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Alt 22.05.2017, 12:41   #781 (permalink)
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Tach auch,

das, was uns da in Hambuich erwarten, finden einige auch ganz toll und positiv: Sollen die Menschen doch froh sein, dass sich 20 Regierungschefs treffen und Themen diskutieren, die auch die Zivilgesellschaft interessiert / tangiert. Und gerade bei den mehr oder weniger serioes gewaehlten, dafuer aber unberechenbaren Zeitgenossen unter den Staatenlenkern ist ein persoenlicher Kontakt und manchmal eben auch der Gruppendruck wichtig.
Mag sein, aber andere bekommen einfach nur 'n dicken Hals und fragen sich, ob die das ueberhaupt duerfen. Der Gag an der Sache ist ja eben der, dass diese Vertreter der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenlaender niemanden gefragt haben und auch niemanden fragen muessen, ob sie zum Gipfel kommen oder nicht. Die Hohen Herren entscheiden das eben selbst! Dass dabei der Eindruck entsteht, dass dies ein Trostpflaster fuer die am Volkeswillen gescheiterte Olympiaberwerbung ist, ist dabei nur nebensaechlich. Man darf ein bisschen Weltstadt spielen ... Aber der Ort hat 's in sich: Denn die Messehallen, in der der Gipfel stattfindet, liegen im traditionell linken Karolinenviertel und vor dem hintergrund ein Affront gegen das Votum der Buerger. Fakt ist, dass die Vertreter, die nach Hamburg kommen, mit nichten Vertreter der Welt im Ganzen sind. Sie sind viel mehr die maechtigsten Repraesentanten einer Hegemonie, Staatschefs in einer kapitalistischen Herrschaftsstruktur. Oder: Vertreter jener Herrschaft, die es schafft, ihre eigenen Interessen umzudefinieren, sie also zu verallgemeinern. Und genau das wird wohl fuer viele Anlass genug sein, gegen sie zu protestieren. Es geht um Politik! Aber um Politik fuer wen? Ist es nur eine Inszenierung marodirender politischer Eliten? Neu wird bei diesem Gipfel sein, dass alte neoliberale Kraefte auf Vertreter einer auf Abschottung bedachten neuen Rechten treffen. Und gerade letztere trieben in den letzten Monaten das Establishment vor sich her. Daran zu glauben, dass sich xenophobe Autokraten durch den Besuch in der Hansestadt umorientieren und sich zur Raeson bringen lassen, duerfte naiv sein. Hamburgs Innensenator Andy Grote hat zwar sein Verstaendnis fuer Proteste gegen Trump kund getan, es aber auch gleich durch die Aeusserung relativiert (um nicht zu sagen: ad absurdum gefuerhrt), dass sich in Lebensgefahr bringe, wer die Protokollstrecken blockiere. Vulgo: Es werden keine Gefangenen gemacht! Und weil ihm die Aktionsformen der Gipfelgegner missfallen, hat der Senat sogar eine eigen Demonstration angemeldet: Hamburg zeigt Haltung ... Diese wird ungestoert durch die mit materialischen Mitteln freigeraeumte Innenstadt zeihen duerfen Und wer auf seine eigene Art und Weise gegen G20 Demonstrieren will, wird auf einen entfernten Platz verwiesen.
Alles, was eine lebendige Demokratie ausmacht, wird hier konsequent zusammengestutzt. Das Signal, das davon ausgeht ist klar: Wir koennen auch Polizeistaat, wir koennen auch Sch*** sein. Wen Wundert 's, das das den Leuten stinkt!
Aber worum geht es bei dem Treffen eigentlich? Fuer die gerade mal zwei Tage, die der Gipfel dauert, ist das Programm doch recht umfangreich. Weltwirtschaft, Klimaschutz, Digitalisierung, Landwirtschaft, und, und und ... Man kann wohl davon ausgehen, dass die Weltwirtschaft dominieren wird. Interessant ist ein Papier in dem die Bundesregierung ihre Schwerpunkte fuer den Gipfel darstellt. Der Begriff Wachstum kommt darin geradezu inflationaer vor. Er ist geradezu die Heilige Kuh! Angesichts der zunehmenden Skepsis gegenuber dem Freihandel soll der Gipfel dazu beitragen, die Konkreten Vorteile von Handels- und Investitionsoffenheit darzulegen. Allein das duerfte sich auf Grund der Position des US-Praesidenten Tump durchwachsen gestalten. So koennte es sich schlussendlich als Problem heraussstellen, die globalen Herausforderungen unserer Zeit meistern zu wollen. Die G20 halten sich zu Gute - im Gegensatz zu G7 - grosse Teile der Bevoelkerung des globalen Suedens zu vertreten. Die Welt besteht aber nicht aus nur 20 Staaten sondern aus rund 200! Fuer die globalen Herausforderungen gibt es daher die Vereinten Nationen! Sich zurueckzunehmen waere also die weit bessere Agenda fuer die G20. Man muesste halt nur der Versuchung widerstehen, eigene Beschluesse zu fassen und diese dann qua Wirtschaftskraft den uebrigen Staaten aufzudraengen. Vielleicht sollte man einfach mal die vergleichsweise legitimen UN-Prozesse unterstuetzen. Ansaetze, auf UN-Ebene fuer diese globalen Herausforderungen gibt es durchaus. Sie kranken jedoch an mangelnder Unterstuetzung. Vor allem die G20, die sich diese Unterstuetzung auf die Fahnen geschrieben hat, gewahrt sie quasi nicht!Die DOHA-Runde der WTO boete die Chance, Entwicklungslaender im Welthandel zu staerken. Sie wird aber von den Industriestaaten blockiert. Aktiv werden sollten die G20 aber bei der Steuerflucht, denn sie ist die haeufigste Ursache fuer die Vermoegenskonzentration und Unterfinanzierung oeffentlicher Haushalte. Ueber 500 Milliarden Dollar gehen jaehrlich allein durch legale Steuervermeidung transkontinentaler Konzerne verloren, davon alleine 100 Milliarden fliessen dabei aus den Entwicklungslaendern ab. Fast genau so viel wird an Entwicklungshilfe gezahlt. Das kann 's doch nicht sein!


Gruss

Yeti
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Alt 14.06.2017, 19:59   #782 (permalink)
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Hallo zusammen,

unter de Titel - Geldregen für EON, RWE & Co. - hat mir das Umweltinstitut München e.V. mal wieder eine Newsletter reingereicht, die ich mal so in Kopie durchreichen möchte:

"In den Chefetagen der Atomkonzerne sowie bei ihren AktionärInnen dürften letzte Woche die Champagnerkorken geknallt haben: Das Verfassungsgericht erklärte die von 2011 bis 2016 erhobene Steuer auf atomare Brennelemente für grundgesetzwidrig. Nun winkt den AKW-Betreibern eine Steuerrückzahlung von sieben Milliarden Euro.


Offensichtlich hat die Bundesregierung bei der Einführung der Steuer gehörig geschlampt – oder sich die Lobbyinteressen der Atomindustrie zu eigen gemacht. Mit dem Deal zur Atommüll-Finanzierung gestand die Bundesregierung den Energiekonzernen 2016 zu, sich mit einer Zahlung von 24 Milliarden Euro von allen Kostenrisiken bei der Atommüll-Lagerung freizukaufen. Auf die Bedingung, dass die Unternehmen dafür ihre Klage gegen die Brennelementesteuer zurückziehen, verzichtete die Regierung.

Die Rechnung bekommen nun wir SteuerzahlerInnen präsentiert. Denn wenn die Bundesregierung das Geld jetzt nicht auf andere Weise von den Atomkonzernen einfordert, werden die sieben Milliarden Euro in der Staatskasse bei wichtigen Investitionen in die Zukunft fehlen - seien es Kindergärten oder die Beschleunigung der Energiewende."

Mehr an Infos biete natürlich die entsprechende Homepage.
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Alt 16.06.2017, 10:46   #783 (permalink)
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Tach auch,

das war absehbar, ueberascht also eigentlich niemanden, der nicht die ganze Zeit gepennt oder Sand in den Augen hatte.
Fakt ist doch, dass damit der Deal zum Atomausstieg hinsichtlich der Kostenregelung hinfaellig ist! Denn der Sinn der Steuer war es, durch die Brennelementesteuer fuer Stromerzeuger die wirtschaftliche Attraktivität laengerer Laufzeiten von Kernkraftwerken zu verringern.




Aber es knarzt ja noch an ganz anderen Enden:
So hat man einmal durchgerechnet, was passieren wuerde, wenn eine Stadt von jetzt auf gleich auf Elektroautos umstellen wuerde:
Am Beispiel Stuttgart wuerde dies bedeuten, das das Netz schlichtweg unter der Last zusammenbrechen wuerde. Der Stromverbrauch wuerde um 621 Gigawattstunden steigen. Dabei steigen die Lastspitzen je nach Szenario von derzeit um die 400 Megawatt auf 1.000 Megawatt und sogar 1.800 Megawatt.
Ob man auch hier vielleicht einmal mehr auf die falsche Technik setzt? Und das grundsaetzliche Problem der durch Brems- und Reifenabrieb verursachten Feinstaubbelastung bleibt ebenso bestehen wie der drohende Verkehrsinfarkt.
Irgendeiner verdient sich doch genau daran eine goldene Nase, moechte man meinen ...


Gruss

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Alt 24.06.2017, 10:19   #784 (permalink)
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Tach auch,

was hat die EU eigentlich gelernt, denn sie tagen schon wieder im Geheimen:
Sie Sueddeutsche Zeitung berichtet ueber das Freihandelsabkommen zwischen Japan und der EU. Und wieder ist es die gleiche Leier wie bei den bislang bekannten Abkommen:
Es wird still und heimlich ausgehandelt!
So was ist alles andere als demokratisch!
Es geht um Handelshemmnisse!
Hemmnisse sind aber nicht etwa Zoelle, sondern Gesetze. Die nun bekannt gewordenen Dokumente werfen starke Zweifel daran auf, ob der Schutz von Gesundheit und Umwelt im Abkommen ausreichend verankert sein wird. Auch das sogenannte Vorsorgeprinzip, kommt im Japan-Vertrag bisher kaum vor. Das bedeutet, dass die Einfuhr nur bei konkret bewiesenen Gefahren verboten werden kann. Kennt man das nicht von den Chlorhuehnern? Es geht also einmal mehr der Investitionsschutz vor dem Verbraucherschutz.
Und einmal mehr geht es um Schiedsgerichte. Warum scheut man ordentliche Gerichte? Wohl deshalb, weil die Schiedsgerichte von den Klaegern einberufen werden und im Zweifel fuer die Klaeger entscheiden! Seit 2000 sieg die Zahl der weltweiten Investorenklagen von 50 auf 600 im Jahr. Das zeigt dann auch, wohin die Reise geht.
Die schwammigen Betimmungen lassen auch den Schluss zu, dass Umweltstandarts ausgehoelt werden. So sind etwa die Bestimmungen zur Bekämpfung von illegaler Abholzung schwach ausgeprägt. Obwohl Japan als eines von nur drei Ländern weltweit kommerziellen Walfang betreibt, kommt das mit keinem Wort vor.

Wie Greenpeace mitteilt werden auch Sozial- und Arbeitsstandards zugunsten des Investitionsschutzes stark vernachlaessigt, in vielerlei Hinsicht ist JEFTA noch schlechter als TTIP! Die Organisation hat dazu einige Dokumente veroeffentlicht.

Japans Premier Shinzō Abe hatte gewarnt, wenn die Verhandlungsdokumente bekannt wuerden, waere dies ein schwerer Vertrauensbruch. Ist es in einer Demokratie etwa kein Vertrauensbruch, wenn derartige Vertraege im Geheimen ausgehandelt und an allen Institutionen vorbei ausgehandelt werden? Ist es vertrauensbildend, wenn an Schiedsgerichten verhandelt wird statt vor ordentlichen Gerichten?

Die EU verhandelt derzeit voellig unbehelligt ueber 20 weitere Freihandelsabkommen.

Wie kann das eigentlich sein?


Gruss

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Geändert von Yeti (27.06.2017 um 16:49 Uhr).
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Alt 30.06.2017, 06:01   #785 (permalink)
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Moin zusammen,

es ist doch immer wieder das gleiche "Spiel". Für mich stellt sich dabei eher die Frage, ob man nicht auch mal hinter die gesellschaftlichen Strukturen schaut.

Erinnern wir uns an den ja leider noch ein paar jahrtausende anhalten Fall des "Unglücksreaktore". Unglücksreaktor mal gezielt in Gänsefüßchen. Denn wenn man mal etwas hinter die Kulissen schaut, bekommt man doch recht fix den Eindruck, das die japanische Yakuza wohl in der Wirtschaft und somit auch in der Atomwirtschaft ihre Finger mit im Spiel hatte und auch weiter haben wird. ( Anbei sei da doch mal angemerkt, vielleicht wurde da auch was von denen manipuliert und es kam so zu Schlamperein, die dann dem Unglück noch zuspielten. )
Zufällige Paraellen zu einem anderen europäischen Land, Italien und deren "Familien" sind gar nicht mal so zufällig. Warum verschwindet in denn in Italien soviel an öffentlichen Geld, das ja auch unter anderem aus dem EU-Topf geschwemmt wird ?

Gut, um mal wieder auf den Kern zu kommen. Ich würd´s so lassen wie ist, denn alles andere wäre schon etwas mehr als ein Schulterschluss mit der organisierten Kriminalität.
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Alt 15.07.2017, 11:28   #786 (permalink)
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Tach auch,

im Sommer 2013 forderte der Umweltminister lautstark eine Strompreisbremse. D andere stimmten ein

Aus den Defiziten ist mittlerweile ein Ueberschuss von 4,9 Milliarden Euro geworden. Das Geld stammt von den Stromkunden, die derzeit auf jede Kilowattstunde verbrauchten Stroms 6,88 Cent Umlage zahlen. Das Guthaben ist jedoch zum Problem geworden, denn Das die Netzbetreiber sind dazu verpflichtet, Ueberschuesse zu verzinsen, und zwar mit 0,3 Prozent über dem Euribor, dem Referenzzinssatz fuer Geschaefte zwischen Banken. Doch der liegt derzeit im Monatsschnitt bei knapp minus 0,4 Prozent. Die Folge sind also negative Zinsen. In den ersten sechs Monaten fielen so 820.000 Euro Strafzinsen an. So gesehen zahlen Stromkunden einmal mehr zu viel fuer den Saft aus der Dose.
Und dann fordert der liberale Energieexperte Dietmar Brockers doch glattweg einen Politikwechsel hin zu einer marktwirtschaftlich ausgerichteten, rationalen Energie- und Klimapolitik. Die Energiewende duerfe nicht laenger Hochrisikofaktor fuer den Wirtschaftsstandort sein. Das EEG sei ein Auslaufmodell und eigentlich bereits ueberflüssig, denn die erneuerbaren Energien haben sich laengst am Markt etabliert und benoetigen keine Sonderbehandlung mehr – geschweige denn weitere finanzielle Foerderung. Von subventioniertem Atomstrom spricht der feine Herr selbstverstaendlich nicht!


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Alt 15.07.2017, 19:05   #787 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Yeti Beitrag anzeigen

...einen Politikwechsel hin zu einer marktwirtschaftlich ausgerichteten, rationalen Energie- und Klimapolitik. ...
sinnloser Schwachsinn was der Herr da fordert. "...Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesen..." ( Zitatquelle )

Hallo zusammen,

die Politik, oder besser gesagt die vermeintliche politische Elite, denn sie sind nur vermeintlich eine Elite, weil die sie den Lobbiisten hörig sind, wollen gar keinen Wechsel, schon gar keinen politischen. Diese Aussage wiederspricht sich ja selbst.

Komme später wieder, muß was erledigen. Und wieder da...

Sie wollen gar keine Änderung des herrschenden Systhems. Dabei würden sie ja Zugeständnisse machen müssen. Was sie aber wollen, ist doch eher eine Zementierung ihrer Interessen.
Auch der Begriff Politik besagt was anderes als das was Sache ist.

Zum Gipfel selbst. Klar die Örtlichkeit war provokant gewählt, deshalb aber deratige Ausschreitungen extremistischer Seiten dulden ? Doch wie soll man vorgehen ?

Clever wäre gewesen, auch der Kosten wegen, den Gipfel auf eine abgeschiedene Insel abzuhalten. Wenig Aufwand bei der Sicherheit, mehr Geld für wirklich gute Zwecke über, die man dann noch kund hätte tun können.
Clever auch deswegen, weil man so Provikationen, die ja abzusehen waren, gleich von Anfang an aus dem Weg geht. Getreu dem Motto: "seht her wir sind die Klügeren." Sind sie aber nicht, haben sich auch deshalb selbst geoutet.

Was will man also erwarten ?

Das war genauso eine Show, als wenn sich zwei Weltklasseboxer gegenüber stehen.

Geändert von sakura (15.07.2017 um 20:10 Uhr).
sakura ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2017, 09:50   #788 (permalink)
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ja, clever - was ist schon clever? Das Synonym Smart kann man mit dem Begriff, wie er heute durchexerziert wird, wohl nicht verbinden. Im Umkehrschluss bedeutet die Forderung der Freidemokraten den Fortbestand der Atomenergie. Wie widersinnig das ist, zeigt ein kurzer Blick in die kleine Slowakei, die mit dem Rueckbau abgeschalteter Altmeiler, dem Unfallreaktor A1 und beiden vom Netz genommenen Altreaktoren Bohunice I und II schlichtweg ueberfordert ist. Die Mochovce - Meiler stehen auf geologisch unsicherem Grund in einem Gebiet das von Erbeben bedroht ist und zudem in unmittelbarer Naehe des schlafenden Vulkans Putikov vŕšok liegt. Entstehungsgeschichtlich ist dieser Vulkan mit dem staendig aktiven Stromboli noerdlich von Si­zi­lien vergleichbar. Doch weder die Genehmigungsbehoerden noch die Eigentümergesellschaft nehmen Einwaende von Kritikern ernst.
So viel also zu den Segnungen der Privatisierung!


Von der Aenderung des Systems traeumst Du? Ja, Zielebraucht der Mensch! Und die Hoffnung stirb zu letzt. Dem G20 - Gipfel mag ich als kleinsten gemeinsamen Nenner zu Gute halten, dass es besser ist miteinander zu reden als uebereinander. Der Rest ist schlichtweg erbaermlich. Und das zeigt sich auch in anderen Dingen:
Nun haben wir sie, die Ehe fuer Alle! Ja schon, wer sich lib hat darf nun auch heiraten. Na und? Das Problem ist jedoch wo anders: Naemlich der besondere Schutz der Ehe! Die beiden Herren oder Damen, die sich da lieb haben kommen jetzt also auch in den Genuss eines Ehegattensplittings. Auch wenn ich jedem sein Glueck goenne, so liegt doch in der wirtschaftlichen Bevorzugung der Ehe das Problem. Die Ehe an sich ist keine Leistung! Die jetzt versprochenen Entlastungen fuer Familien nutzen dem Ingenieur mit seiner Angetrauten leitenden Bankangestellten. Aber davon hat die alleinstehende Mutter, die in Zeitarbeit am Fliessband malocht mit Verlaub ueberhaupt nichts! Ganz im Gegenteil wird sie noch bestraft. Denn das Kindergeld wird ihr Monat fuer Monat mit dem Verrechnet, was sie auf dem Amt aufstocken geht, Pefide ist es, von Millionenentlastungen fuer Familien zu labern. Eine tatsaechliche Entlastung waere die Senkung der Mehrwertsteuer und eine Gegenfinanzierung durch angemessen Versteuerung von Kapitaleinkuenften und Erbschaften. Die Deutsche Bundesbank hat dieser Tage erst gezeigt, dass die privatvermoegen auf Rekordnievau liegen.5676 Milliarden Euro Vermoegen besitzen deutsche Haushalte - Immobilien (von denen Wohlhabende am meisten profitieren nicht mit eingerechnet. Das sind rund 70.000 Euro pro Person. Dem stehen am anderen Ende 676.428 Privatleute gegenueber, die auf ein Ende ihres Insolvenzverfahrens warten.


Gut´s naechtle,

Gruss

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