinzip die ganze Bremskraft auch die IS2000-Aufnahme aufnehmen können...? Oder lieg ich da falsch? Grüße Der Roman
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2002
Ort: nähe Stuttgart im rems-MURR-kreis
Bike: Rotwild R.X2
Beiträge: 5.208
Bilder: 14
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die Begrenzung hängt mit dem Bremsmoment zusammen und weniger mit dem Fahrergewicht, umso grösser der Durchmesser der Scheibe umso höher das Bremsmoment (die Hebelwirkung) das auf die Gabel wirkt (Torrisonsteifigkeit), warum jetzt einge gabel zbs. nur für 160er Disc's zugelassen sind, hängt wohl (wie oben schon erwähnt) einmal vom "Materialeinsatz" an der Gabel ab, CC-gabel sind in der Regel leichter wie ihre Pedants in der Enduro/Freerideklasse, heisst, es "wurde weniger" Material in die Wandstärke konzipiert, daher verwindet sich ne CC-Gabel bei grösseren Durchmesser der Disc mehr , das entscheidenen ist ABER meiner Meinung nach die Überlappung der Tauch/Standrohreinheit, um so "länger"um so steifer das ganze.
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Netter spruch auf der Radlkarte vom Tegernsee "Carbonrahmen machen unsere Berge nicht flacher" Wer zur Quelle will muss gegen den Strom schwimmen. Chin.Sprichwort |
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#7 (permalink) | |
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Benutzer
Registriert seit: 22.09.2006
Bike: Gary Fisher Sugar 3+ mit endlich guter Federgabel, Trek Madone 5.2, Peugeot Rennrad in rosa-lila
Beiträge: 81
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Zitat:
Nur, meiner Meinung nach, ist für eine exakt gleiche Bremsung auch ein exakt gleiches Bremsmoment nötig. Ich kann doch denk ich mal mit ner 180er Scheibe ein Bremsmoment erzeugen, durch das ich nach vorne absteigen kann, oder der Reifen rutscht. Oder geht das nicht? Um nach vorne abzusteigen oder den Reifen zum rutschen zu bringen, brauch ich aber doch immer das gleiche Bremsmoment, ob das jetzt von einer kleinen oder großen Scheibe erzeugt wird, ist doch erstmal egal. Oder wie seht ihr das? Oder anderst gesagt, ich flieg ja nicht früher oder später übern Lenker ab, bzw. das Vorderrad blockiert ja nicht früher oder später, nur weil ich ne kleinere oder größere Scheibenbremse hab... Und wenn das egal ist, so wie ich meine, dann versteh ich das mit der Disc-Begrenzung bei manchen Gabeln nicht. Hmmm.....
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#8 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.10.2004
Beiträge: 1.874
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Aber Du kannst das Blockieren des Vorderrades ja steuern. Gewichtsverlagerung und Bremsbalnace seien da angesprochen. Die Gustav M als Extrembeispiel ist mit einer maximalen Negativbeschleunigung von 7,9 m/s² angegeben! Das bringt sie bei optimaler Bremstechnik/Reifen tatsächlich auf den Asphalt. Das Bremsmoment zerrt dann einseitig an der Gabel. Tatsächliche Bremskraft und Hebel steigen bei gleicher Handkraft mit steigendem Scheibendurchmesser. Das gilt auch, wenn Dein Hinterrad schon oben ist. Das höhere eingeleitete Bremsmoment wirkt dann bis zu dem Zeitpunkt, wo tatsächlich keine weitere Bremskraft mehr auf den Boden gebracht werden kann.
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#9 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
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Zitat:
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#10 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.04.2004
Ort: Aargau
Beiträge: 3.262
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Die einfache Antwort auf die Frage braucht was Physik. Zum ersten: Die Kraft wirkt an der Stelle, wo die Bremsbeläge packen, tangential zur Scheibe(also senkrecht zum Durchmesser). Schau dir das mal bei 160mm an: Die Bremsklötze kleben fast an der Gabel, etwa auf der Höhe der Befestigung. D.h. beim Bremsen gibt es vorallem Druck auf beide Anlötteile verteilt. Scher Kräfte (parallel zur Gabel) oder Zug (nach hinten) tritt kaum auf.
Nun die 210mm Scheibe! Die Bremse ist weiter hinten, hier geht die Scheibe noch mehr rauf als nach vorne. Rauf heisst: Scherkräfte! Evtl sogar Zug. Und beides verträgt das material viel weniger gut als Druck. Und das ist nicht einfach nur ein Viertel mehr (so wie der Durchmesser), sondern das ist ein Vielfaches bei den Schärkräften (weil die 160mm Version fast keine davon hat). Grüsse, Sebastian
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Sicher sind Schiffe nur in Hafen. Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut! Mais au fond c'est tout simple Si nous regardons tout autour Si nous apprécions le moment Trouver le paradis n'est plus difficile! (Encore) |
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