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#1 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 17.07.2006
Ort: Zürich
Beiträge: 14
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Erstmal ein herzliches "Hallo"...
Ich komm eigentlich aus der Roadie-Ecke, sprich Triathlon (Time-Trial). Bin aber dem Mountain Bike nicht abgeneigt. Und darum sollte jetzt ein Neues her. Aber so einfach ist das bekanntlich nicht. Die Tests sind super informativ, aber ich kann meinen Einsatzbereich nicht festlegen, sprich ich weiss nicht was ich brauche. Was ich machen will: Bergauf, bergab, SingleTrail. Längere Touren (6h). Rennen nicht unbedingt, evtl. mal X-Terra Tri. Einsatzzeit von Herbst bis Frühling. Meine persönlichen Daten: 24J, 73kg, 184cm, sportlich. Bin wohl lange nicht mehr aufm Mountainbike gesessen, habe aber schon etwas in den Beinen (6000km), 2mal Ironman, 6mal Marathon, etc. Jetzt die Frage: Was brauch ich? Ein Marathon Bike? Ein Race Bike? Oder doch ein Tour? Oder ein Enduro Ich glaube, dass ein Hardtail besser für mich passt. Habt Ihr evtl auch gleich 'nen heissen Tipp? Sollte 2000 Euro nicht übersteigen, besser sogar 1500 Euro. Sollte ein solides Bike fürs Training sein, an welchem man Freude hat und dennoch fürs studentische Budget passt. Danke für Anregungen und Inputs. Sportliche Grüsse, a!ex |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.04.2004
Ort: Aargau
Beiträge: 3.262
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Für dien Budget gibt es auch Fullies, die im Gelände taugen, allerdings sind Hardtails zu dem Preis noch deutlich besser ausgestattet. Was du da lieber hast, kannst nur du selber entscheiden.
Eine kleine Hilfe: Ich bin nach 10 Jahren Fully wieder auf's Hardtail umgestiegen. Das Hardtail fährt sich bergauf besser (auch auf verblockten Trails, allerdings ist ein breiter Reifen mit sehr wenig Druck dann wichtig). Auf glatten Singletrails ebenfalls. Runter kann man das Fully länger im Sitzen fahren, es hat mehr Reserven. Der Hauptvorteil ist auf Singletrails, die mti Wurzeln und ähnlichen grossen Schlägen gespickt sind - da muss man das Hardtail im Stehen fahren und das ist grade in der Ebene sehr lästig. Also daher der Tipp: Wenn du eher der Ausdauer Typ bist, wie ich, dann Hardtail. Wenn du eher der Fahrspass und - technik Typ bist: Fully. Gilt nicht immer die Regel, aber hat trotzdem was. So, für das was du machen willst, ist vermutlich ein Touren bike das richtige. Das ist bergauf und bergab gut, hat eine Sitzposition, die noch durchaus sportlich ist, aber auch nicht unbequem auf langen Etappen. Wenn du nicht um den Sieg mitfahren willst, reicht es auch für Rennen, Bike-Marathon,... Für Fullies in der Preisklasse zwischen 1500 und 2000 nutz mal die Suchfunktion, da sThema haben wir hier regelmässig. Da findest du jede menge Tipps. Zu Hardtails in der Preisklasse wird hier seltener was gefragt, deshalb ein paar Tipps. Für dein Geld solltest du mehrheitlich XT (oder SRAM X9) bekommen, einzelne Teile dürfen auch noch LX (X7) sein. Scheibenbremsen sind in der Preisklasse eben so üblich wie eine wirklich gute Federgabel. Beispiele: Ghost HTX 7500, 1750 Euro Liste, alles XT plus die sehr gute Reba Gabel von Rock Shox. Eher komfortable Geometrie. Bei deinem Gewicht vorne vielleicht eine etwas grössere Scheibe dranbauen lassen. Cube Raction. Gibt es mit verschiedenen Gabeln und Ausstattungen. Für Touren kommt da die Reba Gabel, mit U-Turn (alsov erstellbarem Federweg, das ist ein Vorteil: wenig mit wenig Federweg über den Singletrail, laufruhig mti viel Federweg bergab!) in Frage, die verlockende Fox Gabel zum gleichen preis ist mit 80mm Federweg eher für Rennen. Die K4 Austattung ist LX/XT mit sehr einfachen, günstigen Scheibenbremsen, kostet dafür nur 1450. Mit XT-Niveau und richtig bissigen Scheiben kostet es 1750 bzw. 1800 (einmal mit Juicy und SRAM (K6) und einmal mit Louise FR und Shimano). Die Louise FR reicht so wie sie ist, bei der Juicy Bremse lieber auch 185mm Scheibe für vorne nachrüsten. Specialized Stumpjumper: Als Disc (1600 Euro) oder Comp Disc (1850 Euro). Dieses Bike ist eher von der sportlichen Seite, taugt aber auch für Touren. Das günstigere gefällt mir fast besser, die 250 würd ich sparen. Alelrdings auch da gleich beim Kauf vorne eine 185mmS cheibe drauf. Schön: Die Foxgabel mitrace- und tourentauglichen90mm Federweg. Solche Bikes gibt es noch von vielen Herstellern. Am wichtigsten: Die Probefahrt. Das Bike muss 1A passen
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Sicher sind Schiffe nur in Hafen. Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut! Mais au fond c'est tout simple Si nous regardons tout autour Si nous apprécions le moment Trouver le paradis n'est plus difficile! (Encore) |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 31.01.2003
Ort: Eppstein i. Ts.
Bike: Nicolai Argon CC, Lapierre X-Control 500
Beiträge: 7.358
Bilder: 1
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Für das Budget und auch für deinen Einsatzbereich würde ich dir ein Hardtail empfehlen. In der meist nassen Periode von Herbst bis Frühjahr ist es weniger wartungsintensiv und sobald das Geläuf nasser wird, wird der Performance-Abstand zum Fully sowieso geringer. Für 1500 € bekommst du auch schon ein wirklich gut ausgestattets Hardtail, wo du beim Fully noch bei den Einsteigermodellen liegst. Es sollten für die Wetterperiode unbedingt Scheibenbremsen dran sein und eine vernünftige, spurstabile Gabel. Wie gestreckt (=sportlich) die Sitzposition sein darf, entscheidest du am besten bei einer Probefahrt.
Meine Empfehlung wäre das Specialized Stumpjumper Disc. Das hat eine wirklich gute Gabel, einer sehr gute Geometrie und anständige Teile. einziger Knackpunkt wäre hier die XT-Disc, die in der feuchten Periode einen recht hohen Belagsverschleiß hat.
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Taunustrails Eppstein Bike Marathon |
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#4 (permalink) |
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Mitglied
Registriert seit: 17.07.2006
Ort: Zürich
Beiträge: 14
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Herzlichen Dank für die fundierten und schnellen Antworten.
Ich werde mir ein Hardtail kaufen. Meine sportlichen Aktivitäten haben mich bisher bestätigt, dass es sich lohnt, gutes Material zu nehmen. Mit 1500-2000 Euro kann ich mit einem soliden Harttail aufwarten, welches auch halten kann, was es verspricht. Beim Fully wirds dann knapp. Auf jeden Fall möchte ich eine gute Verzögerung. Evtl. also eine grosse Disc vorne. Ebenso wäre ein leichter Rahmen schön. Bin als Triathlet schon etwas ab dem Gewicht erschrocken. 12kg+ ist schon ne Menge Holz. Es gibt ja aber auch bezahlbare Räder für unter 11kg. Muss man da schon Stabilitäts-Einbussen in kauf nehmen? Wie wichtig sind die Kennzahlen Lenkkopf- bzw. Tretlager Steifigkeit im MTB Sport? Ich habe noch so meine Probleme mit der Typenbezeichnung: Marathon ist ein leichtes WK-Bike. Tour ist die Fortführung des Marathon mit beständigerer und stabilerer Bauweise, richtig? Enduro ist ein Hardtail mit mehr Federweg... uff.... Sportliche Sitzposition bring was? Nur Schwerpunkt weiter hinten? Der flachere Winkel nimmt ja eigentlich Druck von der Pedale weg, oder? Ich bin mir mein Zeitfahrrad mit steilem Sitzrohrwinkel (77°) gewöhnt und mir kommt alles andere (flacher) schon vor wie ein Hollandrad Ist die gestreckte Position viel unbequemer?Einmal mehr 1000 Newbie-Fragen Könnt Ihr noch nen guten Shop in Zürich empfehlen? Danke und sportliche Grüsse, a!ex |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 31.01.2003
Ort: Eppstein i. Ts.
Bike: Nicolai Argon CC, Lapierre X-Control 500
Beiträge: 7.358
Bilder: 1
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Häng dich nicht so sehr an den ganzen Bezeichnungen der Magazine auf! Die sind ziemlich vage und meist an geringen Unterschieden definiert. Marathon ist meiner Meinung nach z.B. überhaupt keine Klassenbezeichnung, da man einen Marathon mit jedem Bike fahren kann, daß einigermaßen vorwärts geht. Die Profis fahren das mit dem CC-Hardtail, die meisten mit CC- oder Tourenfullys und auch mit ´nem langhubigen Fahrwerk kann man da noch mitschaukeln. Ein Enduro bezeichnet momentan (ändert sich ständig) ein Fully mit etwa 150-170 mm Federweg vorn und hinten bei etwa 15 kg Gewicht. Also schon recht stark bergab orientiert. Ein Enduro-Hatrdtail gibt es meiner Meinung nach gar nicht.
Die sportliche Sitzposition beim MTB bedeutet eine etwas frontlastigere Sitzposition (Lenkwinkel um 71°) und einem längeren Oberrohr. Dadurch hat man hier mehr Druck auf dem Pedal und das agilste, andere würden vielleicht sagen nervöseste, Lenkverhalten. Ich mag das sehr, da man mit einem agilen Bike auch bei wenig Federweg noch die richtige Linie fahren kann. Desto bergablastiger ein Rad ausgelegt ist, desto flacher werden die Winkel. Ein DH-Bike hat zB. dann einen Lenkwinkel von etwa 66° und weniger, wenn ich mich nicht irre. Das erhöht den Geradeauslauf und die Sitzposition wandert weiter nach hinten. Was jetzt für dich bequemer ist, mußt du selbst ausprobieren. Das kann dir keiner vorm PC sagen, da ja jeder Mensch unterschiedlich gebaut ist. Klapper doch mal die Händler in deiner Umgebung ab und teil uns mit, welche Marken die führen. Dann können wir dir vielleicht auch konkretere Empfehlungen zu Bikes aussprechen, die du dann mal testen solltest.
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.04.2004
Ort: Aargau
Beiträge: 3.262
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Es gibt schon einzelne Enduro oder Freeride hardtails, z.B. das Argon FR von Nicolai (gedacht z.B. für eine Pike Gabel). Das sind aber selten gebaute Spezialanfertigungen.
Die Shimano Disc ist gar nicht so schlecht, wenn man die Grösse korrekt wählt. Die macht relativ selten Probleme, hat einen anständigen Druckpunkt und ist gut dosierbar. Dafür ist sie eine der Bremsen, die bei gleicher Grösse am wenigsten bissig ist, d.h. du musst stärker am Hebel ziehn als bei anderen. Zu klein dimensioniert ist sie sehr anfällig auf Belagsverschleiss. Specialized bietet dieses Jahr viele Räder auf Wunsch mit 180mm Scheiben statt 160mm Scheiben an. Man kann aber auch problemlos selber eine grössere dran brauen, oft reicht es vorne. Die Fox Gabel ist für 200mm zugelassen, die Reba sogar für 210mm. Bei 73kg und den Trails um Zürich rum rate ich zu einer 180mm Scheibe vorne, hintne kann die kleine bleiben. Erst bei sehr steilen Abfahrten, die sich auf Wanderwegen über 500 oder 1000 Hm hinziehen, könnte noch was mehr nötig sein. Lass dir die passende Discgrösse im schlimmsten Fall auch ein paar Fränkli Aufpreis wert sein Geh doch mal zu Velo Elsener (Seefeldstrasse 24, http://www.velo-elsener.ch), das ist der grösste Specialized Händler in der Schweiz. Der hat viele Bikes von Specialized auch zum Probieren (also richtig Ausleihen, nicht nur Runde auf dem Hof). Geh doch da mal einen Stumpjumper probieren - wenn dir das Bike gut passt, hast du auch den guten Shop dazu gefunden Die Qualität stimmt auf jeden Fall beim Stumpjumper, auch wenn es bei gleichen Teilen schon mal 100 oder 200 Franken mehr kostet als andere gute, gleich ausgestattete Bikes.
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Registriert seit: 31.01.2003
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.04.2004
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Beiträge: 3.262
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Nachtrag: Das Specialized Stumpjumper Disc comp von 2006 hat die MB ohne Pedale mit 10.7kg gewogen (Grösse L). Das Stumpjumper Disc ist was billiger, wird 200 bis 300g schwerer sein. Also ich schätze zwischen 11.3 und 11.5kg mit Pedalen (warum wiegen die eigentlich immer ohne Pedale, kann man ohne auch fahren??).
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Schon, aber die Erfahrung, daß die Shimano-Discs gerade unter feuchten Bedingungen einen hohen Belagsverschleiß haben, kenn ich auch von leichteren Fahrern. Ich hab nur mal den Eigentest gemacht!
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