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Registriert seit: 16.12.2002
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Tach auch,
wie steht Ihr eigentlich zum Bahnstreik? Ich könnte mir vorstellen, daß der eine oder andere ´n Hals krigt. Gruß Yeti
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Irrtümer haben ihren Wert; jedoch nur hie und da. Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika. Erich Kästner ---------------------------------------------------- Das Tragische an der Erfahrung ist, daß man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. Friedrich Nietzsche |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.07.2004
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Ein kleine Schwellung hab ich schon an der Kehle.
Ich muss jeden Tag mit der S-Bahn zur Arbeit. Jetzt darf ich immer umständlich mit Bussen fahren und zweimal umsteigen. Wobei man die Anschlüsse des öfteren nicht erreicht und dann in der Pampa auf den nächsten Bus warten darf. Ich finde diesen Streik überzogen, unberechtigt, unverschämt und erpresserisch! Ich hoffe nur, dass die Bahn nicht nachgibt und die GDL scheitert. Dafür fahre ich gerne noch öfters mit dem Bus. Wenn das Beispiel Schule macht, geht bald gar nicht mehr. |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 20.01.2006
Ort: Nähe Zürich (CH), selten auch mal Nähe Aschaffenburg (D)
Beiträge: 1.436
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eindeutig falsches thema für mich! ich fahre jeden tag mit dem zug von aschaffenburg nach darmstadt in die uni. also auch gestern. die hinfahrt war kein problem, der zug fuhr plänmäßig ab. gut, es war ein uraltes teil, aber er fuhr.
dann die rückfahrt: planmäßige abfahrt: 13:32uhr. der zug fährt pünktlich am darmstädter hbf ein, an dem allerdings doppelt so viele menschen wie normal warten, weil der zug eine stunde früher ausgefallen ist. als ausgleich schickt die bahn einen zug, der nur halb so lang ist es hat fast 20 minuten gedauert, bis alle im zug waren. und da haben wir dann gestanden wie die zigaretten in ihrer packung. gruppenkuscheln war angesagt. an den anderen bahnhöfen waren die aufenthaltszeiten auch 2 bis 3 mal so lang wie normal, so dass ich in aschaffenburg natürlich auch noch 2 busse verpasst hab... mir geht dieser ganze streik also tierisch gegen den strich und kann mich stoppelhopser nur anschließen: die GDL darf damit nicht durchkommen! und falls ich einen von diesen kaspern sehe, wenn er sein "dieser betrieb wird bestreikt"-schild vor die lok stellt, darf er sich entweder was anhören oder muss nehmerqualitäten beweisen.
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Erfahrener Benutzer
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Tach auch,
was ist an einem Streik eigentlich erpresserisch? Wenn die eigenen Tariefvereinbarungen unterlaufen werden, in dem man neues Personal zu einem weit niedrigeren Tarif einstellt, muß sich doch nicht wundern, wenn er den Tarifvertrag um die Ohren geahuen bekommt! Frau Sukales - die Personalfrau - scheint mir mit ihrer Aufgabe auch etwas überfordert. Daß die Argumentation Mehr Geld bekommt ihr nicht - aber eine größere Schaufel zum arbeiten könnt ihr haben! daneben ist, dürfte sich von selber verstehen. Daß die Bezahlung von Überstunden eben kein neues Angebot ist bedarf auch keiner Erklärung. Irgentwie hat man im Bahnmanagement keinen Plan dafüer, wie man mit dem zinslos in Anspruch genommenen Kredit bei den Arbeitnehmern umgehen will - nichts anderes ist nämlich die Nichtauszahlung von Mehrarbeit. Ich hoffe, daß die GDL den Streik durchzieht und wünsche ihr viel Erfolg damit: Endlich mal jemand, der auf der Arbeitnehmerseite den Mund auf macht. Der Trend, gute Arbeit immer schlechter zu bezahlen kann so nicht weitergehen! Gruß Yeti P.S.: Auch ich bin Bahnfahrer und streikbetroffener. Allerdings weiß ich auch, daß das ein Streikchen ist - aber sicher kein richtiger Streik.
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Die Einstellung. Mehr Geld, oder wir arbeiten nicht mehr. Und dafür wird eine ganze Volkswirtschaft als Geisel genommen. Und Forderungen von 30% sind doch utopisch.
Ich glaube bei diesem Streik, geht es der GDL darum sich als Bahngewerkschaft neben den größeren Transnet und GDBA zu behaupten und nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Es sollen ja nicht nur Überstunden bezahlt werden, die sonst abgefeiert worden wären, die Bahn hat auch ein Angebot vorlegt bei dem die Lokoführer auf ca. 10% mehr Gehalt bei 2 Stunden Mehrarbeit gekommen wären. Das hat dieses Jahr noch keiner erreicht. Andere Gewerkschaften sind froh wenn sie 2-3% bekommen. Des weiteren kann ich nicht für jede kleine Berufsgruppe einen eigenen Tarifvertrag haben. Dann habe ich nur noch Unruhe und Streit zwischen den Angestellten. Sowie ständig einen neuen Streit. Eine Woche die Stellwerke, dann die Fahrkartenverkäufer, dann die Angestellten auf dem Bahnsteig, dann die Verwaltung, die Arbeiten auf den Rangierbahnhöfen...... und so weiter. Ich gebe Dir vollkommen Recht, dass gute Arbeit gut bezahlt werden muss. Aber, ich muss als Angestellter da auch ein wenig Vernunft walten lassen. Manche Forderung kann einfach nicht erfüllt werden, und die Lokführer sind nun gar nicht die ärmsten der Armen. |
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Tach auch,
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Bedeutungslos war die GDL noch nie - sie ist in der Öffentlichkeit vielleicht nur nicht wahrgenommen worden. Zitat:
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Es geht auch um eine Signalwirkung für andere Branchen. Immer mehr Arbeit für immer weniger Geld. Wir haben doch mittlerweile die Situation, daß Arbeitnehmer ergänzende Leistungen vom Arbeitsamt bekommen, weil sie mit ihrer Vollzeittäötigkeit nicht mal den Sozialhilfesatz erreichen. In diesem Punkt habe ich auch Verständnis für Arbeitslose, die Arbeit ablehnen - Ausbeutung ist das! Es kann doch wohl niemand ernsthaftig zulassen, daß der Staat mit öffentlichen Geldern das Personal in Firmen subventioniert. Nichts anderes ist das nämlich. Vor allem dann, wenn am Kapitalmarkt vom selben Unternehemen dann Dividenden ausgeschüttet werden. Auf diese Art und Weise wird auch der sonst so hoch geolbet freie Wettbewerb verzerrt. Wenn ich privat über meine Verhältnisse lebe, muß ich früher oder später meinen Laden auch dicht machen. Um es nochmal zu sagen: Es sind auch Steuergelder, mit denen immer mehr Vollzeitbeschäftigung subventioniert wird. Aber über die Steuerbelastung wird vor allem von Seiten der Unternehmen gemeckert. Ach ja, die Lokführer sind nicht die Ämsten? Um wieviel Prozent sind eigentlich die Bezüge in den Vorständen gestiegen? Auch das ist traumhaft! Gruß Yeti
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Allerdings ist dass für meine überhaupt kein Grund dass sich Arbeitslos Arbeit ablehnen. Denn jeder ist meiner Meinung nach Verpflichtet für seine Einkommen selbst aufzukommen. Da machen es sich viele zu leicht. Zitat:
MfG Stoppelhopser |
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Tach auch,
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Nichts für ungut, ich freue mich über eine angeregte Diskusion. Du vertrittst ja offensichtlich in einigen Punkten eine andere Meinung Gruß Yeti
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Moderator
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Ich muß dem Kurt Beck Recht geben. Was nicht heißt das ich Rot wähle.
Nur kann es nicht sein das es in ein und der selben Firma mehrere Gewerkschaften und verschiedene Tarifverträge gibt. Hab zwar nix mit der Bahn am Hut aber ich kann den Mist nicht mehr hören. Mittlerweile werden auch andere Firmen in Mitleidenschaft gezogen und das kann nicht sein. Mal abgesehen von den ganzen Menschen die am Bahnsteig rumstehen.
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