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Alt 31.05.2005, 21:55   #1 (permalink)
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Standard Canyon Yellowstone - blutiger Anfänger

Hallo!

Möchte mich ersteinmal herzlichst vorstellen in diesem Forum!

Zur Zeit besitze ich leider kein eigenes Fahrrad - das möchte ich nun
in naher Zukunft ändern. :P

Vorweg: Ich habe überhaupt keine Ahnung von Fahrrädern deswegen habe ich ein paar Fragen:

Ich möchte gerne ein Mountainbike haben und habe mich im Prinzip schon auf ein Modell festgelegt. Das "Canyon Yellowstone"
http://www.canyon.com/mountainbikes/index.html?b=55
Der Preis von 999,- ist gleichzeitig auch meine absolute Schmerzgrenze.

Jetzt zu meinen Fragen:

- Kann man damit auch bequem längere Strecken (50km) fahren?

- Welche Rahmengrösse benötige ich? Bin ca. 180cm und wiege 73kg.

- Wo finde ich einen Händler in meiner Nähe? (Komme aus 59174 Kamen)

- Gibt es evtl. bessere Fahrräder bis 1000EUR in dieser Art?

- Worauf sollte ich als Anfänger achten bzw. könnt ihr mir allgemein gute
Ratschläge geben?

Das wäre erstmal alles. Wie gesagt ich habe leider null Ahnung von Fahrrädern und hoffe von euch ein wenig aufgeklärt zu werden.

Wäre der Kauf dieses Bikes empfehlenswert?

Vielen Dank im voraus,
Andy
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Alt 01.06.2005, 05:11   #2 (permalink)
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Standard Re: Canyon Yellowstone - blutiger Anfänger

Zitat:
- Kann man damit auch bequem längere Strecken (50km) fahren?
Das kann man schon, wobei bequem eine Ansichtssache ist. Die Geometrie des Bikes ist schon eher sprotlich gestreckt, aber trotzdem kann man das als bequem empfinden oder auch einen etwas kürzeren Vorbau montieren.
Zitat:
- Wo finde ich einen Händler in meiner Nähe? (Komme aus 59174 Kamen)
Nirgends! Canyon ist eine Marke, die nur über Direktvertrieb, also übers Internet, vermarktet wird. Die Firma sitzt dabei in Koblenz. Dort kann man meines Wissens auch nach vorheriger Ankündigung eine Probefahrt machen, allerdings kann man dort nicht direkt das Rad kaufen. Die bauen das Rad dann erst anach deiner Bestellung, was bei Canyon auch durchaus einige Wochen oder Monate dauern kann, je nach Auftragslage.
Ich weiß nicht, wo Kamen liegt, aber Koblenz liegt ja auch im 5er PLZ-Bereich und eine Probefahrt sollte man nach Möglichkeit immer machen.
Zitat:
- Gibt es evtl. bessere Fahrräder bis 1000EUR in dieser Art?
Es gibt noch andere Bikes von Versendern mit gleich guter Ausstattung wie z.B. die Bikes von Radon oder vom Rose-Versand, allerdings sind die halt auch alle Direktvertrieb. Das Canyon Yellowstone ist meiner Meinung nach aber das Alpha-Tier in dieser Preiskategorie. An Marken, die beim örtlichen Händler stehen sind die Bikes von Cube und Stevens sehr preisgünstig ausgestattet. Die Ausstattungen reichen selbstverständlich nicht ganz an die eines Versenders ran, dafür bieten dies Marken aber andere Vorteile. Ansonsten kannst du auch hierzu mal die Suchfunktion nutzen. Das Thema "Hardtail bis 1000€ würde hier schon ettliche Male durchgekaut.
Zitat:
- Worauf sollte ich als Anfänger achten bzw. könnt ihr mir allgemein gute
Ratschläge geben?
Auch dazu wirst du viel in der Suchfunktion finden. Besonders wichtig bei deiner Bikewahl ist die Geschichte mit dem Direktversand. Wenn du nicht nach Koblenz fährst, hast du keine Probefahrt. Das kann gut gehen, wenn du dich sehr gut vermisst (die Schrittlänge ist hier besonders wichtig) und dir so die richtige Rahmengeometrie raus suchst. Ein großer Nachteil von Versendern ist aber der, daß du das Bike bei einem Defekt oder zur Inspektion wieder zu denen schicken mußt. Sprcih wieder zerlegen, ab in den Karton, zur Post damit und eine Weile ohne Bike da sitzen, bis es wieder kommt. Wenn du solche Sachen dann lieber beim Händler deines Vertrauens erledigst, wirst du mit Sicherheit höhere Preis zaheln dürfen, wie seine eigenen Kunden und darfst möglicherweise auch länger auf einen Termin warten. Schließlich ist der Internet-Versand die größte Konkurenz zum ortsgebundenen Händler. Der Preisunterschied zwischen den Internet-Bikes und einem Bike, das du im Fachgeschäft kaufst erklärt sich nämlich geanu daher, daß du beim Fachhändler den besseren Service mit kaufst.
Zum übrigen Allgemeinwissen mach dich wie gesagt einfach ein bißchen über die Suchfunktion schlau.
__________________
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Schwarzer Kater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2005, 11:27   #3 (permalink)
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Danke für die ausführliche Antwort!

Ich denke das mit dem Versand würde ich in Kauf nehmen.
Jetzt war ich gerade in der Stadt und habe bei einem Händler folgendes
Angebot gefunden: "Bergamont Tattoo Disc" für 899,-
http://www.bergamont.de/2005/aktions...d=tattoo&fem=1

Ist dieses Bike ähnlich gut wie das Canyon Yellowstone?
Wo sind die entscheidenen Unterschiede?

Gruss,
Andy



[/b]
AndyNRW23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2005, 17:45   #4 (permalink)
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hi andy
hallo erstmal hier, wieder ein biker mehr auf der welt.
ich denk mal kater hat alles wichtige gesagt. dich mein die beiden bikes nehmen und geben sich nicht viel. entscheidente unterschiede gibts eigentlich nicht gross. ausser: bei canyon musst du mit langen wartezeiten rechnen und hast keinen service vor ort, beim händler nimmste das teil, fährst probe (aber nicht nur im hof) und hast den service am ort.
unbestritten ist canyon gut, bergamont ist auch kein no-name.
wolle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2005, 05:42   #5 (permalink)
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Was füs weitere Kosten kommen zwangsläufig auf mich zu?

Dazu zähle ich Must-Have-Werkzeug ; Beleuchtung, Ständer, evtl. Gepäckträger ; Schutzbleche und was sonst noch zwingend notwendig ist.

Wie aufwändig ist die Montage des gelieferten Bikes?

Liebe Grüsse,
Andy
AndyNRW23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2005, 08:49   #6 (permalink)
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Die Endmontage von Versandrädern ist eigentlich sehr einfach. Lenker gerade stellen, Räder rein, fertig. Da wird mit Sicherheit auch eine gute Montageanleitung beiliegen.
Zu den weiteren Kosten: Ein Minitool (ab 15-20€) solltest du immer mit auf Tour nehmen, ein Helm (ab 50€) ist nötig und zumindest eine gepolsterte Radhose (ab 30-40€, sinnvoll ab 60€) wäre sinnvoll. Weitere Sachen, die man haben sollte, aber nicht zwingend muß findest du wieder über die Suchfunktion. Beleuchtung, Ständer und Gepäckträger halte ich für nicht notwendig und bevor ich mir einen Ständer oder Gepäckträger ans MTB schraube, hack ich mir ein Bein ab. Schutzbleche sind für Schlechtwetterfahrten im Winter gut, im Sommer nicht nötig. Dafür gibt es gute Steckschutzbleche verschiedener Hersteller.
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Schwarzer Kater ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2005, 20:08   #7 (permalink)
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ich finde auf jedenfall noch wichtig ein trikot zu kaufen und ein paar handschuhe. ausserdem brauchst du noch was zum kette pflegen.
achte vorallem bei der hose auf gute qualität und beim helm darauf, dass er gut sitzt und gut belüftet ist, sonst machts keinen spass und du ziehst ihn nicht auf.
ob du klickpedale haben möchtst oder nicht musst du selbst entscheiden, ich war begeistert und will sie nie wieder hergeben.
__________________
Gruß,

Maggo
Maggo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2005, 21:53   #8 (permalink)
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Wow - danke für die tollen Tips

Habe heute bei Canyon angerufen (nach 2 Tagen endlich mal durchgekommen) und mich nach einem Liefertermin (spätestens 15/07)
erkundigt. Desweiteren habe ich vereinbart nächste Woche nach Koblenz runterzukommen (von mir aus ca. 200km) um das Bike mal ausgiebig
Probe zu fahren und mich vermessen zu lassen.
Habe nämlich tierisch Angst mich falsch zu vermessen und möchte das lieber Profis machen lassen.

Der freundliche Mitarbeiter versicherte mir "gerne - kein Problem".
Nächste Woche werde ich dann also darunterfahren und die Sache dingfest machen

Zum Zubehör: Ui da kommt ja einiges auf mich zu. Ich muss gestehen ich habe diesen Punkt bislang arg vernachlässigt.

Also ein Helm ist wohl Pflicht, obwohl ich mich eigentlich dagegen streube.
Ich denke das ist wohl auch abhängig vom Fahrstil. Ich meine ich will ja schliesslich keine Kunststücke damit versuchen
Naja, aber aus Sicherheitsgründen werde ich mir wohl auf jeden Fall mal einen zulegen müssen.

Ständer & Gepäckträger: Finde ich eigentlich wichtig für längere Touren, oder täusche ich mich? Ich meine, ein Rucksack ist auch keine gute Lösung. Und ein paar Sachen will man ja auch schliesslich mal mitschleppen (z.B. Digitalkamera und manch anderen Kram).
Wie macht ihr das ?
Oder nehmt nur eine Trinkflasche mit auf Reise?
Und zu dem anderen angesprochen Zubehör werde ich mich mal auf die Suche hier im Forum begeben.

Ich bin schon tierisch gespannt auf den Besuch in Koblenz bei Canyon.
Ich hoffe ich werde dort nicht enttäuscht - ansonsten aber freue ich mich schon wie ein kleines Kind auf ein geniales neues Fahrrad

Vielen Dank schonmal für die guten Ratschläge!
AndyNRW23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2005, 22:02   #9 (permalink)
zec
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Das mit dem Helm hast richtig erkannt - aus Sicherheitsgründen besser zulegen und dann aber auch tragen.
Und wegen dem Rucksack - ein ordentlicher Rucksack den du richtig an deinen Rücken anpasst, ist (wenn nicht gerade Rückenbeschwerden hast) wohl eine bessere Lösung als ein Gepäckträger. Je nachdem wie lange du fahren willst gibts verschieden große Rucksäcke. Ich habe jetzt einen mit 12l und da hat neben der Digikamera alles Platz was man bei einer Tagestour braucht, ebenfalls eine 3l Trinkblase. Da gibts freilich auch noch größere Kaliber in denen du das ganze Zeug unterbringen kannst dass für eine mehrtägige Tour brauchts. Schau dich mal in einem Laden um. Noch was, für einen guten Rucksack musst du dann schon mit noch mal min. 40€ rechnen.
__________________
Sehr zu empfehlen: www.sukisuki.at
Bohn´s not dead - Grafik vom Feinsten
zec ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2005, 05:23   #10 (permalink)
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Das mit dem Helm hast du richtig erkannt. Außerdem sind die modernen Helme sehr gut belüftet und bringen dich nicht ins schwitzen. Spätestens nache den ersten Ästen und hochgewirbelten Steinen/Stöcken am Helm wirst du auch merken, daß man den nicht nur bei Stürzen braucht.

Zum Ständer: Es macht in meinen Augen einfach keinen Sinn, ein gewichtsoptimiertes Bike mit 11 kg zu kaufen und sich dann einen Ständer von einem halben Kilo Gewicht dran zu hängen. Außerdem kann man den Ständer im Wald eh nicht benutzen, da die meisten Ständer auf den weichen Waldböden einsinken. Es findet sich immer ein Örtchen, wo man das Bike gut anlehnen kann. Ich kenne keinen ernsthaften MTBler, der einen Ständer oder Gepäckträger fährt.

Zum Gepäckträger: Erstens das gleiche mit dem Gewicht, wie beim Ständer. Zweitens behindert ein Gepäckträger und vor allem das Gepäck darauf dich im Gelände, weil du in steilen Bergab-Passagen nicht weit genug hinter den Sattel kommst. Drittens dürfte das Gepäck und gerade eine Kamera das nahezu ungedämpfte Gerüttel über dem Hinterrad nicht lange Mitmachen. Da ist ein Rucksack in allen Belangen besser.
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Schwarzer Kater ist offline   Mit Zitat antworten
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